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Review: icombi – Bluetooth Headset

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Den ersten Kontakt mit der Firma Plawa aus Uhingen hatten wir bereits auf der MacExpo. Dort gab es eine exklusive Vorstellung des icombi.
Ein Bluetooth-Kopfhörer für den iPod, ausgestattet mit einem Akku, den üblichen Bedienelementen und präsentiert von Mola Adebesi. Letzte Woche stand dann der UPS-Mann vor der Tür und brachte das lange erwartete Päckchen. Werfen wir also mal einen genaueren Blick auf den icombi.

Die Verpackung, geschmückt mit einer Hand voll iPod-Silhouetten und mit „Made for iPod“-Logo ausgestattet, sieht gut aus, und fixt uns an, den icombi gleich auszupacken und nicht erst bis nach der Uni zu warten. Im Inneren finden wir dann den eigentlichen icombi-Kopfhörer, das Bluetooth iPod-Modul, ein Netzteil und ein USB-Ladekabel. Unser Product Sample kam bereits aufgeladen an, wir konnten also gleich loslegen.

Das Bluetooth-Modul auf den iPod gesteckt, werden wir jedoch das erste Mal überrascht. Der iPod fängt sofort an zu spielen, und das, obwohl das Headset noch ausgeschaltet, und weder eine Playlist noch ein Album auf dem iPod ausgewählt war. Na ja, weiter gehts erst mal…

Die Bedienelemente wirken auf den ersten Blick ziemlich intuitiv angeordnet. Auf dem linken Ohr der An/Aus Button. Auf der rechten Seite die Tasten für Play/Pause vorwärts, rückwärts, laut und leise.
Der Kopfhörer ist faltbar aber nicht Größenverstellbar, oder anderweitig individuell anpassbar.
Nach einem längeren Tastendruck auf den Powerbutton, hört man eine Anschaltmelodie und der Play-Button fängt an zu blinken. Jetzt kann’s losgehen.

Auf Play gedrückt, und siehe da, der iPod fängt an zu spielen. Doch nun, wo der Kopfhörer erstmal auf dem Kopf sitzt, klappt das mit den Bedientasten doch nicht mehr ganz so gut. Hätte man einen Normkopf, säßen die Tasten wahrscheinlich genau oben, unten, links und rechts – bei uns sind sie aber eher diagonal angeordnet. Egal, man gewöhnt sich dran. Mit einem einfachen Klick aufs Ohr lässt sich das nächste oder vorherige Lied wählen und die Laustärke verändern.

Die Laustärke:
Schade ist auf jeden Fall, dass der icombi den Ton nicht am Line-Out des iPod abgreift sondern über den Kopfhöreranschluss. Ist der iPod zu leise eingestellt, kann man die Lautstärke des icombi auf Anschlag stellen, laut wird es dadurch trotzdem nicht. Ist die iPod-Lautstärke hingegen voll aufgedreht verzerrt der iCombi sogar bei Zimmerlautstärke. Also einigen wir uns auf ca.80% iPod-Lautstärke, damit läuft’s ganz gut.

Nach kurzer Eingewöhnungsphase für die Bedienung, der richtigen Lautstärke und einer perfekten Paylist kann es eigentlich losgehen.
Geplant war: Kochen, mit dem icombi. Doch genau hier folgt die
zweite, diesmal böse Überraschung. Während der iPod im Wohnzimmer
steht, um in seinem Dock aufgeladen, bzw. ständig mit Strom versorgt zu werden, gehe ich in die ca. 6 Meter entfernte und in sichtweite befindliche Küche und die Verbindung reißt plötzlich ab. Bitte? Plawa gibt eine Reichweite von bis zu 10 Metern an. Aber auch zusätzliche Tests liefern kein besseres Ergebnis. Nach 5-6 Metern ist es vorbei mit dem kabellosen Spaß.

Fazit:
Der icombi an sich, ist schon ein sehr nettes Gadget, würde alles so laufen, wie erwartet. Momentan verbergen sich noch etwas zu viele Schwachstellen in dem knapp 80 Gramm schwerem und 159€ teurem
Headset: Die Einheitsgröße bereitet der Frau in unserem Tester-Kreis bereits nach 10 Minuten Problem. 6 Meter Empfangs-Radius sind definitiv zu wenig und auch die Goodies, wie das laden über das mitgelieferte USB-Kabel oder der optional erhältliche Adapter um den icombi an jeder Stereo-Anlage zu betreiben, kommen gegen den eher negativen Gesamteindruck nicht ganz an. Mit genormten BT-Verbindungen wie der eines XDA III arbeitet der icombi auch nicht zusammen. Das Handy erkennt ihn zwar als Kopfhörer, bekommt aber kein Feedback über mögliche nutzbare Eigenschaften.
Zum Schluss noch eine letzte, sehr subjektive Anmerkung (über Geschmack lässt sich bekanntlich immer streiten): Mit dem icombi kann man nicht auf die Straße. Dabei würde er doch gerade hier – beim Fahrradfahren oder in der U-Bahn zum Beispiel – kabellos überzeugen können, aber er ist einfach zu wuchtig auf den Ohren. Ein kleiner Selbsttest schenkte uns von jedem vorbeieilendem Passanten einen Blick. Und nach Neid, sahen diese nicht aus…

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Dienstag, 12. Jul 2005, 14:20 Uhr — Nicolas
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