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Linux.Wifatch: Ein Trojaner spielt Robin Hood

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Der offiziell als Malware klassifizierte Trojaner Linux.Wifatch hätte eigentlich den Untertitel „Rächer der Gerechten“ verdient. Das Tool nistet sich mit dem Ziel, deren Sicherheit zu verbessern, in Routern und weiteren ans Internet angebundenen Geräten ein. Im Symantec-Blog findet sich ein lesenswerter Artikel zu dieser verblüffend neuen Malware-Erscheinung.

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(Bilder: Symantec)

Linux.Wifatch ging den Symantec-Forschern über einen ausgelegten Köder („we run a large network of honeypots“) ins Netz und hob sich vom Rest der eingesammelten Malware schnell durch seine besonders raffinierte Programmierung ab. Eine genauere Untersuchung förderte die bemerkenswerte Eigenschaft zu Tage, dass der Trojaner nicht wie sonst seine Artverwandten Malware auf den infizierten Geräten installierte, sondern Sicherheitsupdates für diese installierte oder auf sonstigem Wege versuchte, bekannte Schwachstellen zu beheben. Zudem fordert das Tool die Eigentümer der Hardware dazu auf, ihre Benutzerdaten zu ändern um eventuelle Angreifer auszusperren.

Mittlerweile hat der Wifatch-Autor den Symantec-Bloggern Informationen zu seinen Beweggründen zukommen lassen. Zunächst sei das Ganze für ihn einfach eine praktische Übung gewesen. Er wolle damit keinerlei persönlichen Vorteil erzielen und auf gar keinen Fall Malware verbreiten. Seine „Angriffswege“ seien auch kein Geheimnis, vielmehr verwende er dafür Standardprotokolle und melde sich mit oft genutzten oder vom Hersteller vergebenen Standardpasswörtern an. Einen interessanten Ansatz verfolgt der namenlose Entwickler mit seiner Aktion aber allemal.

Dienstag, 13. Okt 2015, 14:09 Uhr — Chris
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  • Stark! Großes Lob an den Entwickler des Trojaners…

  • Naja, nicht ganz. Blackhats sind die bösen Hacker, ein Whitehat wäre dieser Typ hier!

    Hacker umgehen Schutzmaßnahmen indem sie Lücken ausfindig machen und diese nutzen.

    Cracker hingegen umgehen diese Schutzmaßnahmen nicht sondern brechen diese quasi auf.

    Bildlich gesprochen nehmen Cracker die Eisenstange und brechen die Tür auf, um in deine Bude zu kommen.
    Hacker wiederum klettern durch das Fenster, das du offen gelassen hast.

    Blackhats räumen deine Bude leer.
    Whitehats hinterlassen dir nen Zettel, wo drauf steht dass du, wenn du gehst, das Fenster zu machen und die Tür nicht nur zu machen, sondern auch abschließen sollst.

  • Das ist doch mal eine angenehme „Schadsoftware“

  • Wenn dies ein Programmierer kann, dann können das auch Programmierer bei den Regierungen.

  • Denkst du ein multimilliarden Unternehmen wie adobe geht konkurs weil ihre suit gecrackt wird? Du währest erstaunt wenn du wüsstest wieviele leute sich dank dem crack über wasser halten.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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