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Zeitschriften auf dem iPad: Neue Abo-Modelle und Alternativen

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22 Kommentare 22

Das „Digital Publishing“ auf dem iPad steckt immer noch in den Kinderschuhen. Die Verlage sind größtenteils noch dabei, ihre ersten Schritte zu machen und die damit verbundenen Erfahrungen zu verdauen. Hinzu kommen angebliche Unstimmigkeiten mit Apple im Bezug auf Abonnement-Angebote direkt über die Apps.
Daher sorgt die Veröffentlichung der iPad-App des People Magazine nun über die USA hinaus für Schlagzeilen. Dessen Verleger Time Inc. musste sich nicht nur mit Apple über die Modalitäten bezüglich eines Abo-Angebots einigen, sondern bekam darüber hinaus Ärger mit den für die Printausgabe zuarbeitenden Fotografen – diese wollten in Anbetracht dieser sicher nicht irrelevanten Ausweitung des Vertriebsgebietes zusätzlich abgegolten werden.

Seit gestern ist das People Magazine nun kostenlos im App Store erhältlich, die mit Celebrity-Klatsch-und-Tratsch vollgepackten monatlichen Ausgaben können aus der App heraus zum Preis von jeweils 2,99 Euro erworben werden. Erfreulich für Abonnenten der Printausgabe (und zugleich vorbildliche Bestandskundenpflege) ist die Regelung, dass diese das iPad-Abo umsonst bekommen.

Davon könnten sich einige deutsch Anbieter eine Scheibe abschneiden. Inoffiziell bietet die App News + Magazine HD (Test kostenlos, dann einmalig 2,99 Euro) einen ähnlichen Service für Abonnenten von “Spiegel”, “Süddeutsche Zeitung”, “Die Welt”, “Handelsblatt”, “Die Zeit”, “Hamburger Abendblatt” und “Wirtschaftswoche”. Diese haben mit der App die Möglichkeit, die kostenlosen E-Papers dieser Angebote ohne Aufwand aufs iPad zu laden und in Kioskform zu archivieren. Der Nachteil: Man ist komplett von einem Drittanbieter und dessen Willen zur Produktpflege abhängig, darüber hinaus haben die Verlage jederzeit die Möglichkeit, einen technischen Riegel vor diese Geschichte zu schieben.

Einen anderen Weg geht das die von uns hier ausführlich vorgestellte, kostenlose App PressReader (Bild oben). Das Angebot verzichtet zwar auf Multimedia und sonstigen Schnickschnack, bietet dafür aber eine beachtliche Auswahl internationaler Publikationen (darunter auch „Tagesspiegel“ und „Kicker“) zum kleinen Preis – auch als Abo. Gerade mal 79 Cent beträgt der Preis für eine frei wählbare Einzelausgabe, für weniger als 30 Euro monatlich kann man sich beliebig viele Zeitungen und Zeitschriften aufs iPad laden. Zum Testen enthält die App ein paar Gutscheine für kostenlose Einzelausgaben.
Die Downloads ähneln in ihrer Darstellung einer einfachen PDF-Ausgabe, jedoch lassen sich einzelne Artikel auch in einer benutzerfreundlichen Lese-Ansicht anzeigen, teilweise kann man sich die Artikel sogar vorlesen lassen. Schaut euch dazu einfach das unten eingebettete YouTube-Video an.

Freitag, 20. Aug 2010, 7:56 Uhr — Nicolas
22 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Hmm ein zwei Jahresabo von drei, vier Zeitschriften
    die ich mir eh als Print kaufe und dafür ein subventioniertes iPad das rund 200? unter dem normalen VK liegt, würde ich abschließen.

  • Ich habe von Beginn an den Spiegel als E-Paper für 26,00 ? p.A. abonniert (erst iPhone, dann auch iPad) und bin sehr zufrieden; besonders mit der Performance auf dem iPad.
    Ach ja: Die 26,00 ? sind zusätzlich zu meinem Printabo!!

  • Ach schade für dich dass man die bunte noch nicht laden kann. Was??

  • Offtopic.
    Ich Rufe hiermit alle Bayern Hasser dazu auf sich unserer diskusion im Top Gun push anzuschließen.
    Daaaaannnnnkkkkeee

  • Das mit dem SPIEGEL-Abo habt ihr nicht wirklich verstanden, oder? Das E-Paper-Abo dort gab es ja schon viele Jahre vor dem iPad und berechtigt zum Lesen des aktuellen SPIEGEL als PDF auf irgendeinem Gerät (ungeschütztes PDF!). Sie haben nur eine spezielle auf das iPad angepasste Variante mit integrierten Videos herausgebracht, die man aber als E-Paper-Abonnent genauso nutzen kann wie bisher das PDF auf seinem Mac. Wo ist da also die Abhängigkeit von einem Dritten und deren Produktpflege?

  • Mir scheint, du hast etwas nicht verstanden: Der Satz mit der Abhängigkeit bezieht sich auf die in diesem Absatz erwähnte App. Von deren Entwicklern ist man abhängig, wenn man sich für diese Lösung unterscheidet. Die App macht ermöglicht es, die PDFs zu sammeln und komfortabler herunterzuladen.

  • @chris-ifun: Eben nicht. Man kann ja auch ohne App auf die bezahlten Inhalte zugreifen – mit jedem Brower. Mal abgesehen davon, dass die SPIEGEL-App gerade keine PDFs sammelt und herunterlädt, sondern dass das spezielle Inhalte sind, die anders als PDFs kein starres Layout haben (technisch wird das intern EPUB sein).

  • Wie wäre es mit einem App wo man per in-App Purchase einfach jede Ausgabe kaufen kann. Die erste sollte kostenlos zum testen sein und ein angemessener Pris der natürlch unterhalb des Printmagazins liegt. So kann Apple sich ncht beschweren, die Kunden haben wasche wollen ohne lästiges Abo, keine Ausgaben doppelt da man gezielt kaufen kann. Die Inhalte sind durch die Print Magazine „bezahlt“ und stellen somit lediglich einen Zusatzverdienst dar, wo ein Teil in die Grafische Umsetzung für das iPad einfließen. So schwer ist das alles doch garnicht?!? Ich verstehe die Verläge einfach nicht und boykottiere alles was nach Abo, extrem überteuertem Early-Adopter (Versuchskaninchen) aussieht. Dann sollen sie doch am ihrem Papier zugrunde gehen….

  • @geWAPnet: und nochmal: es geht da NICHT um die Spiegel-App, sondern um die App „News + Magazine HD“. Wenn man die nutzt ist man abhängig vom Anbieter der App und ebenso von der – nehmen wir jetzt mal die SZ Beispiel – sobald die was an ihren Download-Seiten ändern funktioniert der automatisch DL nicht mehr.

    Die Spiegel-App ist eine andere Baustelle, für mich indiskutabel solange die Einzelausgabe teurer als das gedruckte Heft inklusive PDF ist.

  • Zum Spiegel: Wenn die das so machen wie People, Print-Abonennten bekommen die App umsonst, dann ist das ein stimmiges Angebot.

  • @chris-ifun: Das „Diese“, mit dem der Satz „Diese haben mit der App die Möglichkeit …“ anfängt, bezieht sich ja wohl eindeutig auf „Abonnenten von Spiegel, Süddeutsche Zeutung, …“ im vorherigen Satz. Insofern bezieht sich auch das, was hinter „Nachteil:“ steht, auf die Apps dieser Zeitungen und Zeitschriften und NICHT auf die App „News + Magazine HD“. DARAUF bezog sich meine Richtigstellung insbesondere zum SPIEGEL.

    @Komacrew2007: Genauso so war es ja bisher – siehe z. B. Wired. Der Bedarf ist aber gerade da, ein vorhandenes Abo außerhalb des App-Stores auch mit Apps zu nutzen. Beim SPIEGEL ist das möglich, aber leider nur mit dem bereits vorhandenen E-Paper-Abo und nicht mit dem Print-Abo.

  • @chris-ifun: Okay, jetzt habe ich verstanden, was Du sagen willst. Wäre vielleicht noch wichtig zu ergänzen, dass der Hersteller von „News + Magazine HD“ selbst angibt, dass es technische Probleme mit SPIEGEL, Handelsblatt und Wirtschaftswoche gibt.

  • Das beim Spiegel liegt an Apple!
    Der Spiegel darf seine Ausgaben nicht am Store vorbeischieben, außer bei Bestandskunden. Vom Preis der Einzelausgabe (3,99?) gehen also ab:
    19% MwSt.
    30% Umsatzanteil Apple
    Zusätzlich enthält die EPUB-Ausgabe keine Werbung (Haupteinnahmequelle des Spiegels)

    Ich finde es auch nicht gut, dass die Ausgabe teurer ist als der Print-Spiegel, aber hier tut Apple auch wirklich alles, um einen durchschlagenderen Erfolg zu verhindern, das muss auch mal gesagt sein!

  • @SGAbi: Diese Argumentation nutzt der Spiegel, kommt mir allerdings recht oberflächlich vor. Natürlich nimmt Apple was dafür, die 30% stehen nicht nur für Unkosten, sondern einfach auch als Provision für Kundenvermittlung.

    Wie sieht’s denn bei der Printausgabe aus? Da fallen neben Druckkosten Lagerhaltung und Logistik an, Abo-Werber bekommen auch Prämien und am Ende will noch der Kioskbesitzer was ab. Da wird deutlich weniger beim Spiegel selbst hängen bleiben.

  • Sobald es auch Zeitschriften wie Gamepro,PcAction usw. gibt wirds interessant

  • Gibt es eiegntlich auch Comics bzw. Graphic novels zum lesen?

  • iPhoner4 in spe

    leider dauert das wohl doch länger als angenommen, konfortabel und vor allem fair und bezahlbar seine Zeitungen und Zeitschriften auf dem iPad zu lesen und damit auch mitnehmen zu können und lesen wo und wann man will (ja ich kann das ganze auf papier auch mitnehmen :-), aber nicht so komfortabel).

    Bis hier meine Örtliche Tageszeitung (Main-Echo)auf dem iPad abrufbar ist, kann ich wahrscheinlich ne halbe Ewigkeit warten. PC-Welt, PC-Praxis. Computerbild und Connect wären ja auch schon wunderbar wenns so wäre).

  • iPhoner4 in spe

    jW: Was zum Henker sind denn Graphic-Romane??????

  • Grafik-Roman ist ein cooles Wort für Comic.

  • iPhoner4 in spe

    Hab die App ausprobiert. Sehr dürftig! Aus Deutschland nur 2 (!!) Zeitungen halbwegs brauchbar, Tagesspiegel und Kicker. Überwiegend dann Klitzekleine Zeitungen vom gleichen Verlag oder so.
    Besonders ärgerlich ist das man die Artikel bequem anklicken kann und ein eigenes neues Fenster aufgeht mit dem Text, sogar vorlesen lassen kann, was aber NUR bei einigen ausgewählten Zeitungen geht. Na super.

    Hab den „Schrott“ wieder gelöscht. Zahlen ist ja auch ok, aber z.Zt. ist die App uninteressant. Und was interessiert mich Chile, USA, Takatukkaland etc. ;-)

  • Ein prima Comic Reader für iPhone und iPad ist Comics – das Du den noch nicht gefunden hast… Viele kostenlose peobeausgaben zum antesten, pro weiterem Heft 79ct bis 1,59, bei nem Ladenpreis von 5 bis 25? (Sandman, sehr zu empfehlen) ein mehr als akzeptabler Preis!

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