Kinderecke: Eine neue Schreib-App mit schöner Optik, aber wenig Schreiben

5 Kommentare

Mit Schreib-Lern-Apps habe ich so meine Bauchschmerzen: Sicher, mit einem touchsensitiven Stift lassen sich die Buchstabenführungen gut nachfahren. Aber was lernt Kind wirklich bei dabei?

Ecrira

Die Feinmotorik, die sonst beim Schreiben notwendig ist, wird bei Schreib-Apps abgeflacht. Keine Koordination des Stiftdrucks, kein Verwischen der Tinte, kaum die Möglichkeit, Fehler zu machen. Eine der ersten Schreib-Apps der Stunde – urbn;pockets Erstes Lesen, erstes Schreiben (AppStore-Link) – hat zumindest noch die Option, seine Reihe von produzierten Buchstaben zu betrachten und zu vergleichen und sich sein schönstens „B“ und „a“ als Favorit zu speichern. Eine sinnvolle Funktion, denn erst im Vergleich zeigen sich Fortschritte oder Probleme.

Ecrira3

Nun hat ein kleines Entwickler-Studio eine neue Schreib-App herausgebracht, die ganz und gar vom Schreiben weg zu driften scheint und mehr eine – wenn auch in dieser Hinsicht gute – Spiele-App geworden ist: Ecrira (AppStore-Link). Die Buchstabenführung gibt die flüssigen, bewegten Linien, die sonst bei diesen Lern-Apps den Federstrich simulieren sollen, ganz und gar auf.  Stattdessen verbindet die Handbewegung über die Buchstabenführung einzelne Punkte. Ecrira gibt dabei vor, welche Punkte in welche Richtung zuerst verbunden werden. Dabei haben die Entwickler manchmal eine nicht nachvollziehbare Logik: Beispielsweise wird beim „E“ nach dem senkrechten Strich zuerst der untere, dann der obere, schließlich der mittlere Steg verbunden. Hmm…

Die sehr schöne Optik der App und die niedlichen kleinen Animationen sollen die Kinder zum Arbeiten mit der App motivieren. Die Idee an sich ist gut. Das ganze hat aber mehr den Charakter eines Puzzels. Die Umsetzung reicht nur, um Ecrira als schöne Spiele-App zu empfehlen. Dafür aber eine grafisch hervorragend gestaltete.


Johanna RosenfeldJohanna Rosenfeld schreibt in ihrem Blog über freche, schlaue, kluge und schöne Apps für Kinder – unabhängig und ohne Werbebotschaften.

Die Buchautorin, Illustratorin und junge Mutter lebt und arbeitet in Berlin, schreibt in der Kinderecke auch für ifun.de und freut sich über einen Besuch auf ihrer Facebook-Seite.

Diskussion 5 Kommentare.
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  1. Frau Rosenfeld ist dieser Tage aber ganz schön fleißig. Ein Artikel nach dem nächsten, Junge Junge :)

    — Fundgrube
  2. hm, nett umgesetzt. aber die app unterstützt auch nicht beim buchstabenlernen.
    denn die grafiken haben rein gar nichts mit dem jeweiligen buchstaben zu tun…

    — ||| tomas jay
  3. Hmmm…
    Merkwürdig.
    Wenn ich so darüber nachdenke, schreibe ich das große “E” auch von oben nach unten, also wie ein “L” und füge dann den oberen und dann den mittleren Strich hinzu…

    — Sagrido

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