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Zu viele Einschränkungen durch Sandboxing:

Web-Editor Coda verlässt den Mac App Store

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13 Kommentare 13

Der Web-Editor Coda wird mit der nächsten Version 2.5 nicht mehr im Mac App Store erscheinen. Wie die Entwickler mitteilen, scheitert die Veröffentlichung im Mac App Store an Apples Sicherheitsrichtlinien. Das sogenannte „Sandboxing“, also die Tatsache, dass Mac-Apps quasi in Quarantäne agieren, um Nutzer- und Systemdaten zu schützen, würde den geplanten Funktionsumfang der Software zu stark einschränken.

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Die Coda-Entwickler betonen in ihrer Stellungnahme, dass sie beim Versuch, Coda 2.5 über die Eingangsschwelle des Mac App Store zu heben, hervorragend von Apple unterstützt wurden. Allerdings hätten alle gemeinsamen Versuche nicht zum gewünschten Ziel geführt und man habe sich nun entschieden, das Update außerhalb des Mac App Store zu veröffentlichen, damit die Nutzer nicht noch länger darauf warten müssen.

Apples Sandbox-System nun aufgrund dieser Tatsache zu verteufeln wäre sicherlich die falsche Reaktion. Grundsätzlich dürfte diese Schutzeinrichtung dem „normalen“ Endanwender mehr Vor- als Nachteile bieten. Der aktuelle Vorgang zeigt aber, dass in diesem Zusammenhang auch ein paar Kompromisse gemacht werden müssen. Letztendlich ist es wie bei einer mit drei Schlössern gesicherten Haustür: ihr lebt zwar sicherer, habt aber auch mehr Umstände beim Aufschließen.

Wie kommen Bestandskunden an das Update?

Auch wenn ihr Coda 2 im Mac App Store gekauft habt, könnt ihr kostenlos auf die kommende Version 2.5 updaten. Lasst dazu einfach die 2er-Version auf eurem Mac und ladet Coda 2.5 nach Verfügbarkeit von der Webseite der Entwickler. Das Programm erkennt beim Start die Mac-App-Store-Lizenz und damit die Berechtigung zum kostenlosen Update.

Einen genauen Termin für die Veröffentlichung von Coda 2.5 haben die Entwickler nicht genannt, allerdings scheint die Freigabe in Kürze geplant.

Donnerstag, 15. Mai 2014, 10:14 Uhr — Chris
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  • Hans Werner von Umwucht

    Zum Glück gibts nicht viele Bereiche die durchs Sandboxing behindert werden.
    Und zum Glück hat Apple das OSx noch nicht wie iOS beschnitten (vllt kommts ja jetzt mit der annäherung an iOS?), sollte es irgend wann mal so sein das man nur noch software ausm AppStore am Rechner installieren können, wars das letzte Update für meinen mac :D

  • Klingt nach einer guten Lösung bzgl. der Lizenz

  • Sowieso schwachsinnig Entwickler-Tools in den Mac App Store zu bringen! Kleingeister.

  • Benutze selbst seit längerem Coda.
    Mir ist aber schleierhaft wie ein Web-Dev Tool mehr Rechte bräuchte als es die Sandbox zulässt? Hat einer hier eine Idee? Mir fällt nur das jeweilige hinterlegte Zertifikat ein, so dass das OS X nicht anfängt zu motzen.

    • das fängt schon beim zugriff au (metadaten von) fotos an. siehe z. b. MultiMarkdownComposer. auch dessen entwickler muss zweigleisig fahren. zwar kann man die app über den appstore laden. aber nur die version von der website des entwicklers bietet alle funktionen. zum glück muss man auch hier die app kein zweites mal kaufen. allerdings muss eine version aus dem appstore installiert sein, nimmt also zusätzlichen speicherplatz ein.

    • Suche mal im Panik Blog. Um die Zeit als Coda in den Mac App Store kam, gab es einen Artikel in dem die wichtigsten Anpassungen gezeigt wurden, die für den Mac App Store notwendig waren.

  • Habe Coda 2 seinerzeit im App Store gekauft, um per iCloud meine beiden Macs zu synchronisieren. Hat auch gut geklappt. Kurz darauf fiel ein Mac weg und Panic hat die Update-Möglichkeit zur Webseiten-Version eingeführt – seitdem ist nur noch diese Version installiert und es gab noch nie Lizenz-Probleme. Bin auf die 2.5er und die neuen Funktionen gespannt und finde den Weg gut.
    Dann funktioniert vielleicht auch endlich mal der Austausch zwischen Coda und DietCoda (das es immerhin auch schon seit zwei Jahren gibt). Im Moment dümpelt es nur auf dem iPad, da ich keine Lust habe, über 30 Seiten manuell zu pflegen.

  • “ Letztendlich ist es wie bei einer mit drei Schlössern gesicherten Haustür: ihr lebt zwar sicherer, habt aber auch mehr Umstände beim Aufschließen.“

    Ja, man kommt nicht mehr in die Wohnung, weil der dritte Schlüssel in Übersee gelagert wird.

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