Details zu “iTunes Radio”: Apple bezahlt den Labels 0,13 Cent pro Song

22 Kommentare

Das Wall Street Journal hat Details aus den im Zusammenhang mit dem Musikstreaming-Angebot iTunes Radio zwischen Apple und den Musiklabels geschlossenen Verträgen veröffentlicht. Demnach bezahlt Apple nicht nur abhängig davon, wie oft ein Song gehört wurde, sondern gibt auch einen Teil der Werbeeinnahmen ab.

itunes-radio

Konkret bezahlt Apple den Labels wohl 0,13 US-Cent für jede Songwiedergabe. Zusätzlich werden dann noch 15 Prozent der mit dem Angebot erzielten Werbeeinnahmen unter den Labels aufgeteilt. Mit diesen 0,13 Cent bezahlt Apple jetzt bereits 0,01 Cent mehr pro Song, als der US-Platzhirsch Pandora, vom nächsten Jahr an soll Apple dann sogar 0,14 Cent pro Wiedergabe bezahlen und 19 Prozent der Werbeeinnahmen an die Labels abtreten.

Allerdings wurden Apple offenbar auch einige Ausnahmen zugestanden. So sollen keine Lizenzgebühren anfallen, wenn sich der betreffende Song bereits in der Musiksammlung des Hörenden befindet oder die Wiedergabezeit unter 20 Sekunden liegt. Allerdings könne Apple pro Nutzer nur bei zwei Titeln pro Stunde den Wegfall der Lizenzzahlungen geltend machen.

Das Wall Street Journal will diese Informationen aus einem Vertrag haben, den Apple an Independent-Labels geschickt habe, ist sich allerdings sicher, dass diese Abmachungen vergleichbar mit den mit großen Musiklabels getroffenen Vereinbarungen vergleichbar sind. (via Mac Rumors)

Wir haben iTunes Radio hier ausführlicher vorgestellt. Allerdings lässt sich der Dienst vorerst nicht in Deutschland nutzen, ein Zeitpunkt für den Europastart wurde noch nicht genannt.

Diskussion 22 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Wieso sollte Apple Verluste machen???? Wenn jeder Zuhörer auch nur jedes 500. Lied, das er hört, kauft, (500*0.0013€ = 0.65 € < 0.89€, die man für nen Song zahlt) macht Apple immer noch einen Gewinn von mehreren Cent. Dazu kommen noch die Einnahmen durch iAd. Ich denke, mit iTunes Radio macht Apple jetzt zwar nicht die fettesten Gewinne, aber im Minus sind sie auf keinen Fall.

      — _p1_
      • Eine durchaus kluge Rechnung. Der Fehler dabei ist nur, dass Apple von den 89ct für den Download wahrscheinlich nur ~30% behalten darf…

        — jonas
  1. iRadio ist totaler Schrott, leider. Eine Mischung aus Spotify und iTunes Match, die nicht wirklich befriedigt.

    — Daniel
      • So wie ich es schon VOR der Keynote immer gesagt habe:
        “Es wird keine iRadio geben!!! Es wird iTunes Radio heißen.”
        Und keiner hat mit geglaubt.

        — Benjamin
    • Nur weil es dir nicht passt?

      iTunes Radio ist überhaupt keine Mischung aus Spotify und iTunes Match. Vielmehr ist es eine Erweiterung der Genius-Listen.

      Für Leute die ihren Musik-Horizont erweitern wollen ist es ne coole Sache.

      Bei Spotify stört mich, dass ich immer vorher wissen muss, was ich hören will. Damit bietet mir Spotify eigentlich nur eine 100 % Vorschau für Alben o.Ä., die mich interessieren. Wenn’s meinen Erwartungen entspricht kaufe ich das Album ja schließlich, um damit den/die Künstler zu unterstützen.

      iTunes Radio bietet mir die Möglichkeit, neue Sachen kennen zu lernen, die meinem Musikgeschmack entsprechen. Wenn der Service gut lernfähig ist, wird das definitiv interessanter als Spotify.

      Klar ist mir auch bewusst, dass viele Leute nur Spotify zum Musik hören nutzen und sich keine Musik mehr kaufen. Aber Apple versucht diesen Markt eben offensichtlich nicht zu bedienen.

      — Felix
      • Spotify hat auch eine Radiofunktion – sowohl mit fertigen “Stationen” als auch mit selbst erstellten. Du musst also nicht vorher wissen, was du hören möchtest.

        — Alex
  2. der dienst lässt sich nutzen … auch in deutschland nur mit einer amerikanischen apple id in den einstellungen unter appstore und musik anmelden :)

    — Juschan
  3. Keine Alternative und Konkurrenz für spotify.
    Seitdem ich spotify Premium nutze, halt iTunes von mir keinen Cent mehr gesehen.
    Es gibt wirklich nichts besseres und angenehmeres als spotify für mich wenn man keinen wert darauf legt eine “Datei” zu besitzen. was schert es mich ob ich sie auf den rechner etc. habe wenn ich eh immer zugriff darauf habe mit spotify und zusätzlich noch vieles neues entdecken kann usw. Im Auto habe ich zb. Einen ipod am Radio angeschlossen und kann meine playlisten offline hören. Für mich ist spotify eine Wunderbare Erfindung. Habe in meinem leben schon Unmengen für Musik ausgegeben damit ist Schluss

    — Bene
    • Ob du jetzt eine Flatrate monatlich am zahlen bist oder pro Song. Keine Ahnung was daran besser ist. Man muss es schon voll ausschöpfen um einen Vorteil zu Erlangen.

      — mail@karox.de
    • Im Prinzip sehe ich es genau wie du, aber leider hat Spotify keine Titel einiger meiner Lieblings-Künstler im Repertoire – da hab ich mich dann doch gegen Premium entschieden und höre ab und an mal Werbeunterstützt rein, wenn ich Abwechslung von “meiner” Musik brauche. Damit ist bzw. wäre iTunes Radio für Leute wie mich genau das richtige – ich hoffe, es kommt relativ zeitnah nach Deutschland.
      Zum Thema: wie sieht die “Werbeunterstützung” eigentlich aus? Nur eingeblendete Werbebanner oder – so wie auch bei Spotify – eingesprochene / gesungene Texte und Jingles?

      — Lowista
  4. Naja Spotify mag ja schön sein, aber in der nutzbaren Variante für knappe 10,-€/Monat wird das Rechenbeispiel bei längerer Zeit dann doch schwankend….wenn du Spotify für sagen wir 3 Jahre nutzt dann hat du fast 360,-€ gezahlt….hast du so viel Geld in den letzten 3 Jahren für Musik ausgeben? Dazu kommt das beim Kauf irgendwann ein gewisser ” Grundstock” an Musik da ist und “nur”neue Titel hinzu kommen…..

    Wenn alle ersteinmal “abhängig” von Spotify sind ziehen die Preise an oder sonstwas passiert was dich zwingt das Abo nicht fortführen zu können.Dann ist das Geld schlicht weg.

    — Jano
    • Sehe das ähnlich, auf Dauer lohnt es sich für die Wenigsten. Und für “ab und zu mal einen bestimmten Song hören” gibt’s Youtube.

      — Kraine
    • Allein schon das ich es im Autoradio mittels ipod höre und auch keine Rohling mehr brauche und dies absolut komfortabler bin ich gerne dazu bereit. Ist halt meine Alternative zu itunesmatch mit weiteren Vorteilen. Zuhause schön mittels ipad auf den AirPlay Receiver streamen. Habe meine riesige CD Sammlung schon lange aus dem Wohnzimmer verbannt. Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden

      — Bene
  5. Ganz nebenbei kann ja auch mal jemand an die schaffenden Künstler denken und nicht immer nur “Geiz ist geil”!

    — El torro
    • Immer noch eine bessere Alternative als illegales aus dem Netz zu ziehen. Das der Künstler (label) via spotify nicht reich wird ist mir schon bewusst. Mit cd Verkäufen ist doch eh kein Geld mehr zu verdienen, der Markt hat sich verändert. Dsds und Konsorten werden sie als cd noch an den RTL Zuschauer loswerden

      — Bene
  6. Zu Spotify: Gute Alternative, bei der Telekom in meinen Vertrag mit integriert, spart Datenvolumen, der ja bei der Drosselkom teuer geworden ist! Seit Spotify höre ich auch Musik, die ich mir so nicht gekauf hätte… hab mir vorher häufig die “Schnäppchen” für 5 Euro bei Amazon oder iTunes gekauft… Mich stört es schon, dass ich die Lieder nicht mehr besitze… Wenn ich mir überlege, dass ich in 10 Jahre keine neue Musik selber besitze, sondern noch immer bei Spotify bin, ärgert mich das! Übrigens ich habe bestimmt vorher für 120 Euro im Jahr Musik gekauft… Einen guten Grundstock besitze ich auch, aber der wird wohl erstmal nicht mehr anwachsen :-(

    — Dominique
    • So nutze ich das auch, nur dass ich mir in meinem Leben 2 CDs gekauft habe…und da war ich 14. Mit Spotify nutze ich das Medium Musik öfter und zahle sogar etwas dafür.

      — Niklas
  7. Was wird Dan eigentlich aus dem bisherigen Radio in iTunes?
    Benutze das eigentlich ganz gern auf dem Apple TV … Hofe das bleibt in der Form erhalten.

    — Mike

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