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Der Video-Converter Review: Teil I

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Kommerzielle Tools zur Erstellung von iPod-Videos schießen momentan wie Pilze aus dem Boden. Preislich zwischen 5€ und 50€ angesiedelt, gestalten sich Funktionsumfang, die Qualität und auch die Dauer des Konvertierungsprozesses derart unterschiedlich, dass die erzielten Ergebnisse stark differieren. Wir haben uns 8 dieser Programme etwas genauer angesehen und wollen in unserem zweiteiligen Review einen Überblick der derzeit am Markt erhältlichen Tools für Mac und Windows Rechner geben.

    Los geht es heute mit dem iPod Video Converter von Xilisoft, Makayamas iPod Media Studio, Podner von Splasm und MoviePod von Nullriver. Getestet wurde auf einem Acer Laptop mit 1,6 GHz Centrino und 1,25 GB RAM sowie auf einem iBook G4 mit 1,3 GHz und 1 GB RAM.
    Als Ausgangsmaterialien wählten wir ein von der CT‘ bereitgestelltes HDTV-Sample im MPG-Format (36MB/16sek.), den King-Kong Trailer als Quicktime-Movie (24MB/137sek.)und einen Teaser der DVD Taxi (1GB/ 14min.).

  • Win: Xilisoft iPod Video Converter ($29)

    Screenshot-Galerie

    Der Xilisoft iPod Video Converter kommt nacht einer kurzen Installation, die keinen Neustart benötigt, mit einem aufgeräumten und doch Featurereichem GUI daher.
    Video-Professionals werden sich über die Einstellmöglichkeiten, die Xilisoft dem Anwender bietet, freuen. Von der Bitrate über die Buffergröße bis hin zur ILDCT Compare-Function lassen sich über 100 Settings den eigenen Vorstellungen anpassen. Wer sich damit überfordert fühlt läßt einfach alles auf Default. So haben auch wir die meisten Programme getestet – unsere schlimmsten Befürchtungen gehen in Richtung 120 Minuten Konvertierungsdauer, da möchten wir uns nicht erst noch ewig lang mit dem Optimieren der Einstellungen beschäftigen.
    Los geht es mit dem HDTV-Sample. Nach der einfachen Auswahl des Files über das „Durchsuchen“-Menu des iPod Video Converter werden uns sofort die Dateiinfos angezeigt. Framerate, Größe und Format erscheinen neben der kleinen Vorschaubox, die unser Video jedoch nicht abspielen mag. Weiter: Wir klicken wir auf Encode, und nach nicht einmal 16 Sekunden haben wir ein sehr ansehnliches Ergebnis unseres Test-Files. Gespeichert im *.mp4 Format (in einem Zielordner der sich frei bestimmen läßt) ist die ausgegebene Datei gerade mal
    1,6 MB groß. Sehr gut – auch wenn die Fortschrittsanzeige während des Encode-Vorgangs anscheinend willkürlich hin und her springt.
    Weiter geht es mit dem Quicktime-Trailer. Dieser läßt sich, obgleich richtig erkannt, nicht umwandeln. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen geben wir entnervt auf.
    Die DVD hingegen scheint das Xilisoft-Tool vor keine Problem zu stellen. Zwar muß man sich den gewünschten *.vob-File per Hand auswählen, die Konvertierung unseres Teasers geht mit nur 8 Minuten jedoch erstaunlich schnell. Das Resultat ist 99 MB groß und qualitativ hochwertig. Synchron vom Anfang bis zum Ende und ohne Artefakte bzw. Störungen.

    Fazit: Der Xilisoft iPod Video Converter bietet einen riesigen Funktionsumfang, gute Ergebnisse und eine schnelle Encoding-Zeit.
    Neben den etlichen Einstellungen gibt es vorgefertigte Profile für die iPod-Movies, wie etwa „beste Qualität“ oder „geringste Größe“.
    Auch die Ausgabe der Dateien ins Quicktime-Format oder als MP3 ist möglich.

  • Win: Makayama iPod Media Studio (30€)

    Screenshot-Galerie

    Das iPod Media Studio von Makayama präsentiert sich dem User von Anfang an als One-Click-Solution. Per Assistent führt das Tool durch den Konvertierungsvorgang und läßt dabei so gut wie keinen Spielraum für eigene Vorlieben. Zwar kann man im Vorschau-Fenster die Farbe des Video-iPods wählen der eine Art Skin für den integrierten Player darstellt, damit hat es sich dann aber schon mit der Konfiguration.
    Nach Installation und erzwungenem Neustart beginnen wir auch hier mit unserem HDTV-Sample. Ganze 23 Sekunden benötigt das Media Studio zum Konvertieren unsere Files. Das 1,88MB große Resultat ist zwar ansehnlich jedoch benötigen wir eine ganzen Weile um zu verstehen das der Konvertierungsvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde. Das Programm denkt anscheinend es sei gut beraten, sich nach erfolgter Konvertierung mit einem Laufzeitfehler ins Jenseits zu verabschieden.
    Ein Zielordner für fertige Files läßt sich nicht wählen, automatisch wird einfach alles auf den Desktop gelegt. Qualitätsunterschiede bei den zwei zur Auswahl stehenden Optionen „Higher Quality“ und „Less Disk Space“ konnten wir nicht feststellen. Anscheinend konfiguriert man hier nur die Dateigröße. Während des Encodens gibt es auch keine Fortschrittsanzeige.
    Weiter zu unserem Quicktime-Movie. Dieses hat bei dem Makayama-Tool keine Chance. *.mov-Dateien werden grundsätzlich nicht unterstützt.
    Nur *.avi, *.mpg, *.asf und *.dv Formate können von der Festplatte gewählt werden.
    DVDs scheint das Media Studio jedoch zu unterstützen, zumindest ein Button im Main-Interface deutet darauf hin. Nachdem unsere Scheibe eingelegt ist liest das Makayama-Tool die *.ifo-Dateien aus. Eine selektive Auswahl der *.vob-Dateien ist nicht möglich. Dies kann, ganz nach Bedarf von Vorteil oder auch nachteilig sein. Ganze Filme lassen sich hier leicht auswählen und im Gegensatz zum Xilisoft-Tool komplett encoden. Bei kleinen Teasern, wie dem von uns gewähltem wird es hingegen schwieriger. Auf seinen Anfang müssen wir verzichten, denn dieser scheint in der *.ifo-Datei nicht richtig definiert zu sein. Das Resultat der mit 25 Minuten beinahe Endlos dauernden Konvertierung ist dann jedoch Haarsträubend. Voll mit Artefakten zeigt sich ein schlecht verkleinertest Bild das mit 107 MB trotz geringerer Laufzeit und wesentlich schlechterer Qualität immer noch 8MB größer ist als das Xilisoft-Resultat.

    Fazit: Das iPod Media Studio von Makayama richtet sich in erster Linie an den unbedarften User. Dabei bietet es zu wenig Eingangsformate, lange Render-Zeiten und schlechte Ergebnisse.

  • Mac: Splasm Podner ($10)

    Screenshot-Galerie

    Schon laut Online-Beschreibung möchte Podner eigentlich nur ein einfaches GUI für Apples Quicktime sein. So wirbt Splasm mit einer schnelleren Geschwindigkeit als Quicktime und bindet sich auch in Kompatibilitätsfragen ganz an sein Vorbild. Soll heißen: Alles was Quicktime spielen kann, soll von Podner konvertiert werden können.
    Damit schränkt sich das Mac-Mässig einfach installierte Podner recht deutlich in seinem Funktionsumfang ein. Weder unseren DVD-Teaser noch das HDTV-Sample können auf Podners Drag’n Drop Window gezogen werden.
    Dafür schafft unser erstes Mac-Tool den King-Kong Trailer ohne Probleme. Ganze 3:15 Minuten benötigt Podner in der Standardeinstellung um den Trailer zu konvertieren, ihn in die iTunes- Bibliothek zu kopieren und das Thumbnail in iTunes anzuzeigen. Das Resultat ist 17,6 MB groß.
    Um nicht gänzlich auf einen HDTV-Test zu verzichten besorgen wir uns ein von Apple bereitgestelltes HDTV-Sample im Quicktime Container.
    111 MB misst der BBC-Wildlife Ausschnitt und wird von Podner problemlos Konvertiert. Nach 6:56 Minuten hat das Natur-Video nur noch eine Größe von 34.6 MB.
    Beide Videos haben eine Tadellose Qualität und die im erstaunlich aufgeräumten Menu untergebrachten alternativen Encoding-Settings braucht man nicht wirklich. Komisch ist allerdings das sich die mit Podner encodierten *.mov-Dateien nicht mehr auf Windows Rechnern abspielen lassen.


    Fazit: Mit Podner gibt es ein angenehmes GUI für die iPod gerechte Video Konvertierung unter Quicktime. Podner ist schnell und liefert gute Ergebnisse nur würden wir uns mehr Kompatibilität zu anderen Formaten wünschen. Der Preis ist für das Gebotene Top.

  • Mac: Nullriver MoviePod ($10)

    Screenshot-Galerie

    Nullrivers MoviePod kostet mit seinen $10 zwar genau so viel wie Podner verspricht aber eine größere Kompatibilität zu unterschiedlichsten Video Formaten. Nach der ebenso einfachen wie schnellen Installation, bietet MoviePod ein schlaues Option-Pannel.
    Bequem kann man hier die wichtigsten Einstellungen wie, den Speicherort der fertigen Movies, das Erstellen von iTunes-Playisten und die Qualität der Ausgabe bestimmen. Um die Gewählten Files zu konvertieren reicht es die Videos per Drag’n Drop auf die MoviePod Oberfläche zu ziehen. Ein Statusbalken zeigt den Fortschritt des Konvertierungsprozesses grafisch an. Die verbleibende Zeit darf man jedoch selbst schätzen.
    So weit so gut, kommen wir nun zu den Problemen. Wir haben keines unserer Test-Videos mit MoviePod konvertieren können. Zwar startet das Tool und arbeitet augenscheinlich auch, aber die Ergebnis-Videos lassen sich nirgendwo finden. Gleich welche Einstellungen wir vornehmen, MoviePod gibt keine Files aus. Momentan warten wir noch auf eine Antwort von Nullriver, sollte sich eine Lösung für dieses Problem gefunden haben ist MoviePod in Teil II unserer Review wieder zur Stelle. Bis dahin geben wir erst mal kein Fazit.

Freitag, 18. Nov 2005, 17:31 Uhr — Nicolas
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