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Freeze: Mac-Client für den Langzeit-Speicherservice Amazon Glacier

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18 Kommentare 18

Amazon Glacier bietet extrem günstigen Online-Speicherplatz für die Langzeitarchivierung von Daten. Das Angebot zielt allerdings ausschließlich auf die Auslagerung von selten benötigten Dateien oder Backups und hält sich in Sachen Benutzerfreundlichkeit dezent zurück. Mit Freeze steht im Mac App Store nun eine App für die Verwaltung von Glacier-Accounts bereit.

Zunächst noch ein paar erklärende Worte zu Glacier. Bei Speicherpreisen von 0,012 Dollar pro Gigabyte und Monat lassen sich dort auch größere Datenmengen ohne großen finanziellen Aufwand sichern. Allerdings setzt Amazon dabei voraus, dass die Daten nur selten und in außergewöhnlichen Fällen abgerufen werden. Daher müsst ihr mit Bereitstellungszeiten von mehreren Stunden bis Verfügbarkeit und zusätzlichen Abrufgebühren leben. Bis zu 5 Prozent des durchschnittlich belegten Speichers können auf dem Monat gerechnet kostenlos geladen werden, was darüber hinaus geht, wird mit 0,012 Dollar pro Gigabyte berechnet, wobei die diese Gebühren letztendlich auch an die Abrufgeschwindigkeit gekoppelt sind.

Glacier bietet somit gute Preise, wenn man mal eben ein paar Festplatten freischaufeln und die darauf enthaltenen Daten für den Fall aller Fälle noch archivieren will. Bei der Benutzung hat der Dienst allerdings seine Ecken und Kanten. Das Hoch- und Runterladen der Daten geht mit den von Amazon angebotenen Tools alles andere als „Mac-like“ vonstatten und so dürften sich viele Nutzer über den neu veröffentlichten Glacier-Client Freeze für Mac freuen.

freeze-amazon-glacier-mac-client

Zum Preis von 9,99 Euro bietet Freeze eine verständliche Benutzeroberfläche und hilft dabei, die auf Glacier gespeicherten Daten zu verwalten oder auch mit lokalen Datenbeständen abzugleichen. Besonders wenn man öfter auch mal Daten zurückholt, kann sich das Programm bezahlt machen. Ihr könne die Übertragungsgeschwindigkeit begrenzen oder auch abgebrochene Downloads zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen, um so die kostenlosen Downloadlimits nicht zu überschreiten. Einzig schade, dass der Entwickler keine Demoversion seiner App anbietet.

Montag, 26. Okt 2015, 19:14 Uhr — Chris
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  • Sind 12€ für 1TB pro Monat wirklich günstig?

      • Der Preis für den Speicherplatz ist falsch im Artikel angegeben. Es geht ab 0,007 USD/GB los (Serverstandort Irland) hört bei 0,012 USD/GB auf (Serverstandort Frankfurt). Macht also zwischen 7 USD und 12 USD im Monat. Da greif ich lieber zu den gleich teuren Alternativen und habe keine Zusatzkosten, wenn ich die Daten wieder benötige.

      • @iToucher: Sorry, da war ein Tippfehler drin. 0,012 Dollar pro TB musste es heißen, ist korrigiert jetzt

    • Backblaze ist in dieser Hinsicht (vor allem, wenn man viele Daten hat) günstiger.

  • Bei Google Drive und Dropbox gibt’s 1 TB für 10 € ohne die ganzen Einschränkungen von Glacier. Ein Vorteil von Glacier ist natürlich die GB-genaue Abrechnung.

  • Jetzt stimmt euer Kommentar nicht. Es sind nicht 0,012$ pro TB, sondern 0,012$ pro GB.

  • Für 3,96$/Monat bietet Backblaze unbegrenzt Backup Speicherplatz. Durch den nativen Mac Client funktioniert das Backup wunderbar im Hintergrund und unterwegs kann man per iOS App auf alle Daten zugreifen.

  • Das selbe für Backblaze B2 bitte.

  • Ein wirklich sehe guter Backup Agent ist Arq. Bei exzellentem Support und für einen sehr vertretbaren Preises kannst nicht nur auf Amazon glacier und s3 Backups schreiben sondern auch auf zahlreiche andere Server, z. B. Google, Dropbox, DreamObjects, Microsoft OneDrive und andere. Unterstütz inkrementelles Backup und alles andere was man wünscht
    Sehr empfehlenswert, benutze ich seit langen ohne jegliches Problem.

  • Es sind 0,007 USD (0,00635 EUR) pro GB und Monat oder 7,00 USD pro TB/Monat = 6,35238 EUR/TB und Monat.

  • Achso alles klar :) Wäre sonst auch verdächtig preiswert gewesen.

  • Die Frage ist, wie lang die Daten gehostet werden.
    Gibt es ein Versprehen, dass ich in 25 Jahren noch rankomme?

    • Denk mal 25 Jahre zurück: Wieviele Daten hätte der Durchschnittsuser damals speichern müssen? 10 Megabyte? Sowas lädt diese App hier in zwei Minuten Benutzung in den Cache.

      Und nun frag dich, welche technische Bedeutung deine heutigen 100 Gigabyte in 25 Jahren haben werden.

      Davon abgesehen hätte ich grundsätzlich mehr technisches Vertrauen in einen großen Anbieter wie Amazon, als in irgendein hippes StartUp.

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