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Video: iTunes Store und die Daten in eurer Musik

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Das ist vielleicht eine Aufregung. Das halbe Web macht sich zur Zeit einen Kopf, was Apple wohl für Daten in die DRM-freien Tracks des iTunes Store einbettet und wir hatten in der News vom 30. Mai nur einen kurzen Themen-Abriss. Tragen wir mal kurz die Fakten zusammen: Die im iTunes Store gekauften Tracks beinhalten neben den eigentlichen Daten für Musik und Meta-Informationen der Lieder, auch Infos über euren iTunes-Account. Ganz offensichtlich, da im Klartext vorhanden, sind Name und eMail-Adresse (bzw. Apple-ID) des Account-Inhabers.

Zudem, und hier sind die Jungs der EFF am werkeln, könnten in den zusätzlichen Datenpaketen der Lieder (aktuelles Beispiel ist der Daftendirekt-Track von Daft Punk) weitere Informationen versteckt sein. Was genau weiss momentan noch keiner – glaubt man der EFF sind Wasserzeichen wohl auszuschliessen.

Aber machen wir uns nichts vor. Kein DRM, bedeutet noch lange nicht keine Personalisierung. Schon mit dem Launch des iTunes Music Store wurden die eigenen Account-Daten in frisch erworbene Tracks eingebettet. Wer auf Nummer sicher gehen will, konnte und kann sich Audio-CDs brennen und diese wieder re-importieren, kleinere Bugs mal aussen vor. Die DRM-freien Lieder lassen sich nun sogar mit nur einem Mausklick ins MP3-Format bringen, und sollten die zusätzlichen Datenpakete so komplett verlieren.

Wir haben uns mal die Mühe gemacht und mit einem Hex-Editor in die entsprechenden Lieder geschaut. Behält man die Länge der einzelnen Abschnitte bei, lassen sich die eigene eMail-Adresse und der Name durch Leerzeichen ersetzen und so der offensichtliche Personenbezug aus dem Lied entfernen.

Ein kleines (internes) Proof-Of-Concept App für den Mac haben wir auch geschrieben. PrivAACy entfernt Name und Mail-Adresse aus den gekauften Liedern via Drag and Drop. Momentan noch sehr rudimentär, lassen sich bisher nur einzelne Lieder bearbeiten und dieses auch nur wenn weder Sonder- noch Leerzeichen Teil ihres Dateinamens sind. PrivAACy erstellt ein Backup des Songs in einem Extra-Ordner, fragt nach der Apple-ID, sucht diese im Song und ersetzt sie durch Leerzeichen. Den Bereich des eigenen Namens ersetzt unser Tool durch einen „No Name“-String.

Es ist also alles machbar, und unserer Meinung nach kein Grund zur Panik. Mehr Infos zu PrivAACy gibt es im angehangenen Video.

Sonntag, 03. Jun 2007, 23:27 Uhr — Nicolas
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