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TV-Tipp: Tod eines Internet-Aktivisten

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Die deutsche Wikipedia komprimiert die wichtigsten Eckdaten zu Aaron Swartz auf zwei Sätze: „Swartz, geboren am 8. November 1986, war ein US-amerikanischer Programmierer, Autor und Hacktivist. Er setzte sich für freien Zugang zu Inhalten des Internet, gegen Zensur und für freien Zugang zu Wissen ein.“

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Bild: Daniel Sieradski

Am 11. Januar 2013 beging Aaron Swartz Suizid.

Der junge Hacker, der unter anderem zu den Gründern des Online-Portals Reddit zählte und am RSS-Standard mitarbeitete, wurde 2011 angeklagt 4,8 Millionen wissenschaftliche Artikel von dem Zeitschriftenarchiv JSTOR illegal heruntergeladen zu haben.

Der drohende, langwierige Prozess, die mögliche Strafe von 35 Jahre Haft und eine fortgeschrittene Depression sollen für den Selbstmord, drei Monate vor Prozess-Beginn, verantwortlich gewesen sein.

Mit „The Internet’s Own Boy“ gibt es inzwischen eine Dokumentation über Swartz, die in der frühen Mittwoch Nacht auf ZDFinfo ausgestrahlt wird und sich bereits jetzt in der ZDF-Mediathek anschauen lässt.

Sendetermin ist in knapp acht Stunden am Mittwoch, den 07. Januar um 01:05 Uhr. 105 Minuten lang. Ernüchternd. Spannend.

Der Film erzählt die Geschichte des Internet-Aktivisten und Entwicklers Aaron Swartz, einem Wunderkind der Programmierkunst. Von seiner Mitarbeit bei der Entwicklung des Web-Feed-Formates RSS bis zu seiner Beteiligung bei der Gründung von Reddit hat Aaron Swartz seine Fingerabdrücke überall im Internet hinterlassen. Sein Eintreten für soziale Gerechtigkeit und freien Zugang zu Informationen im Netz verstrickte ihn in einen juristischen Albtraum, der mit seinem Suizid endete.

Dienstag, 06. Jan 2015, 17:27 Uhr — Nicolas
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  • Inzwischen sollte man ahnen, dass Aaron kein Suizid begangen hat. Aaron reiht sich meiner Meinung nach ein in die Kette der von Geheimdiensten herbeigeführten Suizide. Die die sich in den Kreisen bewegen Wissen darüber Bescheid. Diese Doku reiht sich ein in die geschichtsfälschende Wissensmanipulation finanziert von CIA-konformen „Tochtergesellschaften“. Snowden lässt grüßen…

  • googmanklatscher

    Das solltest du nicht nur die leute fragen, die kommentieren sondern viel lieber die leute, die die dokumentationen machen. Die fragt in der regel nämlich keiner, nimmt aber jeder für bahre münze.

  • kann man eigentlich Filme aus Mediatheken aufs iPad laden?
    Wenn ja,wie geht das??

    • Ja, aber mit Umweg über den Desktop-Rechner. Film bspw. über die Mediathek downloaden, eventuell konvertieren, dann auf das iPad laden.

    • Oder mit Apps wie Tube D/L oder Video D/L. So hab ich das bei App Der Film auch gemacht. Ob es die Apps noch im Store gibt weiß ich aber nicht.

    • Twittelatoruser

      Es ist zwar versteckt, aber in der Regel ist der Film als MP4-Download direkt vom Server erhältlich. Das Einfachste ist, den Film auf der Mediathek aufrufen und im Quellcode der Seite den Link zum Video suchen. Den Link kopieren und zur Sicherheit im Browser als Versuch eingeben, um festzustellen, ob man den richtigen Link ausgesucht hat. Unter iOS kann man glaube ich nicht den Quellcode anschauen.
      .
      Für Deppen, die behaupten, dass ich spinne, weil nur Flash geliefert wird: Wenn man den Server kontaktiert (Mediathek aufruft), darf er nicht erfahren, dass Flash im Browser möglich ist. Das Einfachste um dies zu erreichen ist einfach komplett Flash aus dem Browser zu deinstallieren. Das Schöne ist dann, dass viele Seite wie Youtube dann MP4 liefern statt dieses schreckliche Flash.

  • @Dieter: mit „iCab“
    Habe vorhin den Link gepostet, schon mal bei ifun Ticker gesehen. Wurde wahrscheinlich wegen des Links nicht zugelassen.

  • Verschwörungstheorie hin oder her. Fakt ist, dass Swartz den US-Behörden massiv (!) ans Bein gepisst hat, öffentlich als Galionsfigur gegen den Überwachungsstaat eintrat, sehr, sehr engen Kontakt zu diversen bekannten und unbekannteren Hackergruppen unterhielt (die Frage ist, in wie weit dieses Wunderkind involviert war) und sich stets mit einem „mystischen“ „ich weiß mehr als ihr alle denkt“ umgab.

    Eine Person also, die sich auskannte (ich danke Gott für RSS), eine Meinung hatte, die völlig konträr der Staatsordnung verlief und die viele Anhänger für sich und seine Vorhaben begeistern konnte. Wenn Swartz an US-Unis sprach, waren alle anderen Hörsääle leer.
    So einen will man nicht, wenn man hochprofessionell die Welt überwachen will, man braucht ein konformes Volk, kein irritiertes, aufgeklärtes Volk. Doppelt blöd wäre eine Führungsfigur, die die Massen gegen den Staat mitreißen würde.
    Seltsam, dass er dann einfach so starb. Komisch, komisch.

    • Er starb nicht „einfach so“, schon gar nicht komisch. Er nahm sich das Leben.
      Möglicherweise, weil seine (lebensbedrohliche) Erkrankung (Depressionen) und enormer existentieller Druck durch Behörden und Gerichte zusammenkamen.

      Den Film kann man übrigens auch auf YouTube sehen, für alle, die sich genauso über die Dominanz von Flash in (öffentlich-rechtlichen!) Mediatheken ärgern:
      —> https://www.youtube.com/watch?v=sYNj_9beRjs

      • Die Mediatheken der öffentlich rechtlichen funktionieren einwandfrei ohne Flash.
        Da ich Flash von meinen Geräten verbannt habe, kann ich es mit hundertprozentiger Sicherheit sagen.

        Im übrigen kann man ja auch per iPad, iPhone was auch immer, auf denen kein Flash ist, die Angebote der Mediathek auch nutzen.

        Flash wird nur leider automatisch verwendet, wenn er auch installiert ist. Deswegen einfach weg damit und gut ist.

  • Ja, aus der ZDF Mediathek z.B. mit „Video D/L“. Allerdings in schlechterer Qualität als wenn man die Filme direkt ansieht.

  • evtl. via vavideo.de, falls es dort erscheint.

  • Immer und immer wieder dieser falsche Begriff „Selbstmord“. Es gibt keinen Selbstmord, korrekt wäre Selbsttötung.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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