{"id":19646,"date":"2011-12-07T17:31:59","date_gmt":"2011-12-07T16:31:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ifun.de\/?p=19646"},"modified":"2016-12-02T18:46:01","modified_gmt":"2016-12-02T17:46:01","slug":"itunes-match-test-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ifun.de\/itunes-match-test-deutschland-19646\/","title":{"rendered":"Angetestet: iTunes Match &#8211; Musikgenuss auf Wolke 7"},"content":{"rendered":"<p>Deine komplette Musiksammlung, immer und \u00fcberall verf\u00fcgbar (Internetzugang vorausgesetzt). Der in den USA gestartete Dienst <a href=\"http:\/\/www.apple.com\/icloud\/features\/\">iTunes Match<\/a> verspricht genau das. Die Besonderheit: Im Gegensatz zur Konkurrenz wie beispielsweise Google Music trumpft Apple mit seinem riesigen Musikkatalog auf. Songs, die der iTunes Store bereits kennt, m\u00fcssen nicht erst zeitaufwendig in die Cloud geladen werden. Stattdessen tauscht der Benutzer sozusagen die eigene Version gegen jene von Apple, kodiert in feinstem AAC mit einer Bitrate von 256 kbps. In den meisten F\u00e4llen d\u00fcrfte das ein guter Deal sein, zumal viele MP3-Sammlungen, die \u00fcber die Jahre aus den unterschiedlichsten Quellen herangewachsen sind, den Versionen von Apple qualitativ unterlegen sein d\u00fcrften.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-19652\" title=\"iTunes_match_logo\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunes_match_logo.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"141\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunes_match_logo.jpg 464w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunes_match_logo-300x91.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><\/p>\n<p>Vorneweg: iTunes Match steht nach wie vor nur in den USA zur Verf\u00fcgung. Zur Bestellung reicht ein US iTunes Konto mit Prepaid-Guthaben nicht aus! Es wird zwingend eine US Kreditkarte mit amerikanischer Rechnungsanschrift ben\u00f6tigt. Auch der Umweg \u00fcber einen US Paypal Account f\u00fchrt nicht zum Erfolg, sofern hier keine US Kreditkarte hinterlegt ist. Dank eines gl\u00fccklichen Umstands kamen wir dennoch in den Genu\u00df von iTunes Match und m\u00f6chten hier kurz von den ersten Eindr\u00fccken berichten.<\/p>\n<p>Zum Preis von 24,99$ pro Jahr kann das iTunes Match Abo in den USA erworben werden. Direkt nach dem Kauf beginnt iTunes automatisch damit, die eigene Musiksammlung zu analysieren und abzugleichen. Dieser Vorgang ist sehr CPU-intensiv, der L\u00fcfter des MacBook Air lief die meiste Zeit auf hohen Touren. Bei der Analyse werden nicht nur reine ID3 Tags \u00fcberpr\u00fcft. Wer also glaubt, er k\u00f6nne den Gesang seiner kleinen Schwester aufzeichnen, als &#8222;Madonna &#8211; Celebration&#8220; tarnen um damit die iTunes-Erkennung zu \u00fcberlisten, wird kl\u00e4glich scheitern. In unserem Fall wurden von 6000 Songs ca 70% erkannt. Die restlichen, nicht erkannten Songs werden im letzten Schritt hochgeladen (bis zu einer Maximalanzahl von 25.000 hochgeladenen und gefundenen Songs). Die komplette Prozedur erstreckte sich auf ca 7-8 Stunden.<\/p>\n<p>In iTunes selbst sollte man sich f\u00fcr eine bessere \u00dcbersicht die Ansicht anpassen. Es l\u00e4sst sich eine neue Spalte einblenden mit dem Namen &#8222;iCloud Status&#8220;. Diese gibt Informationen \u00fcber den Status jedes einzelnen Songs (Gefunden, \u00dcbertragen, Gekauft).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-19658 aligncenter\" title=\"iTunes_match_spalte_464\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunes_match_spalte_464.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"136\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunes_match_spalte_464.jpg 464w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunes_match_spalte_464-300x87.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><\/p>\n<p>Songs mit einer niedrigeren Bitrate als 96 kbps werden von iTunes Match ignoriert. Dem l\u00e4sst sich durch ein <a href=\"http:\/\/www.tuaw.com\/2011\/11\/20\/one-trick-for-getting-itunes-match-to-recognize-older-tracks\/\">Re-Encoding mit h\u00f6herer Bitrate<\/a> entgegenwirken. Einzelne Songs d\u00fcrfen eine Dateigr\u00f6\u00dfe von 200 MB nicht \u00fcberschreiten, sonst werden sie ebenfalls ignoriert.<\/p>\n<p>Nachdem der komplette Match-Prozess durchgelaufen ist, \u00e4ndert sich zun\u00e4chst gar nichts an der lokalen iTunes Bibliothek. Sie enth\u00e4lt weiterhin die eigenen Versionen. Mithilfe einer intelligenten Playlist kann man nun alle Songs filtern, die iTunes in einer besseren Qualit\u00e4t vorh\u00e4lt als die eigene. Hierf\u00fcr m\u00fcssen folgende Parameter als Filterkriterien gew\u00e4hlt werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-19663\" title=\"SmartPlaylist_464\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/SmartPlaylist_464.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/SmartPlaylist_464.jpg 464w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/SmartPlaylist_464-300x181.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><\/p>\n<p>Die Songs aus dieser Playliste kann man nun bei Bedarf physikalisch l\u00f6schen. Wichtig ist hierbei, da\u00df sie nicht gleichzeitig aus der Cloud gel\u00f6scht werden. Das entsprechende H\u00e4kchen darf im L\u00f6schdialog  nicht gesetzt werden, sonst verschwinden die Songs komplett und f\u00fcr immer. Hat man dies erledigt, erscheint in der Playlist neben jedem einzelnen Song das kleine Cloud-Symbol. Dar\u00fcber lassen sich die Songs erneut herunterladen, diesmal aber in der AAC-Version von Apple (256 kbps). In den Informationen bzw. Tags eines heruntergeladenen iTunes Match Songs ist sowohl der Name des iTunes Account als auch der Name der Rechnungsanschrift des hinterlegten Zahlungsmittels fest eingebrannt. Falls man also das Gl\u00fcck hatte, an Adresse und Kreditkartendaten eines Freundes oder Verwandten aus den USA zu kommen, sollte man vor dem Download der Songs die Rechnungsanschrift wieder auf den eigenen Namen \u00e4ndern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-19667\" title=\"iTunesMatchTag\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunesMatchTag.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunesMatchTag.jpg 464w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/iTunesMatchTag-300x128.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><\/p>\n<p>Auf dem iPhone selbst hat man in den Einstellungen die Wahl, die iPod-Bibliothek auf iTunes Match umzustellen. Hierbei wird gewarnt, die komplette Bibliothek des Ger\u00e4ts w\u00fcrde mit iTunes Match ersetzt. Dies ist zwar korrekt, allerdings bleibt s\u00e4mtlicher Content erhalten, der bereits physikalisch (=offline) auf dem Ger\u00e4t vorhanden ist. Der Anwender hat die Wahl, ob die iPod App die komplette Bibliothek aus der Cloud angzeigen soll oder nur die bereits geladenen Titel. Zus\u00e4tzlich kann in den Store-Einstellungen festgelegt werden, ob das mobile Datennetzwerk (GPRS\/EDGE\/UMTS) f\u00fcr iTunes Match verwendet werden darf oder nicht. Es handelt sich hierbei um den gleichen Schalter, der auch f\u00fcr den automatischen Download von gekauften Apps und B\u00fcchern auf mehreren Ger\u00e4ten verantwortlich ist. H\u00f6rt man beispielsweise unterwegs eine Playlist, aus der einige Songs bereits auf dem Ger\u00e4t sind und andere nur in der Cloud, so werden diese bei aktiviertem Schalter auch unterwegs nachgeladen. Hier ist nat\u00fcrlich ein erh\u00f6hter Datenverbrauch zu beachten, der vor allem bei kleineren Datentarifen schnell das monatliche Limit ersch\u00f6pfen kann. Deaktiviert man den Schalter, werden die Tracks aus der Cloud beim H\u00f6ren autmatisch \u00fcbersprungen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-19660\" title=\"matchklein\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/matchklein.jpg\" alt=\"\" width=\"464\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/matchklein.jpg 464w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/matchklein-300x142.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/><\/p>\n<p>Das iTunes Store Konzept ist nach wie vor f\u00fcr die Verwendung eines einzelnen Accounts ausgelegt. Wechselt man den Store Account, wie in unserem Fall vom amerikanischen auf den deutschen, wird iTunes Match sofort deaktiviert und die iPod Anwendung verh\u00e4lt sich gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Es verschwinden unmittelbar s\u00e4mtliche Playlists, auch jene mit Songs, die nach wie vor auf dem Ger\u00e4t sind. Die Tracks an sich bleiben erhalten, sind aber nur noch ausw\u00e4hlbar via &#8218;Album&#8216;, &#8218;Interpreten&#8216; oder &#8218;Titel&#8216;. Wenn man sein H\u00f6rverhalten an Playlists angepasst hat ist das ein sehr l\u00e4stiger Umstand. Beim Wechsel zur\u00fcck zum US-Account bleibt der iTunes Match Schalter zun\u00e4chst deaktiviert. Man mu\u00df ihn explizit bei jedem Account-Wechsel erneut einschalten in den Einstellungen. Beim Start der iPod App werden anschlie\u00dfend diverse Informationen wieder nachgeladen, wie zum Beispiel die verloren gegangenen Playlists. Dieser Prozess nimmt selbst im UMTS-Netz einige Zeit in Anspruch. Abgesehen vom etwas l\u00e4stigen Accountwechsel bleibt positiv zu erw\u00e4hnen, da\u00df Playlists via iTunes in the cloud \u00fcber mehrere Rechner und Devices synchron gehalten werden.<\/p>\n<p>Wer seine komplette Musik-Bibliothek mit den Versionen des iTunes-Stores ersetzt sollte bedenken, da\u00df die Gesamtgr\u00f6\u00dfe auf dem Datentr\u00e4ger in der Regel deutlich wachsen wird. Beispielsweise wurde unser selbst angefertigter CD-Rip von INXS&#8216; &#8222;Need you tonight&#8220; von urspr\u00fcnglich 4,1 MB (MP3|192 kbps|VBR) auf 7,1 MB (AAC|256 kbps|CBR) aufgeblasen. Hat man die komplette Musik auf SSD gespeichert, wie beispielsweise bei Einsatz eines MacBook Air, kann man damit schnell ans Limit der Platte sto\u00dfen.<\/p>\n<p>Insgesamt f\u00e4llt das Fazit f\u00fcr iTunes Match sowie iTunes in the cloud sehr positiv aus. Es bleibt zu hoffen, da\u00df dieser Dienst so schnell wie m\u00f6glich auch nach Deutschland kommt. Wenn man allerdings  bedenkt, welch&#8216; gro\u00dfe Schwierigkeiten selbst YouTube, Spotify und Konsorten in Deutschland haben (Stichwort <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/GEMA\">GEMA<\/a> &amp; Musikindustrie), stimmt das eher pessimistisch. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.ifun.de\/itunes-match-test-deutschland-19646\/\"><img width=\"150\" height=\"125\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/itunesmatch-150x125.png\" class=\"alignright tfe wp-post-image\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" \/><\/a><p>So funktioniert Apples Musikarchiv in der Wolke<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":19720,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7,13],"tags":[291,70,401,4742,4743,456,457,29],"class_list":["post-19646","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-featured","category-itunes","tag-cloud","tag-download","tag-icloud","tag-ipod","tag-itunes","tag-itunes-match","tag-mp3","tag-musik"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"featured_image":["http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/itunesmatch.png"],"rest_api_enabler":{"featured_image":"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/itunesmatch.png"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/posts\/19646","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/comments?post=19646"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/posts\/19646\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101097,"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/posts\/19646\/revisions\/101097"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/media\/19720"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/media?parent=19646"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/categories?post=19646"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ifun.de\/apiv2\/wp\/v2\/tags?post=19646"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}