SchülerVZ macht dicht – EU prüft Beschwerde gegen Google

43 Kommentare

Als Facebook-Konkurrent bzw. Nachbau angetreten, durch zahlreiche Patzer seiner Macher bekannt geworden und seit Jahren auf dem absteigenden Ast. SchülerVZ.

Das soziale Netzwerk für Schüler im Alter von 10 bis 21 Jahren soll am 30. April 2013 geschlossen werden; für immer.

In einem kurzen Blog-Eintrag verweist das ehemals wachstumsstarke Portal auf die anstehende Schließung und der damit einhergehenden Löschung “all deiner Inhalte und Daten”.

vzkl

Deine Mitgliedschaft wird daher zum 30. April 2013 beendet. Und im Gegensatz zu den ganzen Kettenbriefen, die wir stets mit “Ist gar nicht wahr!” zurückgewiesen haben, stimmt diese Nachricht leider. [...] Und statt dem üblichen “Lebewohl”, sagen wir: Man sieht sich. Euer schülerVZ-Team.

Ein absehbarer Absturz, der an die SchülerVZ-Story des ZDF INFO-Kanals erinnert.


(Direkt-Link)


Zeitgleich zur überraschenden Schließungsankündigung, sind auch die EU-Regulatoren von einer Protest-Aktion gegen Googles Android-Betriebssystem unvorbereitet getroffen worden.

So wird man Googles iOS-Konkurrenten auf Nachfrage der Industrie-Organisation Fairsearch zukünftig genauer unter die Lupe nehmen müssen und prüfen, ob Android-Partner durch Googles Richtlinien benachteiligt werden.

Die New York Times fährt als Beispiel die Integration des Youtube-Players auf. Android-Partner, die das “offene” Betriebssystem Googles einsetzen und dabei gerne auch den Youtube-Player auf ihren Geräten platzieren möchten, seien vertraglich dazu verpflichtet, diesem einen prominenten Platz auf dem Gerät zuzuweisen.

Fairsearch vertritt unter anderem die Industrie-Schwergewichte von Oracle, Nokia und Microsoft und plant einen EU-weiten Einspruch gegen Googles Partner-Verpflichtungen zu erwirken.

When a formal complaint like this is made, the commission must at some point decide whether to take up the case or drop it.

Diskussion 43 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Dann bitte auch gleich Apple hinterher, warum man keinen anderen Default-Browser einstellen kann. (für Mail etc. ergibt sich das Gleiche).

    — Mr-Fly
    • Hab ich mir auch gedacht, lieber en Player auf prominenter stelle den ich löschen kann als den teils unnützen mist von Apple den man nur in nem Ordner verstecken kann (außer diesem elendigem newsstand, es schlimmste was es gibt, aufm iPhone totale Platzverschwendung…)
      Aber hier sieht man mal “die Armen Apple Leute braucht man bei sowas nicht beachten” is genauso witzlos wie die browserauswahl bei Windows…

      — kleiner Pirat
      • Das sind zwei Paar Schuhe. Obwohl, nein, du bringst jetzt auch noch die Browserauswahl bei Microsoft Windows hinzu. Damit werden es sogar schon drei Paar Schuhe.

        — Pazuzu
    • Es klagen aber industrielle, nicht personen… Apple gibt sein os ja nicht an andere hardwarebuden weiter! Dein vergleich ist sinnlos!

      — track12
    • Des wegen gleich rumheulen ist nen bisschen peinlich wa? Kinder Kinder…. B2t: Schließung vom VZ. Netzwerk ist schon lange überfällig, hören nicht auf Community Vorschläge und bringen nichts neues…. Hat eigentlich schon zulange gedauert !

      — Fire
    • Apple bietet ein geschlossenes System an, auf dem sie machen können, was sie wollen. Hier geht es aber um einen Betriebssystem-Anbieter, der Hardwarehersteller zu etwas zwingt. Wenn du Recht hättest, müsste also Apple gegen sich selbst klagen. Ich denke, das werden sie nicht tun ;)

      — skee
      • Irgendwo hab ich gelesen das bei Jugendlichen FB immer uncooler wird.
        Überwiegend in USA DE und so.
        Das machen die dann mit “IN-sein” in anderen Ländern.

        — iKostas
  2. Für alle, die meinen, dass Apple wegen Default Browser und Emailclient in iOS auch verklagt werden sollte:
    iOS läuft nur auf Geräten von Apple selbst. Und Default wurde schon vorgeschrieben, als z.B. MS davon sprach, dass das iPhone zwar hübsch sei, aber nie etwas werden wird.
    Und wir haben ja eine freie Marktwirtschaft, bei dem gesagt wird, wenn etwas demokratischer sein soll, dann wird es der Markt schon richten.
    Android dagegen läuft nicht auf Geräten von Google, sondern von anderen Herstellern. Und dort schreibt Google den Herstellern etwas vor. Dies macht Apple natürlich nicht.
    Nur die Leute haben (aus guten Gründen) dennoch oft das iPhone gekauft und somit das Vorschreiben vom Browser und Emailclient akzeptiert. Und es waren immer Geräte von Apple selbst.

    Zu Win:
    Das war bei Win nicht so als allerestes dies implementiert zu haben und haben erst nachträglich Browser und Emailclient vorinstalliert, während die vorhergehenden Win-Versionen dies nicht taten und die Leute oft deshalb schon “abhängig” waren (also wichtige Programme, die nur unter Win laufen, Spiele nur für Win u.s.w.).

    — Dirk
      • Microsoft hat auch kein Monopol? Vllt ne stärkere Stellung aufm Markt, aber kein Monopol^^ dafür müsste ihnen Apple (wegen OSx) und sämtliche Linux Distributionen gehören…

        — kleiner Pirat
      • Microsoft hält mit Windows auf dem Desktop-Markt ein sogenanntes “Quasi-Monopol”. Es gibt zwar Mitbewerber, allerdings hält Microsoft eine marktbeherrschende Stellung inne.

        — Pazuzu
      • Dann guck doch mal übern Tellerrand, nur weil in D die meisten Haushalte Dosen haben, muss das nicht überall so sein!!
        In USA ist der Mac wesentlich verbreiteter!!

        McKay80
      • Das OT bezüglich der Browserauswahl bei Microsoft Windows in den EU Versionen hat herzlich wenig mit den USA zu tun. EU != USA

        — Pazuzu
  3. Der Safari ist nachweisbar sogar der schnellste Browser auf iOs, warum also nicht zum Standart nehmen, währe ja fast so wenn mann den Browser löschen könnte, als wenn man die Anrufe App löschen würde. Das wird nie geschehen. Wer damit nicht zufrieden ist, muss ja kein iOs Gerät besitzen

    — Bini
    • Er ist auch nur deswegen der schnellste, weil Apple dafür genug Regelungen erstellt hat um andere Browser dahingehend auszubremsen ;)
      (Stichworte: UIWebView; Nitroklaus Jacascript Engine)
      Sonnst wäre Safari bestimmt net der schnellste^^

      — kleiner Pirat
  4. Nachbau von facebook? Also ganz ehrlich. Studivz war schon am boomen, als facebook hier in deutschland noch in den kinderschuhen steckte.

    Erst als hier der facebook boom losging fingen die vz netzwerke an sich an fb anzupassen

    — Ainairos
    • Schön wärs. Während FB immer handlicher und kommunikativer wurde, blieb VZ auf dem Abstellgleis und beschränkte sich auf Gruppen-Likes, die keine weiteren Funktionen boten.

      — heldausberlin
    • Wie? StudiVZ hat sich an Facebook angepasst???

      Facebook gab es viel früher in der USA. StudiVZ kopierte sehr viel von Facebook und wurde deshalb erfolgreich, weil es Facebook nur auf Englisch gab.

      Dann öffnete sich Facebook (nicht nur für Studenten). StudiVZ hatte mit dem Namen ein Problem, weshalb SchülerVZ und MeinVZ hinzuerfunden wurde.

      Facebook wollte international werden, aber hatte ein Übersetzungsproblem, dass sie günstig durch das Übersetzen durch bestehende Mitglieder schrittweise lösten. Dadurch wuchs die Anzahl der Mitglieder und der freiwilligen günstigen Übersetzer. Nun hatte das VZ schon wieder ein Wachstumsproblem, weil das VZ nur deutsch war. Facebook dagegen versuchte international zu werden, was die Mitglieder auch wollten. Sie wollten nicht nur mit Leuten im gleichen Land oder gleichem Sprachbereich kontakthalten.

      tl;dr
      VZ hat nie etwas selbst geschaffen, sondern war immer eine gewisse Kopie von Facebook, allerdings an das deutsche Recht angepasst.

      — Dirk
      • Sorry, aber all diese dinge wie spiele usw gab es anfangs bei studivz nicht ;-) erst als facebook hier in deutschland immer populärer wurde hat studivz angefangen nachzubauen ;-)

        — Ainairos
  5. und was hat jetzt nochmal die Schließung von SchülerVZ mit der EU-Beschwerde gegen Google zu ? Oder wolltest ihr nur Platz sparen und 2 verschiedenen Meldungen auf einmal unterbringen ?
    Der Überschrift zu urteilen, ist Google an der Schließung von SchülerVZ schuld. Hab ihr ja wieder geschickt eingefädelt.

    — sc

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