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Kommentar-Plattform Disqus: Mehr Nutzer-Tracking und mehr gekaufte Inhalte

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Auch wenn ihr bislang noch nichts von dem US-Unternehmen Disqus gehört haben solltet, stehen die Chance ganz gut, dass ihr die Dienste des kalifornischen Startups schon mal in Anspruch genommen habt.

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Disqus: Bald mit gekauften Kommentaren

Disqus bietet Webseiten-Betreibern eine kostenlose Kommentar-Plattform zur Integration in den eigenen Online-Auftritt an, zählt inzwischen über 100 Millionen Nutzer und ist der mit Abstand größte Drittanbieter von Kommentar-Systemen.

Das mit über 20 Millionen Dollar Risiko-Kapital ausgestattete Unternehmen verwaltet unter anderem die Kommentar-Bereiche großer Portale wie Foxnews, Slashgear und Venturebeat, ist auf über einer Million privater WordPress-Blogs installiert und lockt neue Besucher mit einheitlichen Identitäten an, die über Webseiten-Grenzen hinweg zum Kommentieren genutzt werden können. Dass sich auf den Disqus-Servern viele persönliche Daten und Gedanken sammeln, liegt der Natur der Sache.

Der Umstand jedoch, dass sowohl die sichere Aufbewahrung als auch die vertrauliche Verwaltung eurer Wortmeldungen durch das Disqus-Team, in der Vergangenheit mehrfach in Frage gestellt wurde, gibt zu denken.

2013 etwa gelang es mehreren schwedischen Journalisten die im Disqus-System gespeicherten Identitäten zu de-anonymisieren. Ausschlaggebend war damals die Unachtsamkeit der Disqus-Entwickler.

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Ein typisches Disqus-Formular

Erst im September kritisierten mehrere Webseiten-Macher eine neue Disqus-Richtlinie, in der die Intensivierung des Nutzer-Trackings beschrieben wurde. Um eingeblendete Werbung besser personalisieren zu können, wollte Disqus das Verhalten seiner Nutzer mit Hilfsmitteln wie Cookies und JavaScript-Schnipsel, über Device Identifiers, GPS-Daten und Tracking-Bilder überwachen.

Heute nun hat Disqus den weltweiten Start seiner „Sponsored Comment“ angekündigt. Zukünftig soll zahlenden Unternehmen auf teilnehmenden Webseiten so die Möglichkeit angeboten werden, ausgesuchte Wortmeldungen als „bezahlten Kommentare“ über allen anderen Nutzern prominent zu platzieren.

Infos, die ihr vor der nächsten Disqus-Diskussion im Hinterkopf behalten solltet.

Dienstag, 04. Nov 2014, 14:45 Uhr — Nicolas
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  • Ghostery ist ein super Plugin, mit welchem sich Tracker und solche Webseitenplugins wie Disqus deaktivieren lassen können.

  • Sponsored Comment sind optional, falls man was verdienen will, zudem kann jeder Disqus-Nutzer (auch als Gast) das Tracking abstellen, ebenso kann der Websitebetreiber das Tracking im Disqus-Account deaktivieren. Von daher kommt der Beitrag etwas arg kritisch rüber.

  • Bei mir ist disqus schon lange auf der Blacköist meines routers, so daß der ganze datenmüll erst gar nicht geladen werden kann. Ist fast so schlimm wie facebook, was disqus so alles im Hintergrund an Daten sammelt. Und zwingt regelmäßig die WebExplorer in die Knie…

  • Bei mir ist disqus schon lange auf der Blacklist meines routers, so daß der ganze datenmüll erst gar nicht geladen werden kann. Ist fast so schlimm wie facebook, was disqus so alles im Hintergrund an Daten sammelt. Und zwingt regelmäßig die WebExplorer in die Knie…

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