Facebook stellt personalisierte “Social Graph”-Suche vor

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Wer die Hoffnung auf ein Facebook-Telefon nicht aufgibt, wurde auch gestern wieder enttäuscht. Statt des von etlichen Webseiten vorausgesagten Mobiltelefons hat das Unternehmen im Rahmen eines groß angekündigten Events eine neue Suchmaschine vorgestellt.

Facebooks „Suche im Social Graph“ nutzt eure Verknüpfungen und Interessen sowie die Pinnwand-Posts von euch und euren Freunden, um deutlich personalisiertere Suchergebnisse als Google oder deren Konkurrenz zu liefern. Ihr könnt so beispielsweise Menschen mit gemeinsamen Interessen oder besondere Fotos finden, im Urlaub nach Restaurants oder sonstigen Orten Ausschau halten, die Freunde von euch dort auch aufgesucht haben, oder auch einfach bei der Arzt- oder Friseursuche die Empfehlungen von Freunden berücksichtigen.

Letztendlich geht es wohl darum, die unglaubliche Menge an Informationen, die sich mittlerweile auf Facebook angesammelt hat, zu verknüpfen, bereitzustellen und am Ende sicher auch auf die eine oder andere Art zu kommerzialisieren.

Facebook arbeitet bei der Social-Graph-Suche nicht mit Google, sondern mit Microsoft zusammen. Dementsprechend werden die Facebook-Daten mit Ergebnissen der Microsoft-Suche Bing verknüpft.

Einen konkreten Startermin für die neue Funktion gibt es noch nicht, eine Vorschau bietet diese Facebook-Seite, dort könnt ihr auch in eine Benachrichtigungsliste eintragen. Im ersten Schritt soll das neue Feature allerdings nur für englischsprachige Facebook-Konten freigeschaltet werden.

Diskussion 30 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Ja ja, Facebook ^^
    Die app läuft immer noch nicht, die Website gehört auch mal überarbeitet. Hauptsache immer wieder neues bringen und sich damit zu überlasten.
    Somit wird alles andere vernachlässigt.

    — Mr. X
  2. Hätte mir, als es gerade im Radio erwähnt wurde, weitaus spektakuläreres darunter vorgestellt.
    Im Endeffekt wird es sich hiermit wohl wie mit dieser Google-Brille verhalten: nettes Gimmick, mit dem man auch nicht viel mehr anstellen kann als ohne es, das aber haufenweise Datenschützerkritik einfangen wird.

    — Kim
  3. Ich sehe gerade nur eine Anwendung: GayRomeo kommt ins straucheln, da man dadurch einfach nach Schwulen in seiner Umgebung suchen kann! ^^

    — Dreas488
  4. Aha, da entfällt das kurze Telefonat, die zweizeilige SMS in der man “nur eben schnell mal fragen wollte…” Noch halte ich das für unnötig. Bin gespannt, wann es ganz selbstverständlich zum Alltag gehört.

    LadyChaos
  5. Dadurch das die suche auf den Freundeskreis beschränkt ist und dann auch nur auf Dinge die mit einem geteilt worden sind (das fehlt in der News) ist das ganze ziemlich uninteressant. Wäre es möglich den gesamten FB Datenbestand zu durchsuchen, würde das mehr Sinn machen, aber so… was nutzt die suche wenn der Freundeskreis nix teilt oder nirgends eincheckt. Bei mir (300+ Personen) würde eine suche nach “asiatischen Restaurants in die Freunde gerne gehen” ins leere laufen. Idee gut, aber zumindest bei mir wenig brauchbar. Da hilft dann auch nicht das wenn der FB Freundeskreis keine Ergebnisse liefert die suche an Bing weitergegeben wird.

    — Phillip
  6. Ein Großteil der Bevölkerung nörgelt über Videoüberwachung
    öffentlicher Plätze, weil sie sich in ihrer Privatsphäre verletzt fühlt.

    Wahrscheinlich 98 Prozent eben dieser Gruppe sind bei FB vertreten.

    Der Mob kapiert nicht, was er nicht “greifen” kann und geht somit
    fahrlässig mit seinen Daten um: Registrierung bei FB mit Angabe
    aller persönlichen Daten.

    “Mein Profil ist doch privat.” … sollte für all diejenigen, die sich trauen
    die Welt auch mal in Frage zu stellen, noch lange keine Garantie
    für sichere Datenspeicherung sein!

    Features über Features bei FB – mit jedem neuen Startup wird der gläserne
    User (und auch der tatsächliche Mensch hinter dem Account) realer –
    das sture Profilieren in Social Networks zaubert jedem Geheimdienst, Hacker,
    Wirtschaftsspion, Social Engineer, …
    ein breites Grinsen zwischen die Ohren…

    Klar, man könnte behaupten “die kommen sowieso an ihre Informationen” …
    Sicherlich ist dem so, aber allerdings kenn eich niemanden, der seine Aktivitäten
    und Erfahrungen wöchentlich auf dem Postweg in Richtung BND schickt oder
    sie an eine Litfaßsäule hängt – aber ich gucke auf FB und sehe Millionen,
    die das freiwillig tun.

    brat-bernd
    • Das war bei anderen social networks nicht anders, das war Ende der 90er in Newsgroups nicht anders (Klarnamen waren die Regel und Pseudonyme quasi ignoriert) – so what? Das ständig über Fb gejammert werden muss. Jeder entscheidet freiwillig was er macht oder nicht und ob nun Person X auf Fb postet das sie Hackbraten zu Mittag hatte oder wie noch vor zwei Jahren auf dem eigenen Blog ist Jacke wie Hose und interessiert niemanden.

      — Phillip
      • Du hast meinen Post anscheinend falsch verstanden.

        Nur, weil es “früher” auch so war, wird’s nicht automatisch unbedenklicher!

        Außerdem habe ich mich auf die Schnittmenge der User bezogen, die das Eine verabscheuen, aber das andere schüren.

        Natürlich entscheidet jeder freiwillig, aber das Beruhen auf Freiwilligkeit würde jegliche Diskussionsgrundlage eliminieren und genau dort beginnt das bedingungslose Hinnehmen sämtlicher Umstände die zB mit FB in Zusammenhang stehen.

        Stimmt… Hackbraten interessiert keine Sau!
        Bei einer Mobilnummer hier, einer Adresse dort sieht die Sache aber schon ganz anders aus…

        Egal… Einen schönen Mittwoch noch.

        brat-bernd
      • @brat-bernd

        Das ist doch alles relativ. Ich bin mir ziemlich sicher, die die sich darüber beschweren haben Kundenkarten, EC Karten, Kreditkarten, kaufen in Online Shops ein usw…. Das ist nix anderes. Heute haben Firmen auch ohne Fb perfekte Profile von quasi jedem in diesem Land. So what? Das hat auch nix mit “hinnehmen” zu tun, bei Fb kann man wenigstens noch kontrollieren wer was zu sehen bekommt. Wenn man einkaufen geht und eine Kundenkarte benutzt, weiß man nicht wer alles erfährt das man gerade XL Kondome und Tampons gekauft hat und jede Firma weiß heute auch in welcher sozialen Schicht man wohnt und welches Wohniveau man hat, etwas was bei social networks nicht ins Gewicht fällt.

        — Phillip
  7. Und so wälzen sich dann alle im eigenen Saft. Man bekommt nur das angezeigt, was Leute mit ähnlichen Interessen auch interessiert. Wem nützt das? Der Werbeindustrie, sie kann auf Vervielfältigungseffekte hoffen – und den Schnüfflern.

    Der Nutzer hingegen verblödet und dreht sich im Kreis – und freut sich darüber sogar vielfach.

    — Eumel

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