{"id":1354,"date":"2005-12-05T15:00:00","date_gmt":"2010-12-02T20:31:24","guid":{"rendered":""},"modified":"2010-12-02T20:31:24","modified_gmt":"2010-12-02T20:31:24","slug":"review-harman-kardon-drive-play","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ifun.de\/review-harman-kardon-drive-play-1354\/","title":{"rendered":"Review: Harman Kardon Drive + Play"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_12\/drive.jpg\">Inzwischen bietet ein Gro\u00dfteil der Automobilhersteller eigene und zumindest teilweise auch wirklich gute iPod-Kits an. Trotzdem besteht weiterhin eher wachsender Bedarf an L\u00f6sungen von Drittherstellern, da die Angebote der Automobilfirmen oft nur f\u00fcr Neufahrzeuge verf\u00fcgbar sind bzw. im Falle der Nachr\u00fcstung sehr kostspielig und aufw\u00e4ndig sind.<br \/>\nDieser Tage kommt hier mit Drive + Play die europ\u00e4tische Variante des in den USA schon l\u00e4nger erh\u00e4ltlichen iPod-Kits von Harman Kardon in den Handel, ein fahrzeug- und radiounabh\u00e4ngiges Set aus Display, Bedienungskn\u00fcppel und der &#8218;The Brain&#8216; genannten Elektronikkomponente. Wir hatten die M\u00f6glichkeit, uns das Kit etwas genauer anzusehen.<\/p>\n<p>\n<strong>Das Konzept<\/strong><br \/>\nHarman verfolgt den Ansatz, Drive + Play m\u00f6glichst flexibel und damit auch kompatibel mit den unterschiedlichsten Ausgangsvoraussetzungen auszuliefern, dabei maximalen Komfort zu bieten. Einem gro\u00dfen Problem der Konkurrenzprodukte, deren Qualit\u00e4t mit den Bedienelementen und dem Display des vorhandenen Radioger\u00e4ts steht und f\u00e4llt, geht man durch die Beigabe eigener Komponenten aus dem Weg.<br \/>\nDie Audio\u00fcbertragung erfolgt \u00fcber einen vorhandenen Aux-Anschluss sofern vorhanden, alternativ l\u00e4sst sich ein Wired-FM-Transmitter einsetzen und garantiert die Funktion mit jedem erh\u00e4ltlichen Autoradio.<br \/>\nSehr positiv zu vermerken ist, dass generell mit- und vorausgedacht wurde. Wie beim Audioanschluss hat man auch bei der Wahl der Stromversorgung und der Art und Weise der Montage der Komponenten stets die Auswahl zwischen zwei Varianten. Wir haben unser Drive + Play v\u00f6llig stressfrei und ohne die sonst eigentlich obligatorische &#8218;Ich muss da nochmal schnell was besorgen&#8216;-Fahrt \u00fcber die B\u00fchne gebracht.<\/p>\n<p>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_12\/drive_inhalt.jpg\n\"><\/p>\n<p>\n<strong>Der Einbau<\/strong><br \/>\nS\u00e4mtliche Komponenten machen einen qualitativ hochwertigen Eindruck und au\u00dfer einem Kreuzschlitzschraubenzieher liegt alles in der h\u00fcbschen Verpackung bereit, selbst zwei verschiedene Inbusschl\u00fcssel sowie Kabelbinder f\u00fcr die Ordnung hinterher.<br \/>\nZuerst gilt es, die Gegebenheiten zu pr\u00fcfen: ist ein Aux-Anschluss vorhanden, wo montiere ich Display und Bedienknopf am besten &#8211; generell stellt sich jetzt wohl auch die Frage ob diese destruktiv aber dauerhaft mit Verschraubung oder mit dem beiliegenden Doppelklebestreifen angebracht werden sollen. Unser Tipp ist die dauerhafte Montage, m\u00f6glicherweise verkauft sich ja ein iPod-ready Gebrauchtwagen auch bald besser als eine Kiste mir CD-Wechsler. Wer sich f\u00fcr die Klebel\u00f6sung entscheidet, erh\u00e4lt jedenfalls sogar Alkohol-Reinigungst\u00fccher um die Klebefl\u00e4chen fettfrei zu machen.<br \/>\nAufgrund der deutlich besseren Audioqualit\u00e4t ist beim Radioanschluss generell der direkte Anschluss an einen Aux-Eingang zu bevorzugen. Ist dieser nicht vorhanden, l\u00e4sst er sich bei manchen Blaupunkt-Radios zum Preis von etwa 5 Euro per Adapterkabel ISO (Teile-Nr. 7607897093) nachr\u00fcsten, eine  angesichts des geringen Preises lohnenswerte Anschaffung.<br \/>\nF\u00fcr alle Anderen hat Harman einen FM-Transmitter integriert. Ein Antennensplitter wird an den Antenneneingang des Autoradios angeschlossen, die Antenne dann in den freien Anschluss der Box gesteckt. Dank des Verbots von Funkttransmittern hierzulande wird das FM-Signal kabelgebunden \u00fcbertragen, dies ist angesichts des st\u00f6rungsfreien \u00dcbertragungsweges wohl eher von Vorteil. Die Audioqualit\u00e4t leidet bei der \u00dcbertragung \u00fcber einen FM-Transmitter aber generell. W\u00e4hrend das Signal \u00fcber den analogen AUX-Eingang 1:1 mit genormtem Pegel \u00fcbertragen wird, mu\u00df bei der FM-Modulation das Signal auf eine hohe Frequenz und wieder zur\u00fcck gewandelt werden, dazu fallen technisch bedingt die H\u00f6hen \u00fcber 15 kHz weg. Das muss kein Beinbruch sein, bei entsprechenden Songs kann sich ein Mensch mit gut funktionierendem Geh\u00f6r aber auch schon mal an den entstehenden Zischlauten st\u00f6ren. Diese Einbu\u00dfen hat man allerdings mit jedem FM-Modulator, die Verluste sind wie gesagt durch die Technik bedingt.<br \/>\nSehr positiv ist die M\u00f6glichkeit der freien Wahl der Sende- bzw. Empfangsfrequenz, wir emfpehlen die 108 MHz, hier sollte Euch bundesweit eigentlich niemand gro\u00df in die Quere kommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_12\/drive_brain.jpg\n\"><\/p>\n<p>\nSp\u00e4testens jetzt ist es auch an der Zeit, einen Platz f\u00fcr die Schaltzentrale auszuw\u00e4hlen. Generell d\u00fcrfte das Handschuhfach nicht der schlechteste Ort f\u00fcr das kleine K\u00e4stchen sein, oft lassen sich Kabel von dort aus direkt unter Armaturenbrett oder Seitenverkleidung f\u00fchren. Man kann \u00fcbrigens bei vielen Fahrzeugen das Handschufach mit wenigen Handgriffen herausnehmen, dies gibt die Sicht auf v\u00f6llig neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Montage und Kabelf\u00fchrung frei.<br \/>\nF\u00fcr die Stromversorgung bietet Harman wahlweise Kabel zum Direktanschluss an die Fahrzeugversorgung, oder aber die bequeme Variante per Stecker f\u00fcr den Zigarettenanz\u00fcnder.<br \/>\nDie Zuleitungen zum Display und Bedienknopf sind ausreichend lang, dass sie sich ordentlich und versteckt verlegen lassen. Das Display wird vermutlich am besten auf dem Armaturenbrett im Sichtfenster des Fahrers angebracht w\u00e4hrend der Bedienknopf im Raum Mittelkonsole oder Schaltkn\u00fcppel seinen Platz finden sollte. Beide Elemente lassen sich einfach und solide mittels beiliegender Schrauben im Kunststoff des Fahrzeuginneren verankern, als sanfte Alternative liegen wie erw\u00e4hnt auch Doppelklebestreifen bei. In jedem Fall sollte man sich vergewissern, dass man das Display nicht im Aktionsbereich des Beifahrer-Airbags montiert.<\/p>\n<p>\n<strong>Die Funktion<\/strong><br \/>\nIst dies alles montiert und die Anschlusskabel in die entsprechenden Buchsen des Elektronikgeh\u00e4uses gesteckt, kann es losgehen. Der iPod wird \u00fcber den Dock Connector mit der Steuereinheit verbunden und dort auch mit Spannung versorgt, die Kontrolle \u00fcbernimmt ab sofort \u00fcbernimmt der Steuerknopf mit dem blauen Leuchtring. iPod-like findet man seinen Weg durch Men\u00fcs und Playlists \u00fcber die vier Druckkn\u00f6pfe an der Oberseite, den gro\u00dfen Mittelknopf und den \u00e4usseren Ring.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_12\/drive_display.jpg\n\"><\/p>\n<p>\nDie Men\u00fcstruktur entspricht in weiten Teilen der des iPod, man hat Zugriff auf alle Songs, Playlists, K\u00fcnstler, Musikrichtungen usw, wir haben allerdings die Men\u00fcpunkte H\u00f6rb\u00fccher und Podcasts vermisst. Aktuell werden der gespielte Titel sowie der Name des Interpreten und die abgelaufene Zeit angezeigt, weitere Informationen fallen unter den Tisch. Ganz nach Geschmack kann man die Anzeige statisch lassen, oder eine Laufschrift f\u00fcr \u00fcberlange Titelnamen aktivieren. Hin und wieder scheint die Einheit etwas tr\u00e4ge zu reagieren, dies d\u00fcrfte durch Verz\u00f6gerungen bei der \u00dcbertragung der Daten vom iPod und zur\u00fcck zustande kommen, ein \u00e4hnliches Verhalten ist uns auch beim Test des Blaupunkt iPod Interface-Kabels aufgefallen.<br \/>\nInnerhalb von Songs oder H\u00f6rb\u00fcchern ist es etwas m\u00fc\u00dfig \u00fcber gr\u00f6\u00dfre Strecken vorzuspulen, da \u00fcber Drive + Play nur in festgelegten und mit etwa 30 Sekunden vor allem bei H\u00f6rb\u00fcchern etwas knapp ausgefallenen Intervallen geskippt werden kann. Da wir die vom iPod gewohnte Spul- und Suchm\u00f6glichkeit  (die mit der Raute) auch schon bei Konkurrenzger\u00e4ten vermmisst haben, handelt es sich hier wohl ebenfalls um eine technische Einschr\u00e4nkung.<br \/>\nEin echtes Manko zumindest f\u00fcr H\u00f6rer von H\u00f6rb\u00fccher im Audible-Format allerdings d\u00fcrfte die Tatsache sein, dass die Bookmarks nach trennen der Stromzufuhr, also nach dem Abstellen des Fahrzeugs, verloren gehen und das H\u00f6rbuch beim n\u00e4chsten Fahrzeugstart wieder von vorne anf\u00e4ngt. Hier hilft als Workaround vorerst nur ein Abziehen des iPod vor dem Abstellen des Fahrzuegs, oder im Falle der verlorenen Bookmark das schnelle Hinspulen am iPod vor dem Anstecken ans Harman-System.<br \/>\nWir haben Harman Deutschland \u00fcber unsere Probleme in Kenntnis gesetzt und hoffen auf ein baldiges Update. Generell stellt sich die Frage, wie bzw. ob das Ger\u00e4t auch nach Auslieferung noch updatef\u00e4hig ist, beispielsweise auch um die Men\u00fcs zu erweitern oder zu aktualisieren. Wir k\u00f6nnen uns kaum vorstellen, dass Harman diese M\u00f6glichkeit ausser acht gelassen hat.<\/p>\n<p>\nSehen wir von den beschriebenen M\u00e4ngeln ab, gibt sich Drive + Play durchaus angenehm und komfortabel. Als besonderes Bonbon f\u00fcr Besitzer von TomToms oder \u00e4hnlichen Navigationssystemen k\u00f6nnte sich der signalsensitive Eingang an der Head Unit erweisen. Dieser l\u00e4sst sich \u00fcber das Men\u00fc aktivieren und blendet beispielsweise bei einer Sprachmitteilung des Navigationsger\u00e4ts die vom iPod spielende Musik automatisch aus.<\/p>\n<p>\n<strong>Fazit<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_12\/drive_incar.jpg\">Das System ist dank des intuitiv zu bedienenden Steuerknopfes und des gut lesbaren Displays einfach und vor allem sicher im Verkehr zu bedienen. Die Navigation durch die Men\u00fcs mutet wie gesagt teils ein wenig z\u00e4h an, das Tempo ist aber durchaus noch akzeptabel und man gew\u00f6hnt sich auch schnell an die leichte Verz\u00f6gerung. Zu w\u00fcnschen w\u00e4re, dass Harman per Update die angesprochenen Probleme mit Audible-Files sowie die fehlenden Men\u00fcpunkte nachr\u00fcstet.<br \/>\nEinen dicken Pluspunkt hat der durchdachte Lieferumfang verdient. Es ist daf\u00fcr gesorgt, dass sich jede Installationsaufgabe auf verschiedene Art und Weise umsetzen l\u00e4sst, so werden die meisten Sackgassen bei Installation und Einbau geschickt umgangen.<br \/>\nDer Stra\u00dfenpreis wird sich bei etwa 200 Euro einpegeln und geht eigentlich in Ordnung. Bei der Konkurrenz bekommt man zum Beispiel f\u00fcr knapp die H\u00e4lfte ein unzuverl\u00e4ssiges Adapterkabel (Blaupunkt), oder bei Dension f\u00fcr etwa 150 Euro mit Icelink ein auf das Radioger\u00e4t zugeschnittenes Adapterkit ohne separates Display und Bedieneinheit.<br \/>\nAlso: Drive + Play macht definitiv Spa\u00df und lohnt sich f\u00fcr jeden, der auf der Suche nach einer herstellerunabh\u00e4ngigen iPod-Integration ist. Jetzt fehlt nur noch der Zweit-iPod, den man im Wagen l\u00e4sst und alle paar Wochen mal zur Synchronisation mit in die Wohnung nimmt. <a href=\"\/images\/galerien\/harman_drive_and_play\/index.html\" target=\"_blank\">Zur Bildergalerie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.ifun.de\/review-harman-kardon-drive-play-1354\/\"><img decoding=\"async\" width=\"150\" src=\"http:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/mosimages\/images\/stories\/2005_12\/drive.jpg\" class=\"alignright wp-post-image tfe\" alt=\"\" title=\"\" \/><\/a><p>Inzwischen bietet ein Gro\u00dfteil der Automobilhersteller eigene und zumindest teilweise auch wirklich gute iPod-Kits an. Trotzdem besteht weiterhin eher wachsender Bedarf an L\u00f6sungen von Drittherstellern, da die Angebote der Automobilfirmen oft nur f\u00fcr Neufahrzeuge verf\u00fcgbar sind bzw. im Falle der Nachr\u00fcstung sehr kostspielig und aufw\u00e4ndig sind. 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