{"id":101082,"date":"2016-12-02T18:13:11","date_gmt":"2016-12-02T17:13:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ifun.de\/?p=101082"},"modified":"2016-12-05T17:13:14","modified_gmt":"2016-12-05T16:13:14","slug":"touch-bar-furchtbar-unser-erstes-macbook-pro-tritt-die-rueckreise-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ifun.de\/touch-bar-furchtbar-unser-erstes-macbook-pro-tritt-die-rueckreise-an-101082\/","title":{"rendered":"Touch Bar. Furchtbar. Unser erstes MacBook Pro tritt die R\u00fcckreise an"},"content":{"rendered":"<p>Kurz und knackig: Das erste der beiden MacBook Pro-Modelle (13 Zoll mit Touch Bar und 512GB SSD), die wir uns direkt zum Verkaufsstart am 27. Oktober mit zus\u00e4tzlichem Arbeitsspeicher und einem L\u00e4cheln im Gesicht geordert haben, hat am Dienstag &#8211; nach einer Woche im Dauereinsatz &#8211; die R\u00fcckreise in Apples zentrales Europa-Lager angetreten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/paket.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-101085\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/paket.jpg\" alt=\"Paket\" width=\"500\" height=\"385\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/paket.jpg 500w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/paket-300x231.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit der noch warmen UPS-Tracking-Nummer in der Hand wollen wir den Paketversand zum Anlass nehmen, kurz ein paar Gedanken und Hintergr\u00fcnde zu notieren, die uns zur R\u00fcckgabe des neuen Apple-Flaggschiffs motiviert haben.<\/p>\n<p>Und daf\u00fcr wechsele ich am besten kurz in die Ich-Perspektive &#8211; denn mir liegt es fern, hier ein gr\u00f6\u00dferes Problem in Apples aktuellem Ger\u00e4te-Portfolio identifizieren zu wollen. Die Entscheidung gegen die 2.439 Euro teure Kiste habe ich vor allem meiner Art zu Schreiben, meinem Tastenanschlag und meinem nicht immer treffsicheren Zeigefinger zu verdanken.<\/p>\n<p>So sehr mich der neue Formfaktor, das verbesserte Retina-Display und das deutlich kantiger auftretende Geh\u00e4use in seinen Bann gezogen haben, so sehr haben mich das massiv vergr\u00f6\u00dferte Trackpad, die Touch Bar und die angeblich verbesserte Tastatur abgesto\u00dfen. Ich werde das Gef\u00fchl nicht los, dass sich Apples MacBook Pro eher an Anwender richtet, die ihre Tastatur betrachten, denn an Mac-Nutzer, die diese auch nutzen wollen.<\/p>\n<h2>Von vorn.<\/h2>\n<p>Vielleicht fangen wir einfach ganz vorn an. Seit August 2013 bin ich mit einem MacBook Air &#8211; dem zweiten seit dem 2011er-Modell &#8211; unterwegs und habe Apples Oktober-Event in diesem Jahr fast mehr entgegengefiebert als der iPhone-Ver\u00f6ffentlichung einen Monat zuvor.<\/p>\n<p>Obwohl bei den kl\u00e4glich vernachl\u00e4ssigten Desktop-Rechnern wohl nicht all zu viel passieren w\u00fcrde, stand schon vor dem Event fest: Apple w\u00fcrde sein Laptop-Lineup in diesem Jahr wohl endlich um zwei runderneuerte Modelle erg\u00e4nzen, die voraussichtlich die n\u00e4chsten drei, wenn nicht sogar vier Jahre weitgehend unver\u00e4ndert in den Auslagen der Filialgesch\u00e4fte Cupertinos auf interessierte Kunden warten w\u00fcrden. Einen besseren Zeitpunkt zum Wechsel des tragbaren Begleiters kann man sich nicht w\u00fcnschen. Und wenn jetzt schon mal zugeschlagen wird, dann bitte auch richtig.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sollte es das Modell mit der neuen Touch Bar sein. Nat\u00fcrlich musste der integrierte Arbeitsspeicher auf das maximal m\u00f6gliche Limit angezogen werden. Und nat\u00fcrlich wurde die Bestellung nur wenige Minuten nach dem Bestellstart in Apples Online-Filiale abgegeben. Das Gl\u00fcck kommt mit der Post \u2013 wenn ich&#8217;s mir schon aussuchen darf, dann m\u00f6chte ich zu den fr\u00fch belieferten Bestellern geh\u00f6ren. Die freundlich-atemlose Begr\u00fc\u00dfung des UPS-Paketboten erfolgte anschlie\u00dfend entsprechend z\u00fcgig: Am 22. November stand das neue MacBook Pro einsatzbereit auf dem Schreibtisch.<\/p>\n<p>Und was soll ich sagen: Erster Eindruck, bester Eindruck. Die schlanke Bauform lie\u00df das MacBook Air unmittelbar zehn Jahre \u00e4lter wirken und sorgte f\u00fcr ein rundherum zufriedenes Bauchgef\u00fchl. Das Geld schien schon jetzt gut investiert, dem sich anbahnenden Dongle-Problem trat ich zuversichtlich mit kleinen Adapter-Steckern entgegen und fing innerlich schon damit an, die Suche nach einem flankierenden Monitor zu intensivieren. Die noch junge Woche wurde zur entspannten Neuinstallation der kompletten Software-Grundausstattung reserviert. Neuer Rechner. Clean-Install. Ist doch klar.<\/p>\n<h2>Das Riesen-Trackpad und die klackernde Tastatur machen skeptisch<\/h2>\n<p>Mit einem frischen Kaffee in der Hand, das MacBook strategisch g\u00fcnstig neben der Snack-Schale auf dem Wohnzimmertisch platziert, startete dann die Routine, die ich in den letzten zwei Jahren richtiggehend vermisst hatte. Der Neuaufbau des Benutzerordners, das Einpflegen von SSH-Schl\u00fcsseln, Softwarelizenzen, Datenbanken und Systemkonfiguration. Und nicht zu vergessen: Die langwierige Auseinandersetzung mit dem bislang genutzten Programme-Ordner. Welche Anwendungen habe ich in letzter Zeit regelm\u00e4\u00dfig ben\u00f6tigt? Auf welche kann ich zuk\u00fcnftig verzichten? Welche Apps sollte ich mir vielleicht noch zus\u00e4tzlich g\u00f6nnen?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/tastatur.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-101086\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/tastatur.jpg\" alt=\"Tastatur\" width=\"700\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/tastatur.jpg 700w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/tastatur-300x134.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Alles in allem ein ruhiger Abend (Sonos spielt BR Klassik), der jedoch kontinuierlich durch ein f\u00fcr meinen Geschmack deutlich zu lautes Klackern der Tastatur unterbrochen wurde. Die Anschl\u00e4ge der \u00fcberarbeiteten Dome-Switch-Tasten f\u00fchlen sich zwar fast so befriedigend an, wie das Knacken der kreisrunden Kammern einer jungfr\u00e4ulichen Luftpolsterfolie, h\u00e4lt man sich aber nicht alleine sondern mit mehreren Personen im gleichen Raum auf, dann geht die laute Tastatur dem lesenden Gegen\u00fcber jedoch deutlich schneller auf die Nerven als das schwammige, daf\u00fcr aber deutlich ruhigere Keyboard des MacBook Air.<\/p>\n<p>Auch das geradezu lachhaft gro\u00dfe Trackpad vereinfachte die Umgew\u00f6hnung auf die diesmal in strahlendem Spacegrau ausgelieferte Maschine nicht wirklich. Die <a href=\"https:\/\/www.ifun.de\/mountain-lion-basics-trackpad-geste-zum-schnellzugriff-auf-benachrichtigungen-27830\/\">Zwei-Finger-vom-Rand-Geste<\/a>, mit der sich die macOS Benachrichtigungszentrale auf dem alten Trackpad problemlos aktivieren lie\u00df, konnte auf dem neuen MacBook Pro nicht mehr ohne das vorherige Anheben des Handgelenks ausgef\u00fchrt werden. Klingt nach Goldwaage, keine Frage. Aber: Ausgleichende Alltagsverbesserungen, mit denen das neue Trackpad die beschriebene Nicklichkeit wieder wett macht, habe ich bislang noch nicht in Erfahrung bringen k\u00f6nnen. Im Gegenteil: Hin und wieder verschiebt der ruhende Handballen jetzt sogar den Mauszeiger.<\/p>\n<p>Doch verabschieden wir uns kurz von der Tastatur. Meinen gr\u00f6\u00dften \u00c4rger hatte ich mit Apples neuer Eingabeleiste. Der exklusiv im MacBook Pro verbauten &#8222;Touch Bar&#8220;.<\/p>\n<h2>Apples Touch Bar &#8211; Empfindlich und zu hell<\/h2>\n<p>Apples intelligente Eingabeleiste, so viel kann ich f\u00fcr mich inzwischen zweifelsfrei feststellen, hat mit drei massiven Problemen zu k\u00e4mpfen: Ihrer Konfiguration. Ihrer Helligkeit. Und ihrer Empfindlichkeit.<\/p>\n<h3>Die Helligkeit<\/h3>\n<p>Im Gegensatz zur Hintergrundbeleuchtung der Tastatur l\u00e4sst sich die Display-Beleuchtung der Touch Bar nicht dem pers\u00f6nlichen Geschmack anpassen. Weder bietet Apple eine M\u00f6glichkeit die Hintergrundbeleuchtung der Touch Bar einzustellen, noch kann der automatisch einsetzende Stromsparmodus halbwegs granular konfiguriert werden.<\/p>\n<p>Zwei kleine aber frustrierende Eigenschaften, die mir das erste Mal beim abendlichen Netflix-Abstecher aufgefallen sind. Mit dem Eis in der Hand gem\u00fctlich auf dem Sofa platziert, starte ich meine Serien-Episode und muss feststellen, dass ich zwar die Tastaturhelligkeit herunter regeln, die Beleuchtung der Touch Bar aber nicht einfach ausschalten kann. Hier muss ich auf Apples automatisch einsetzende Abdunklung warten, die jedoch unabh\u00e4ngig von der sich ebenfalls automatisch abdunkelnden Tastatur arbeitet.<\/p>\n<p>Anders formuliert: Ich schau meine Serien-Episode. Jetzt verabschiedet sich als erstes die Tastaturbeleuchtung, erst anschlie\u00dfend dimmt sich die Touch Bar leicht, um wenige Sekunden sp\u00e4ter auch auszugehen.<\/p>\n<p>Kritik, die euch vielleicht kleinkariert vorkommen mag, meine Aufmerksamkeit aber so sehr an sich gezogen hat, wie ein Pixelfehler im neuen Fernseher.<\/p>\n<p>Wer einmal auf die Deaktivierung der Touch Bar gewartet hat, kann seine Augen nicht mehr von der in dunklen Zimmern strahlenden Leiste trennen, bis diese ihre Beleuchtung ausgeknipst hat. Muss w\u00e4hrend dem Film die Lautst\u00e4rke angepasst werden, geht das Licht nat\u00fcrlich wieder an. Eine Design-Entscheidung, die nicht wirklich mit einem gem\u00fctlichen Serien-Abend harmoniert.<\/p>\n<h3>Die Empfindlichkeit.<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend Apples Trackpad grunds\u00e4tzlich auf eine sehr brauchbare Handfl\u00e4chen-Erkennung setzt, scheint die Touch Bar auf \u00e4hnliche Mechanismen zu verzichten, die vor Fehlbedienungen sch\u00fctzen sollen und schl\u00e4gt an, sobald sich euer Finger dem intelligenten Eingabestreifen auch nur auf Blickkontakt n\u00e4hert.<\/p>\n<p>Gerade bei der Eingabe von Zahlen und Sonderzeichen auf der Tastatur bin ich immer wieder kurz auf der Touch Bar gelandet und habe hier entsprechende Kontrollelemente aktiviert, ohne dies vorgehabt zu haben. Am auff\u00e4lligsten reagierten der Play\/Pause-Knopf, der mich bestimmt zehn mal vom laufenden Spotify-Musikteppich gesto\u00dfen hat, und die Escape-Taste, die immer mal wieder angeschlagen wurde.<\/p>\n<p>Vielleicht h\u00e4tte ich mir selbst etwas mehr Eingew\u00f6hnungszeit als nur eine gute Woche g\u00f6nnen sollen, ich bin mir allerdings 100-prozentig sicher, dass die Intensit\u00e4t meiner versehentlichen Touch Bar-Ber\u00fchrungen keine Aktionen auf einer konventionellen MacBook-Tastatur ausgel\u00f6st h\u00e4tten. Eine Erkenntnis, die mein Interesse an der neuen Eingabeleiste eher getr\u00fcbt als angefeuert hat.<\/p>\n<h3>Die Konfiguration<\/h3>\n<p>Zudem sorgten Apples eingeschr\u00e4nkte Konfigurationsm\u00f6glichkeiten daf\u00fcr, dass sich die Touch Bar nicht wirklich in meinen Arbeitsalltag einf\u00fcgen wollte. Als Mac-Anwender, der auch seine F-Tasten regelm\u00e4\u00dfig benutzt, zwangen mich Apples System-Einstellungen dazu eine Entscheidung zwischen drei vorgegebenen Konfigurationsoptionen zu treffen. Alle drei nicht das gelbe vom Ei.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/touch-bar-config.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-101087\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/touch-bar-config.jpg\" alt=\"Touch Bar Config\" width=\"700\" height=\"555\" srcset=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/touch-bar-config.jpg 700w, https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/touch-bar-config-300x238.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Entweder, so dass Angebot in den Tastatur-Einstellungen des aktuellen macOS-Betriebssystems, k\u00f6nnte ich mir durchg\u00e4ngig eine erweiterte Kontrollleiste anzeigen lassen und damit den Look-and-Feel der herk\u00f6mmlichen MacBook-Tastaturen imitieren. Alternativ k\u00f6nnte ich auf die Intelligenz der Touch Bar ausweichen, die mich mit einem dynamischen App-Bereich und einer Kontrollleiste zum Ausklappen versorgen w\u00fcrde. (Die dritte Option &#8222;Nur App-Steuerung&#8220; ignorieren wir kurz).<\/p>\n<p>Da ich mir den \u00dcbergang zur neuen Maschine etwas einfacher gestalten wollte, entschied ich mich f\u00fcr die feste Kontrollleiste und konfigurierte die immer angezeigten Bedienelemente.<\/p>\n<p>Nun kommt jedoch der Haken ins Spiel. Nutzer, die sich f\u00fcr die feste Kontrollleiste entscheiden, m\u00fcssen sich aussuchen, welche Aktion der Druck auf die FN-Taste ansto\u00dfen soll. Entweder blendet die FN-Taste die App-Steuerung ein oder aber die F-Tasten von F1 bis F12.<\/p>\n<p>F\u00fcr Anwender mit fester Kontrollleiste, die sowohl ihre F-Tasten als auch den neuen App-Bereich der Touch Bar nutzen m\u00f6chten, bietet Apple keine L\u00f6sung. Shift+FN? Fehlanzeige. Ihr m\u00fcsst euch entscheiden.<\/p>\n<h2>Die Alternativen machen ungl\u00fccklich<\/h2>\n<p>\u00abAlles halb so wild\u00bb, habe ich mir zumindest nach dem vierten Tag gesagt, weitere Rechner-Neuzug\u00e4nge aus Cupertino scheinen vorerst ohnehin nicht auf dem Programm zu stehen und eine wirkliche Alternative l\u00e4sst Apples MacBook-Lineup schmerzlich vermissen. \u00abIch werde mich da schon dran gew\u00f6hnen\u2026\u00bb<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/vergleich.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-101088\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/vergleich.gif\" alt=\"Vergleich\" width=\"700\" height=\"497\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch bereits einen Tag sp\u00e4ter erwische ich mich dabei, mich zumindest mal testweise durch die Konfiguration des MacBook Pro ohne Touch Bar zu klicken. Das Ergebnis m\u00fcsst ihr euch einfach selber mal anschauen!<\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr &#8222;Apples MacBook Escape&#8220; entscheidet, das zwar eine ebenfalls laute aber ansonsten ganz herk\u00f6mmliche Tastatur integriert und auf die Touch Bar verzichtet, bekommt einen schw\u00e4cheren Prozessor, eine kleinere Festplatte, keinen &#8222;Touch ID&#8220; Fingerabdruck-Scanner und zwei USB-C-Anschluss weniger als in der 13-Zoll-Maschine mit Touch Bar. Stockt man die Komponenten nun im Apple Online Store auf, erreicht man mit einer vergleichbaren (aber immer noch schw\u00e4cheren Hardware-Ausstattung) schnell einen h\u00f6ren Preis als als den, den Apple f\u00fcr das 13-Zoll MacBook Pro mit Touch Bar veranschlagt.<\/p>\n<p>Also noch mal: Schwachbr\u00fcstiger, weniger Anschl\u00fcsse, keine Touch Bar, kein Touch ID Scanner &#8211; aber teurer.<\/p>\n<p>Die Frage, die nun in der Luft hing: Willst du dich mit den Einschr\u00e4nkungen arrangieren, nur um nicht mehr in den miserablen Monitor des gealterten MacBook Air starren zu m\u00fcssen?<\/p>\n<h2>Bauchschmerzen<\/h2>\n<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Es hat nicht geklappt. Je l\u00e4nger ich das neue MacBook &#8211; inzwischen perfekt eingerichtet und mit allen mir wichtigen Anwendungen und Konfigurationsdateien best\u00fcckt &#8211; nutzte, um so intensiver \u00e4rgerten mich die kleinen, oben beschriebenen Macken.<\/p>\n<p>Zudem machte sich der finanzielle Aspekt (zumindest im Hinterkopf) als klassisches &#8222;Buyer&#8217;s remorse&#8220; bemerkbar. Zweieinhalbtausend Euro f\u00fcr eine Maschine, die zwar zum Anbei\u00dfen sch\u00f6n aussah, mich aber regelm\u00e4\u00dfig daran erinnerte, wie wenig treffsicher meine Finger und wie empfindlich meine Augen waren?<\/p>\n<p>Langsam aber sicher setzten Bauchschmerzen ein &#8211; ich k\u00f6nnte darauf hoffen, dass Apple zumindest die Konfigurationsoptionen und die Erkennung von Fehlbedienungen verbessern und mit entsprechenden Software-Aktualisierung ausstatten w\u00fcrde. Andererseits: Die leicht staubige Apple Watch, die sich in ihrem Schreibtisch-Dock schon seit Monaten in eine Art Winterstarre zur\u00fcckgezogen hat, erinnert mich daran, dass auch Softwar-Update nur schwer gegen ein initial schlechtes Bauchgef\u00fchl ankommen.<\/p>\n<p>Der Blick auf den Kalender machte die Sache dann konkret: Noch k\u00f6nnte ich das neue MacBook Pro problemlos zur\u00fcckgeben &#8211; wenn ich mich in drei Monaten jedoch erneut dabei erwischen w\u00fcrde \u00fcber die Touch Bar zu fluchen, g\u00e4be es keinen Weg mehr zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Klick. Browser auf. Apple Order Status. R\u00fcckgabeanfrage. Und den UPS-Paketschein ausgedruckt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/holland.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-101089\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/holland.gif\" alt=\"Holland\" width=\"700\" height=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und jetzt? Vielleicht zum 12 Monate alten iMac greifen? Das MacBook Air so lange runter-rocken bis eine Entscheidung erzwungen werden muss? In den sauren Apfel bei\u00dfen und das teure aber schlechtere Modell mit normaler Tastatur kaufen? Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung.<\/p>\n<p>Und um eins vorweg zu nehmen. Zumindest ifun.de-intern stehe ich mit der Entt\u00e4uschung \u00fcber die neue Wundermaschine nicht ganz allein da. Auch Kollege Chris steht kurz davor den R\u00fcckgabeprozess in Gang zu setzen. Vielleicht melden wir uns ja noch mal zu Wort, wenn auch hier eine Entscheidung getroffen wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/www.ifun.de\/touch-bar-furchtbar-unser-erstes-macbook-pro-tritt-die-rueckreise-an-101082\/\"><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/images.ifun.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/holland-150x150.gif\" class=\"alignright tfe wp-post-image\" alt=\"Holland\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" \/><\/a><p>Kurz und knackig: Das erste der beiden MacBook Pro-Modelle (13 Zoll mit Touch Bar und 512GB SSD), die wir uns direkt zum Verkaufsstart am 27. Oktober mit zus\u00e4tzlichem Arbeitsspeicher und einem L\u00e4cheln im Gesicht geordert haben, hat am Dienstag &#8211; nach einer Woche im Dauereinsatz &#8211; die R\u00fcckreise in Apples zentrales Europa-Lager angetreten. 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