Zukunftsmusik für Hobbyköche: “Gourmetsensor” mit iPad-Anbindung

29 Kommentare

Der neu angekündigter „Gourmetsensor“ von Cuciniale greift eine ähnliche Idee wie die iPad-Küchenwaage von Beurer auf, allerdings auf deutlich höherem Level: Kochbuch-Apps haben wir genug, aber wie lässt sich erweiterter Nutzen aus dem Einsatz von iOS-Geräten in der Küche ziehen?

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Eine zugehörige App soll hier als interaktiver Kochassistent dienen und ihren Nutzern dabei helfen, jedes Gericht auf Profikoch-Niveau zuzubereiten. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein zum stolzen Preis von 430 Euro vorstellbarer „Gourmetsensor“, bei dem es sich vermutlich allerdings lediglich um ein besseres Bluetooth-Thermometer handelt – mit detaillierten Infos hält sich der Hersteller bislang leider stark zurück. So soll der Sensor in Verbindung mit der App dabei helfen, die richtige Temperatur des Kochgeschirrs zu erkennen (also die passende Stufe am Herd auszuwählen) und den optimalen Gargrad zu erreichen. Unter Berücksichtigung dieser Werte führt die zugehörige App dann angeblich sicher zum Wunschergebnis. Aber 430 Euro? Hui, die Idee ist sicherlich reizvoll, aber diesen Kaufpreis rechtfertigt die derzeit veröffentlichte Leistungsbeschreibung wohl kaum.


(Direktlink zum Video)

Dennoch ist es sowohl für Gelegenheits- als auch angehende Profiköche interessant, die Entwicklungen beim Zusammenspiel zwischen dem Kochgeschirr und iOS-Geräten zu verfolgen. Rezepte-Apps haben sich längst etabliert und nicht umsonst erfreuen sich Wand- und Küchenhalterungen reger Nachfrage. Als nächste Stufe macht die Koppelung Geräten und Apps bzw. Software durchaus Sinn und wird teils ja auch bereits praktiziert. Hersteller wie Miele experimentieren mit „intelligenten“ Kühlschränken, die Rezepte auf Basis ihres Inhalts vorschlagen, oder haben bereits einzelne Geräte in iOS-Apps eingebunden (z.B die Miele-App). Konnektivität von Waschmaschine oder Herd wird schon bald ein relevanter Faktor bei Kaufentscheidungen sein. (Danke Michael)

Diskussion 29 Kommentare.
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  1. Wow, ich bezeichne mich mal als amateurhaften Hobby Koch, der versucht jeden Tag was (neues) zu kochen. Da helfen mir schon die kochbuchapps was neues zu finden, aber selbst ich kann jetzt schon so gut kochen das es gut schmeckt (zum Leid meiner Familie und Freunden, welche immer als Testesser herhalten mussten (jetzt essen sie es gerne)).
    Ich glaube, das Projekt hier wird ne Todgeburt wie das iPhone5c in Europa…

    — Toilettenpapier3000
  2. Ein Haufen weißer Menschen, die sich beim Kochen unnötig arg betrinken, und ein Thermometer für 430 €, das den durchschnittlichen Nutzer wohl eher beim Kochen stört, als ihm Mehrwert zu bieten.
    Haut mich jetzt nicht so vom Hocker.

    — Haller
    • Das mit dem betrinken beim kochen kann Alfred Biolek aber noch um Klassen besser!
      Und für das Geld würde ich mir das Teil niemals kaufen.

      — Bernd Winki
  3. Wir, eine Gruppe von Hobbyköchen, kochen seit 7 Jahren einmal monatlich zusammen. Dabei haben wir im Laufe der Zeit viel Erfahrung gesammelt und –wie wir glauben- auch unser KOCH-Niveau gesteigert und weiterentwickelt, sodass man heute sicherlich die Ergebnisse mit gut bis gehoben bewerten kann.
    Vor diesem Hintergrund waren wir bei der Vorführung anfänglich natürlich skeptisch, ob das neue Gerät wirklich etwas bringt, zumal es ja rein optisch nur wie ein herkömmliches Kerntemperatur-Thermometer aussieht, das wir ja schon kannten und auch schon benutzt haben. Diese Skepsis legte sich dann aber, als wir das Gerät verstanden haben und vor allem die Ergebnisse sahen. Diese waren wirklich beeindruckend, optisch und vor allem auch geschmacklich waren die Garungen „auf dem Punkt“ und durchgängig gelungen, egal, ob Rinder-Filet, Hähnchenbrust oder Risotto.
    Für uns ergeben sich im Wesentlichen folgende Vorteile:
    · Reproduzierbarkeit der Ergebnisse unabhängig von Menge, Fleischbeschaffenheit (Dicke, Größe) und Kochplatte
    · Kein Experimentieren (immer wieder nachsehen, ob Garprozess wie gewünscht läuft) und damit „relaxtes Kochen“
    · Die Technik ist toll, da Fisch im Ganzen, filetiert von Lachs bis Dorade und auch alle Fleischgerichte von Roastbeef über Rinderfilet bis zum Kotelett gelingen
    · Für Zu Hause: das „schnelle Steak“ zum Salat ( oder Fisch, oder Lamm….) gelingt ganz nebenbei, man hat schon beim Kochen Zeit, ein Glas Wein zu trinken…………

    Fazit:
    Ein sehr tolles Stück Technik, was man zwar nicht unbedingt braucht, was aber echten Nutzen bieten kann und das Leben schöner macht……….und Weihnachten steht ja auch vor der Tür

    Viele Grüße
    Klaus Juergen Zimdahl

    — Klaus Juergen Zimdahl
  4. Schmeiß das iPhone zu dem Käse und Schinken ist das Cordon Bleu und wenn es vibriert ist es fertig. ..

    das wäre mal was

    — kev
  5. Völlig überzogener Preis!
    Zum grillen gibt es schon so etwas ähnliches, es meldet wenn das Steak den gewünschten Garpunkt erreicht hat und blinkt dann auf. Nur fehlt die BT Anbindung…

    — LordLord
  6. Das ist schlicht und ergreifend Abzocke, Solche Anbieter sollten sich einfach nur schämen- oder freuen, wenn sie jemand Dummes gefunden haben .
    Dann doch lieber betrinken!

    — Berid
  7. Was echt genial an dem Ding ist, dass man schön mit den Fettfingern auf dem IPad rumtoucht und Versucht irgendwelche Anleitungen zu Befolgen.
    Geniales Konzept, echt. Und erst der Schnäppchenpreis …

    — Monkey
  8. Auch igrill ist Schrott. Nichts womit man professionell arbeiten kann. Beim Grillen (bzw. BBQ) ist Redi Check das non plus Ultra. Alles andere ist Spielzeug.

    — Jan
  9. Solch ein Schwachsinn. Ein billiger Thermometer und eine App für minderbemittelte Tussen, die von Ihrer Mutter nichts gelernt haben außer das Rauchen. …ach, und der iPad ist auf Pump gekauft und wird seit 2 Jahren abbezahlt…

    — Jendrik
  10. …ach….und meine Freundin fragt gerade, ob sie das Teil auch in ihre Muffins mit in den Ofen stecken kann…. mjamm… lecker…. Muffins mit zerschmolzener Billig-Kunststoff-Glasur…für 430 Euro …..ein Schnäppchen

    — Jendrik
  11. Also ich finde die Idee klasse, wenn die Behauptungen stimmen ist das Teil gekauft. Im Vergleich zu anderen Küchenutensilien, wie Thermomix, Kitchenaid etc. ist es sogar ein Schnäppchen.

    — Nanhu
  12. Wow. Selten so ein schlechtes Produktvideo gesehen. Nicht nur, dass sich der eigentliche Inhalt während der dreieinhalb Minuten sechs mal wiederholt, nein – das ganze wird auch noch mit ganz billiger Musik untermalt und die Werbegesichter sehen alle aus, als ob sie während des Drehs unter LSD-Einfluss standen, um diese kleine Revolution *hust* auf dem Markt für Kochzubehör “authentisch” rüberbringen zu können.

    — Tim
  13. 430€ ist schon wucher ABER die Idee dahinter ist genial! ich koche zwar gerne aber wann was und wie lang in die ofanne soll blick ich nicht durch. wenn man keine routine hat dann ist der fisch mal zäh mal roh genauso wie das fleisch. nudeln sollte glaub ich jeder hinkriegen. oder kartoffeln. aber wie gesagt: 430€ für einen profikoch sinnlos. für einen hobbykoch eher was aber nicht zu diesem preis. da müsste mal erneut kalkuliert werden.

    — keKs
  14. Ist schon erstaunlich, was hier wieder für Kommentare abgelassen werden, ohne auch nur einen echten Bericht gelesen oder gar das Gerät live erlebt zu haben. Im übrigen ist die Idee bei Profiköchen sehr beliebt, da gibt es so etwas schon länger, aber natürlich zu einem ganz anderen Preis.

    — Mark Schmidt
  15. Ich arbeite nun schon seit geraumer Zeit als Koch und habe auch schon einige Geräte ausprobiert. Mein Fazit: ein Infrarotthermometer (hat mich 10€ gekostet bei Conrad) und ein ordentlicher Bratthermometer (Oberklasse bei 30€ analog oder ca. 50€ digital) ist alles was man braucht. Optimalerweise hat man einen Dampfgarer oder Konvektomaten mit eingebautem Thermometer, aber das dürfte den meisten Hobbyköchen verwehrt sein. 400nochwas Euro würde ich niemals für einen Thermometer ausgeben, auch wenn er mir die Hoden kneten würde

    — Lev
    • Nur, dass der GourmetSensor kein Thermometer ist, sondern ein hochkomplexer Sensor, der nach Aussage der Cuciniale Webseite “Gewicht, Dicke, Gewichtsanteile zwischen Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und Wasser und Ausgangstemperatur” erfasst. Und mit einem Bratthermometer bekommen auch die meisten Profiköche kein vernünftiges Ergebnis zurande. Es ist schon armselig, was sich heute alles Koch nennt.

      — Mark Schmidt
      • Ja, genau, ohne das Plastikspielzeug hier ist ein Koch natürlich kein Koch.
        Lieber Herr Schmidt, wie Sie sehen kommt Ihr Produkt hier nicht an. Also machen Sie sich nicht die Mühe und sprechen Sie lieber noch mal mit Ihren Kollegen in der Marketingabteil, ob diese nicht lieber ihre Zielgruppe überdenken möchte.

        — Haller
      • Ich habe wirklich wohlwollend versucht, mehr über das Produkt in Erfahrung zu bringen. Allerdings sehe ich nirgendwo einen Konkreten Hinweis auf den Mehrwert bzw. die Mehrfunktion. Dass ein Sensor dieser Art das Gewicht erfassen kann, halte ich für Humbug. Das sieht für mich nach nicht mehr als einem Thermometer aus, das eben zunächst die Pfannentemperatur vorgibt und dann die Kerntemperatur misst – quasi iGrill für die Küche.

        chris
  16. Hui ist das teuer. Mein Miele-Backofen hat so was bspw. schon seit längerem integriert in der Klappe; kann man heraus nehmen und bspw. in den Braten stecken und der kommuniziert direkt mit dem Backofen (den es am meisten interessiert) und nicht mit dem Handy ..

    — iSr

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