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Neuer Mac-Trojaner: Keine akute Gefahr aber lange Zeit unentdeckt

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38 Kommentare 38

Die „für den Mac gibt es keine Viren“-Zeiten sind leider vorbei. Wenngleich Apple-Nutzer im Vergleich zu Windows-Anwendern (wir erinnern an die aktuelle Locky-Invasion) noch ein friedliches Dasein führen, die Angriffe auf OS X haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Neuestes Beispiel ist eine bislang noch etliche Rätsel aufgebende Malware, die offenbar aus der Feder des umstrittenen Herstellers von Spionagesoftware „Hacking Team“ stammt.

Der aktuelle Fund installiert eine potenzielle Hintertür auf Apple-Systemen, die bislang allerdings noch nicht genutzt wird. Auch wenn dem Eindruck nach somit keine akute Gefahr besteht, ist nicht nur die Tatsache, dass sich die Malware auf bislang unbekanntem Weg auf Apple-Rechner schmuggeln konnte beunruhigend, sondern ebenso, dass noch bis vor kurzem kaum ein Virenscanner die bereits seit Monaten verbreitete Malware erkannte. Inzwischen stufen wenigstens die populärsten Virenscanner für den Mac die unscheinbare Datei als Trojaner ein.

Auch wenn keine akute Gefahr besteht und die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, könnt ihr ja einen Blick auf eure Festplatte werfen und nachsehen, ob sich das Verzeichnis /Library/Preferences/8pHbqThW/ auf eurem Mac befindet oder noch besser: Holt euch den freien Malware-Scanner KnockKnock von Patrick Wardle und lasst diesen kurz über euer System rennen.

mac-trojaner

Bild: Patrick Wardle

Mit jeder weiteren derartigen Meldung kommt mehr und mehr die Frage auf, ob ein Virenscanner auch auf dem Mac schon bald zur Standard-Softwareausstattung zählen sollte. Dieser bringt wie im aktuellen Fall zu sehen aber auch nicht immer den Schutz, den man sich eigentlich erhofft. (via ArsTechnica)

Dienstag, 01. Mrz 2016, 9:15 Uhr — Chris
38 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Also lohnen sich antiviren Programme mittlerweile für den Mac ?

    • Nein. Wenn du als Anwender ein paar Regeln beachtest, wie z.B. installiere keine „gecrackten“ Programme (Photoshop etc.) und Hirn auf „On“, dann kann nichts schief gehen.

    • Der Text beschreibt die Sinnlosigkeit einer AV Engine ganz gut.

      • Weil ein Schädling nicht erkannt wird, soll ein AV gleich sinnlos sein… Was für ein Schwachsinn!

        Kondome können reißen also warum überhaupt eines benutzen… Und Nichtraucher können auch Lungenkrebs bekommen, was einige beschränkte Raucher gern als Ausrede nutzen um bei anderen die gesundheitsschädliche Wirkung von Zigaretten klein zu reden!

        Ich denke ein Antivirenprogramm für den Mac kann man nutzen muss man aber nicht! Die Wahrscheinlichkeit sich einen Schädling einzufangen ist vergleichweise gering. Aber wenn man sich mal was einfängt ist das Geschrei groß!

        Zu 100% schützen kann man sich nie! Trotzdem kann man Risiken minimieren und dazu trägt eine gute AV Software bei! (Trifft im übrigen auch auf die Kondom & Rauchergeschichte zu.) Wer hätte es gedacht … ;)

        P.S.: Sei kein Dummi, nimm ein Gummi!

      • Nur das ein VirenScanner auf dem Mac eher vergleichbar ist mit einem Kondom aus löchrigen Altmetall. Könnte vor einer Geschlechtskrankheit schützen, aber …
        Die Virenscanner sind nicht nur schlecht für die Stabilität, sondern bringen immer mal wieder auch zusätzliche Sicherheitslücken mit. Teilweise erhebliche.

    • Meiner Meinung nach JA. Wir haben vor Kurzem den Testsieger Bitdefender im Paket gekauft, 90 € für 3 Macs und 3 Jahre, also 9 € pro Mac pro Jahr, das geht doch mehr als in Ordnung und man ist auf der sicheren Seite.

      • Ist man eben nicht, wie man oben lesen kann.
        Antiviren-Programme treiben auch nur ein Katz- und Mausspiel. Apple aber genauso. Man kann sich also auch auf den Gatekeeper verlassen. Die paar Tage Unterschied, die Apple vielleicht langsamer reagiert, machen den Braten nun nicht fett.
        Außerdem ist Antiviren-Software nicht per se durch dessen Namen sicher vor Viren. Jede Software enthält Lücken, da kann auch der Antivirus zum Einfallstor werden.
        Daher gilt grundsätzlich: nicht alles installieren und laufen lassen. Je weniger Dienste ausgeführt werden, desto weniger potentielle Angriffspunkte gibt es.

      • Ich installier nicht jeden Schrott und trotzdem nutze ich Bitdefender. Und dass Apple nachlegt, ist keine Garantie, also geht man ohne Virenscanner ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Klar ist man mir nem Virenscanner nicht 100%ig sicher, dennoch deutlich sicherer als ohne und das ist mir die 75 cent im Monat wert. ;-)

  • Wo ihr es gerade erwähnt. Ein Artikel über Virenscanner mit dementsprechenden Tests und Empfehlungen wäre mal ganz gut. Bin mir sicher, dass sich viele User damit bis jetzt kaum beschäftigt haben. Mich persönlich würde es auf jeden Fall mal sehr interessieren…

  • Ich würde derzeit noch sagen nein.
    Man sollte halt verstärkt darauf achten was man von welchen Quellen an Dateien herunterlädt und installiert.

    Und alle Mails die einem komisch vorkommen löschen.

  • Und woher weiß ich, dass ich mir gerade durch die Installation eines solchen freien Malware-Scanners nicht erst Malware installiere? Kann die Software ja nicht prüfen.

  • Ein Trojaner ist kein Virus. Solange ich mir keinen Schädling durch blosses Ansurfen einer Website einfangen kann, werde ich keine AV-Software einsetzen. Mein Schutz: Verzicht auf Java, Verzicht auf Flash, sinnvoller Umgang mit E-Mails und deren Anhängen.

  • OSX HAT einen eingebauten Virenscanner, der reicht vollends aus. Wer sich den ganzen Tag Pornos aus diversen Quellen ansieht, illegal Filme lädt und die neuesten Spiele ohne bezahlen lädt, der sollte sich Sorgen machen …

  • Das Thema Viren passiv suchen auf Mac würde mich trotzdem mal interessieren. Sprüche wie Hirn auf On sind albern.

    Es geht ja nur nur um Malware die sich per Hintertür einpflanzt sondern auch ob ich selber womöglich inifizierte Dateien auf dem System habe und die per Mail weiterreiche.

  • Exakt. Wie bei einer medizinischen Impfung geht es beim Mac-Virenschutz um 2 Dinge:
    1. Schutz des eigenen Rechners vor Infektion
    2. Schutz (anderer) vor Weiterverbreitung und damit Eindämmung der Epidemie
    Aus diesem Grund ist ein Virenscanner auf jedem system sinnvoll.
    Ich habe unter OSX gute Erfahrungen mit Kaspersky gemacht.

  • Haste es auch mal pro Stunde ausgerechnet? ;o)

  • ich hab in meiner library nachgesehen. Schiet, schon wieder kein Malware-Virus-Kram.

    Ganz im ernst: Die Diskussion hier ist OK. Der Artikel ist es nach meiner Meinung nicht. Neuer Mac-Trojaner, aber keine Gefahr. Wie kann ein Trojaner gemacht worden sein, ohne einen Zweck zu erfüllen. War nur aus Spaß, um Apple zu zeigen, dass doch geht? Solche Stories lesen wir jedes Jahr. Bei Wettbewerben ist MS dicht und der Mac, ja der ist anfällig (auf getürkten und vorbereiteten Maschinen, wie sich später herausstellt). In der freien Wildbahn habe ich jedenfalls noch nicht von Massenerscheinungen gelesen.

    Ansonsten: Mitschuldig an der Weiterverbreitung will man ja wohl kaum sein. Also AV = an.

  • Kleiner Fehler im Artikel, das Verzeichnis wäre in ~/Library/Preferences zu suchen, nicht in /Library/Preferences.
    Sehr zu empfehlen auch Etrecheck (etrecheck.com), der listet alle Startobjekte auf, da sollte man sowas sofort erkennen können.

  • Wenn man weiß worauf man achten muss, braucht es bei windows keinen Virenscanner.

  • Das Hauptproblem ist und war schon immer die schlechte Performance von brain.exe auf der ein oder anderen Head-Unit.

  • Einen Trojaner ganz bestimmt nicht.
    Das ist wie mit Aids, solange du deinen Schw*** nicht in jedes Loch reinsteckst und mit Gehirn f***st, wirst du dir über sowas keine Gedanken machen müssen ;)

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