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Software: Freie Podcatcher sind tot

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Eigentlich hatten wir heute vor, euch ein Roundup der besten Podcatcher für Windows, Mac und Linux zu bringen. Alternative, kostenlose Clients die vielleicht genau das bieten, was ihr an der in iTunes implementierten Podcast-Lösung bisher vermisst habt. April 2007, so haben wir gedacht, dürfte ein guter Zeitpunkt dafür sein. Spreu und Weizen haben sich getrennt, der Podcast-Hype ist vorbei und auch die Entwickler sollten genug Zeit gefunden haben eigene Clients zu veröffentlichen bzw. Up-to-Date zu halten. Doch nachdem wir unser Artikel-Intro bereits fertig geschrieben hatten, und uns auf die Suche nach aktuellen Podcatchern gemacht haben, wurden wir böse überrascht.

Anlass sich nach freien Podcatchern umzusehen gibt es genug. Offene Betriebsysteme, eine Podcast-freie Musikbibliothek, billige MP3-Sticks ohne iTunes-Support oder der Wunsch nach BitTorrent-Unterstützung, sind nur ein paar der möglichen Gründe. Doch die One-Klick-Links zum abonnieren neuer Feeds, der automatische iPod-Sync, die Bookmark-Funktion und die (auch grafische) Unterstützung, mit Kapiteln versehender AAC-Dateien machen iTunes anscheinend konkurrenzlos.

Nimiq, einer der ersten Windows-Podcatcher ist in seiner jetzigen Version (abgesehen von einem minimalen Update) noch immer auf dem Stand von 2005. Da er Microsofts .NET Framework v.2.0 nicht unterstützt, ist er auf aktuellen Systemen nicht zu gebrauchen. FireAnt, ein vielversprechender Podcatcher für Windows und Mac, steht nicht mehr zum Download bereit. Auf iPodderX, der Seit Januar 2006 Transistr heisst, warten wir immer noch. Xcast (auch für den Mac) befindet sich seit Oktober letzten Jahres zwar im beta-Stadium, das passende Blog zeigt aber keine kontinuierliche Entwicklung. Und selbst Juice (früher iPodder), dass Glanzlicht der plattformübergreifenden Podcatcher ist in seiner aktuellen Version schon fast ein Jahr alt.

Zwar gibt es immer wieder gebrandete Clients wie z.B. den Dopcast-Podcatcher diese dienen jedoch in erster Linie zum Bewerben des eigenen Portals und weniger als Feature-reiche iTunes-Alternative.

2005 gab es etliche frische Projekte mit aktiver Community, heute fällt uns auf die Schnelle keins mehr ein. Und natürlich haben wir uns gefragt was wohl der Grund für diesen Wandel sein kann.

Podcasts sind Bestandteil des Netzes geworden. Wie normale RSS-Feeds lassen sie sich mit Firefox und anderen News-Readern abonnieren. Das dürfte den meisten Usern reichen. Wer sich erstmals mit dem Thema beschäftigt zieht den dierekt-Download meistens vor, steckt man ewas tiefer in der Materie, dann dürfte man zu 90% auch ein iPod- und iTunes-Nutzer sein. Von daher können wir euch momentan leider keine Tipps zu guten Podcatchern bringen. „Stick wiht iTunes“, nicht nur wegen der gut sortierten Podcast-Übersicht, ist unser vorläufiges Fazit. Solltet ihr noch Tipps für uns haben, immer her damit: [email protected] Alles was wir übersehen haben, bauen wir gerne noch ein.

Sonntag, 01. Apr 2007, 13:24 Uhr — Nicolas
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