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EU-Kommission ermittelt gegen Google

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Google sieht sich mit einem Kartellverfahren der EU konfrontiert. Die Europäische Kommission wirft dem Unternehmen Missbrauch seiner führenden Position mit Bezug auf das Betriebssystem Android vor.

In einer Stellungnahme der EU-Kommission werden die Vorwürfe konkretisiert. Google halte neben den Online-Suchangeboten auch im Bereich der Lizensierung von Android-Betriebssystemen und dem zugehörigen App Store die Vorherrschaft. Diese Position nutze Google aus, um die Anbieter der mit Googles Android ausgelieferten Geräte beispielsweise zur standardmäßigen Installation des Webbrowsers Chrome, der Google Such-App oder dem Google Play Store zu zwingen.

Die Kommission wolle sicherstellen, dass ein Anwender unbeeinflusst die Anwendung wählen kann, die seines Erachtens die beste ist. Diese Wahl werde durch die Vorinstallation von Anwendungen beeinflusst. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass Nutzer nur selten eine App zusätzlich laden, wenn deren Funktion schon durch eine bereits auf dem Gerät vorhandene App bereitgestellt wird.

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Weiter wird bemängelt, dass Google den Open-Source-Charakter torpediere. Das in Verbindung mit der Installation von Google-Apps, darunter die wichtige Softwarequelle Google Play Store, erforderliche „Anti-Fragmentation Agreement“ verbietet den Geräteherstellern, sogenannte Android-Forks, also nicht von Google lizensierte Android-Modifikationen auszuliefern. Dies wirke einer freien Verbreitung der Android-Alternativen entgegen.

Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf die Prämien, die Google Geräteherstellern oder auch Mobilfunkprovidern anbietet, wenn diese Googles Such-App auf ihren Geräten installieren. Eine solche Prämie sei zwar grundsätzlich nicht anstößig, die Tatsache, dass Google die Prämie nur dann auszahlt, wenn auch kein anderer Suchanbieter als Google auf dem Gerät präsent ist, dagegen schon.

Das Verfahren wird uns noch eine Weile beschäftigen. Die Beschwerde an sich hat noch keinerlei Folgen und als nächstes hat Google die Möglichkeit, die Vorwürfe der EU-Kommission zu widerlegen. Sollte dies nicht gelingen und sich die Vorwürfe bestätigen, steht Google zumindest eine empfindliche Geldstrafe ins Haus.

Mittwoch, 20. Apr 2016, 19:38 Uhr — Chris
20 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Apple macht das doch auch mit Safari O.o

  • Das macht doch Apple auch mit Safari O.o

  • Und was ist mit Gerätegerstellern wie Samsung die ihre eigenen Apps vorinstallieren? Gehen meinen Freunden dermaßen auf den Keks und müllen nur den Speicher zu. Dazu werden dadurch immer unzählige Apps angeprisen, die nichz notwendig sind und nur weiter Speicher nehmen. Kommt also demnächst dann wie in windows diese Browserauswahl oder wie?

    Ich finde das eigentlich nicht so, dass Google jetzt dafür hinhalten muss.

    Naja. Mal schauen was kommz :)

    • Nicht aufregen. Löschen und fertig.

    • lesen hilft. dieses blöde rumgepöble immer! es geht in dem verfahren darum, dass google sagt: android ist open source, liebe gerätehersteller, nutzt es kostenlos für eure smartphones, wir wollen kein geld dafür. dann kommt aber google und sagt: ach, ihr wollt zugang zum playstore??? kein problem, kauft unser google app-bündel und bezahlt viel lizenzgebühren für viele apps, die es nur im komplettpaket gibt. dann können eure kunden auch auf den appstore zugreifen. verstehst du den „betrug“? eine kostenlose software wird kostenpflichtig, weil ohne appstore alles doof ist. das ist abkassieren durch die hintertür. es geht nicht darum, dass es grundsätzlich standardapps gibt.

    • Du hast es nicht verstanden!!! Samsung zwingt bspw. nicht Sony oder HTC zur Installation!

      Und wie kann bitte bei den mittlerweile riesigen verbauten Speicherbausteinen „Speicher voll gemüllt werden“?

      Lösch Dein Kommentar, beschimpf Deine Freunde dafür dass Sie Android-Schrott kaufen und genieße Dein iPhone

  • Das verfahren läuft schon seit 2010 und wurde jetzt noch auf android ausgeweitet.

  • Weiß eigentlich noch jemand das das Internet schon mal ohne Gockel funktioniert hat?

    Das Problem an solchen Molochen ist, keiner hat ihnen auf die Finger geklopft als es Zeit war.
    Jetzt versucht man den Besen der stetig zum Brunnen läuft um Wasser zu holen zu zerhacken.

    Vergesst dabei nur nicht das die Einzelteile jeder für sich auch zum Brunnen laufen wird..

    Schlimmer noch als das sind die die das Wasser auch noch stetig saufen..

  • Endlich mal ein guter Kommentar.
    Genau meine Rede.
    ymmd

  • google kann sich ja von bill gates rat holen, oder wie war das damals mit dem IE und Windows?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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