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iPod photo – erster Eindruck

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Meine anfängliche Skepsis verflog ja schon einen Tag nach der Präsentation des iPod photo – als mir irgendwo im Web die Umschreibung »digitales Fotoalbum» unterkam machte es klick. Es ist nicht einfach irgend ein Ding, auf das man auch Fotos spielen kann und das auch noch ein Farbdisplay hat, um diese anzukucken. Der iPod photo ist angesichts der millionen Digitalfotos, die täglich geschossen werden der zwingende nächste Schritt in Sachen »digital Lifestyle«. Die letzten 4 Tage hatte ich (wie bereits berichtet) einen iPod photo in der Tasche und mit ihm mehr oder weniger mein Leben, ein paar Tausend Songs und ein paar Tausend Fotos, und anstatt der Frage, warum ich dies alles denn bei mir tragen sollte drängt sich mehr und mehr die Frage auf warum ich es nicht tun sollte.Äusserlich hat sich im Vergleich zu den Modellen der 4. Generation eigentlich nichts geändert, erst beim Start verrät das qualitativ hochwertige Farbdisplay um welches Modell es sich handelt. Wo zuvor ein schlichter schwarzer Apfel erschien, zeigt sich jetzt der Mac OS X-Apfel in dezentem Metall-Look. Auch die sonstigen Menus und Grafiken sind stark an das Erscheinungsbild von Apples aktuellem Betriebssystem angelehnt. Der neue und sehr gut lesbare (aber für mich einen Tick zu stark geglättete) Schrifttyp Myriad, eine metallblaue Menuleiste, blaue Auswahl- und Fortschrittsbalken.
Unter der Rubrik »Musik« hat sich nichts geändert, jedoch werden neben Titel, Interpret und Albumname nun auch die Covergrafiken aus iTunes angezeigt und per Auswahltastenklick nahezu bildschirmfüllend vergrößert. Neu hinzugekommen ist die Rubrik »Fotos«, hier werden auf Wunsch einzelne Alben oder auch die komplette iPhoto-Bibliothek abgelegt (unter Windows dürfte es sich mit den entsprechenden Programmen ähnlich verhalten). Es lassen sich gewisse Grundeinstellungen für Diashows wie die Anzeigedauer, Shuffle, Musik (Playlists aus der Musikbibliothek) oder auch das Format des TV-Signals (PAL oder NTSC) einstellen. Die Diashow selbst wird durch Betätigen der Play-Taste innerhalb eines Fotoalbums oder der Fotobibliothek gestartet, per mitgelieferem AV-Kabel (vermutlich das schönste AV-Kabel seit es AV-Kabel gibt) können Bild und Ton einer Diashow an Fernsehgeräte oder Beamer übertragen werden.
Die Bildqualität des kleinen Displays ist schon beeindruckend, was jedoch wesentlich mehr für ungläubige Blicke gesorgt hat, ist die Geschwindigkeit, mit der man durch die Bibliothek scrollen kann. Beim Übertragen der Fotos werden auf dem iPod Thumbnails in zwei verschiedenen Größen für die Darstellung auf dem Gerät selbst und eine höher aufgelöste Datei für die Anzeige auf Fernsehgeräten oder Beamern abgelegt. Daher die flotte Scrollfunktion. Will man die Originaldateien aus iPhoto mit sichern, muss man dies in iTunes durch ein Häkchen explizit mitteilen.
Selbstverständlich bringt das verbesserte Display auch bei den weniger prominenten Funktionen wie Kalender, Kontakte und Notizen deutliche Vorteile in punkto Übersicht und Lesbarkeit, ein absolutes Killer Feature ist natürlich nun Solitaire in Farbdarstellung!
Fazit: Die Rechnung von Steve Jobs dürfte aufgehen, der iPod photo ist abgesehen von seinen klassischen Funktionen als MP3-Player und -Archiv oder Festplatte im Hosentaschenformat eine interessante Überlegung für jeden, der seine digitale Fotosammlung nicht mehr komplett auf einer DVD unterbringt. Die Kombination aus Backupmedium für Musik- und Fotosammlung sowie tragbarem Diaprojektor mit Jukebox ist es sicherlich wert, in die nächste Etatplanung mit aufgenommen zu werden. Allerdings würde ich wenn schon, dann gleich die Variante mit 60 GB wählen – es ist einfach beruhigend wenn man erst 30 GB belegt und somit das halbe Leben noch vor sich hat.

Freitag, 19. Nov 2004, 0:00 Uhr — Nicolas
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