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Hydra 4: Großes Update für die HDR-Software

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17 Kommentare 17

HDR Fotos faszinieren mit detailreicher Darstellung und hohem Schärfeeindruck, allerdings nur, wenn sie gut gemacht sind. Zahlreiche Programme behaupten von sich, den Fotografen bei der Erstellung von HDR, perfekt unterstützen zu können. Hydra ist ein Programm, dass seit einigen Jahren am Markt vertreten ist, aber erst jetzt, nach einer längeren Pause, ein größeres Update erhalten hat.

Seit Hydra 3 in 2012 erschienen ist, hat sich einiges im Bereich Software getan und der belgische Hersteller Creaceed hat die Software daher einmal komplett auf den Kopf gestellt. Dies fällt schon bei der Oberfläche auf, die deutlich moderner daher kommt, in einem für Foto-Software beliebten dunklen Design.

Unter der Haube hat der Hersteller nach eigenen Angaben die komplette Berechnungs- und Darstellungs-Architektur neu erstellt, um die Geschwindigkeit zu erhöhen – ein Kritikpunkt an der Vorgängerversion. Zudem nutzt Hydra die Grafikerweiterung Metal, wenn diese vom Betriebssystem und dem Rechner unterstützt wird – ansonsten stehen OpenGL Algorithmen als Alternative zur Verfügung.

Hydra2

Hydra überlagert nun auch Fotos, die aus der Hand geschossen wurden, da eine interaktive Bildausrichtung integriert wurde. Fotos können automatisch oder mit manueller Hilfe ausgerichtet werden, wozu verschiedene Überlagerungsmodi zur Verfügung stehen. Ebenso lassen sich Geister-Effekte bei bewegten Bildteilen beseitigen.

Hydra kommt mit 12 Tonemapping-Einstellungen daher. Diese dienen als Ausgangspunkt für eigene Einstellungen der Rendering-Engine.

Hydra1

Wer Hydra 4 einmal testen möchte, kann eine eingeschränkte Demo-Version von der Homepage herunterladen.

Die App kostet derzeit mit einem Einführungsrabatt von 25% 44,99 € im Mac AppStore, der Standardpreis beträgt 59,99 €. Wer Hydra 2 oder 3 im Online-Shop von Creaceed erworben hat, erhält auf den aktuellen Preis 50% Updgrade-Rabatt. Wer die Software dort nach dem 1. Juli erworben hat, erhält das Upgrade kostenfrei.

Freitag, 12. Aug 2016, 14:31 Uhr — Andreas
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  • Für mich macht HDR jedes Foto einfach nur kaputt und völlig unnatürlich. Geschmacksache.

    • Ich finde, dass kommt immer darauf an, „wie viel“ HDR in das Foto gepackt wurde. Wenn es sehr dezent und stilgebend und für bessere Belichtung der dunkleren stellen genutzt wurde, finde ich es gut. Ansonsten stimme ich Dir zu: oft wirken solche Bilder einfach zu überzeichnet

      • Deformator, ja – differenziert gesehen stimme ich Dir absolut zu. Habe allerdings fast nur Schlechtes in HDR gesehen.

  • Kleine grundsaetzliche Anmerkung zu diesem Themenbereich:
    „HDR Fotos faszinieren mit detailreicher Darstellung und hohem Schärfeeindruck“ ist einfach falsch. Denn HDR-Bilder kann man gar nicht direkt anschauen und dienen nur der Weiterverarbeitung.
    Was Ihr meint ist vermutlich eher: „die aus HDR-Bildern per Tonemapping erstellten LDR (Low Dynamic Range)-Bilder sind hinterher detailreich, etc.“
    HDR-Bilder sind die aus mehreren Belichtungsstufen zusammengesetzten Bilddaten. Diese kann man dann per Tonemapping wieder zu normalen LDR-Bildern machen und dabei dann eben mehr Details in den Schwaerzen/Highlights hervorkitzeln, usw. Dadurch sehen diese LDR-Bilder dann auf normalen LDR-Wiedergabegeraeten, also unseren normalen Computermonitoren oder bisherigen Fernsehern etc. besser aus.
    Fuer ne direkte Wiedergabe (also ohne Tonemapping zu LDR) von echten HDR-Daten braeuchte man auch HDR-Wiedergabe-Geraete. Aber selbst aktuelle „HDR-Fernseher“ koennen nicht den Kontrastumfang guter HDR-Bilder wiedergeben sondern erfordern weiterhin Tonemapping, wenn auch deutlich weniger als bei bisherigen Geraeten.
    Leider hat sich der Begriff „HDR-Bilder“ fuer die Tonemapping-LDR-Bilder irgendwann mal faelschlicherweise etabliert. Gerade durch die neuen HDR-Fernseher und -Displays sollte man diesen Begriff aber dafuer eben nicht mehr verwenden!

    • Immer immer wieder kommen die neunmal klugen die es immer so gern genau erklären wollen. Weil sie immer noch nicht die Gängigkeit des „Wortes“ HDR in seiner „landläufigen“ Bedeutung akzeptieren wollen, die einfach nur das aussagen soll was gerade erklärt wurde. Denke doch mal anders rum. Die Fragen wurden erst kommen wenn man plötzlich LDR benutzen würde… Ey wann das nun wieder ;-)

      • Okay Du meinst also wenn Begriffe falsch verwendet werden sind diese irgendwann richtig weil jeder diesen Begriff unwissend falsch verwendet? Keine Ahnung ob das wirklich so sinnvoll ist, dann doch lieber aufklären und versuchen die Leute etwas schlauer zu machen als falsche Begriffe als richtig zu verwenden weil viele Leute es anders verstehen.

      • Wenn er so erreicht das Fachausdrücke, die schlicht falsch benutzt werden, richtig eingeordnet werden kann er hier auch den gesamte Kommentarbereich voll schreiben, du kannst das Wort ja danach immernoch falsch nutzen…

      • Immer die Leute, die sich vorm Lernen sträuben. Ich wusste noch nicht, was Shakebox grad erklärte und freu mich, wieder was gelernt zu haben.

      • Ich weiss schon was Du meinst. Die Frage ist nur: sollten nicht wenigstens Redakteure/Autoren halbwegs inhaltlich richtig schreiben? Was jeder einzelne „privat“ sagt/schreibt bleibt ja jedem ueberlassen.
        Und keiner sagt dass man „LDR-Fotos“ als Begriff einfuehren soll. Nur sollte man eben nicht „HDR-Fotos“ sagen wenn es nicht stimmt. Man kann z.B. den Begriff „Tonemapping-Bilder“ verwenden oder eben als Autor ein wenig Hirnschmalz aufwenden ;-)
        Ne lange Zeit war das nicht so wirklich relevant, aber nun kommen eben Geraete die tatsaechliche nicht mehr nur „LDR“ darstellen koennen, sondern mehr. Und fuer die braeuchte man dann eher „echte“ HDR-Bilder/Daten. Und dann fuehrt es erst recht zu Verwirrung.

      • Danke für die Aufklärung. Es gibt auch Leute die das Wissen andere Leute freut. Und ja. Ich fände es auch gut wenn der Artikel noch mal überarbeitet wird.

      • Danke Shakebox für diese wirklich gute Erklärung. Mich interessiert das Thema, und deshalb interessiert es mich auch wenn ich mich hier persönlich falsch ausdrücken sollte. Jetzt macht es auch sinn, dass bei diesem Thema immer öfter von Tonemapping gesprochen wird, was ja auch richtig ist.

    • Wicki erklärt es aber so wie dieser Artikel.

  • Hmm Also sin hdr Bilder ohne ein ein solches Programm total nutzlos?

  • Also ich hab mir die Testversion gerade mal heruntergeladen. Ich finde das ist kein Vergleich zu Aurora HDR Pro. Die automatische Ausrichtung funktionierte bei meinen Testbildern überhaupt nicht und der Funktionsumfang ist auch nicht gerade berauschend. Hätte da jetzt irgendwie mehr erwarten, zumal es ja schon Version 4 ist.

  • Danke für die kompetente Erklärung!

  • Ein gutes Bild welches aus HDR zusammengesetzt ist, erkennt man nicht als solches, die Technik fängt da an wo der Dynamik Umfang einer Kamera aufhört, und dafür ist es auch gedacht. Die vielen unnatürlichen Resultate haben nichts mit dem ursprünglichen Gedanken dieser Technik zu tun. Wir sind täglich mit Resultate der HDR und HDRi (360Grad Bild dient als Belichtungsumgebung) konfrontiert ohne es zu bemerken. Werbung, Kino, Plakate, Computerspiele usw…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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