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Capture One 7: Ersatz für Apples abgesägtes Aperture?

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Apple hat angekündigt, die RAW-Software Aperture nicht mehr weiter zu entwickeln und ab dem nächsten Jahr durch eine neue OS X Software Photos zu ersetzen. Ob diese Software, von der wir vermuten können, dass diese ein Zwischending zwischen dem Einsteiger-Programm iPhoto und der Profi-Anwendung Aperture werden wird, für alle der passende Nachfolger sein wird, bezweifeln wir etwas. Spätestens Anfang 2015 werden dann viele auf der Suche nach einer Alternative für Aperture sein. Wir haben uns einen der aktuellen Mitbewerber einmal angesehen. Im Gegensatz zu Adobes Lightroom, dass sehr viele Aufgaben erfüllt, konzentriert sich Capture One auf eine Bild-Browser-Funktion und die eigentliche RAW-Entwicklung.

Capture One gibt es in zwei Versionen, einer Express genannten für 69 €, die sich weitgehend auf die einfache Katalogfunktion stützt und bei der RAW-Konvertierung auf eine vereinfachte Werkzeugpalette zurückgreift. Capture One Pro kostet hingegen 229 € und bietet dafür neben speziellen Werkzeugen in der RAW-Verarbeitung einige zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten und vor allem die Option, kabelgebundene Aufnahmen direkt aus der Kamera mit dem Computer zu steuern.

Wer von Aperture auf Capture One umsteigt, fidnet einige der gewohnten Elemente am gewohnten Ort wieder. In der Mitte befindet sich der große Bereich für die Anzeige der Fotos, darunter oder wahlweise daneben der Bildbrowser mit den Miniaturen. Am linken Bildrand ist die Bibliothek untergebracht, die bei Aperture Mediathek heißt. In diesem Bereich öffnet man bei Aperture zum Bearbeiten eines Fotos den Reiter „Anpassungen“, bei Capture One stehen dort mehrere unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung.

Capture One002

Capture One bietet deutlich mehr Optionen in der RAW-Entwicklung, als Aperture. Diese sind sinnvoll nach Gruppen zusammen gefasst und lassen sich gut bedienen. Die GRuppierung ist auch notwendig, das selbst die Express-Version von Capture One sehr viele, teilweise recht ähnliche Werkzeuge und Einstellungen umfasst.

Capture One bringt sich damit als sehr guter Ersatz für Aperture in Position. Einen Test (mit einer großzügigen Testdauer von 60 Tagen) können wir empfehlen. Vermutlich findet der komplette Umstieg dann noch vor dem Ende von Aperture statt. Wobei Capture One in den Ausgabemöglichkeiten etwas beschränkt ist. Das unterscheidet die Software aber kaum von Aperture, aber dafür deutlich von Lightroom, dass hier einiges mehr zu bieten hat.


Originallink

Freitag, 25. Jul 2014, 10:24 Uhr — Andreas
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  • Tip: bitsundso Podcast Folge 383, dort werden alternativen behandelt…

    • Den letzten Satz mit den beschränkten Ausgabemöglichkeiten kann ich nicht ganz nachvollziehen. Kann Lightroom CMYK Ausgabe ? Kann Lightroom mit einem Knopfdruck gleichzeitig ein hochauflösendes CMYK JPEG für den Druckbereich, 300dpi ECIrgb TIFF fürs neutrale Archiv und 72dpi sRGB JPEG fürs Internet erzeugen ?

      CaptureOne ist sehr mächtig und trotzdem einfach zu bedienen. Aber man muss etwas Zeit mit den sehr guten Tutorials zubringen und die Benutzeroberfläche für die eigenen Bedürfnisse anpassen. So macht es z.B. Sinn, eine Ansicht zum Sortieren und Auswählen der Bilder (Übersicht auf dem großen Monitor, Details auf dem kleinen bei 2 Monitoren) und eine für die Bearbeitung (genau umgekehrt) zu definieren. Auch verwende ich einige Tools fast nie, andere, die in der Grundkonfiguration über 3 Toolreiter verteilt sind, aber sehr häufig. Also habe ich mir einen eigene Reiterbelegung eingerichtet, spare mir das zus. Herumgeklicke und bin jetzt extrem effizient. 300 Bilder in weniger als einer Stunde bearbeiten ist kein Hexenwerk.

  • Was mich ein wenig wundert an der ganzen Sache ist der Fakt, dass Aperture doch noch weiter funktioniert, auch wenn es nicht mehr weiter entwickelt wird. Ich nutze erstmal noch Aperture weiter und schaue mir nächstes Jahr das neue Photos an, schaue mal, was Adobe macht, um sein Lightroom auch im Netzwerk mal brauchbar zu machen und dann schaue ich mal, ob ich wechsel oder ob ich erstmal bei Aperture bleibe. Aperture hat ja alle Funktionen, die ich brauche und die gehen jetzt auch nicht plötzlich verloren, nur weil die Weiterentwicklung eingestellt wurde.

    • Das Problem an Aperture wird dann sein, dass neue Kameras und Objektive nicht die automatische Korrektur bekommen. Wer in raw fotografiert braucht das. Bei jpegs pssiert das schon in der Kamera. In den Aktualisierungen bei Lightroom steht jedes mal drin, welche Modelle neu dazu kommen. Wer an der Ausrüstung nichts ändert, der muss auch an dem Gesamtsetup nichts ändern.

      • Die RAW Update passieren auf System Ebene, Photos braucht dieses auch! Hat rein gar nichts mit Aperture und dessen Entwicklungsstand zu tun.

  • Wieso tun alle so als ob Aperture nicht mehr funktioniert? Gehts noch?

  • Aperture läuft doch noch? Man könnte bei eurer und andrrer Berichterstattung meinen, es würde ab Herbst automatisch gelöscht werden oder nicht mehr funktionieren. Aperture wird auch mit Yosemite laufen.
    Warum bitte soll Photos weniger können???? Erst einmal abwarten. Wer jetzt hektisch seine Fotoarchive in ein anderes Programm übernimmt, dem ist nicht zu helfen.
    Der Schritt iPhoto und Aperture zu vereinen ist konsequent und durchaus logisch. Schon heute nutzen beide Programme eine Bilderdatenbank.
    Es werden sicher keine Funktionen beschnitten.

  • Das Fragezeichen am Anfang ist putzig.

  • Es sollte mal klargestellt werde, das es hier elementare Unterschiede gibt und die Anwendung keinesfalls ähnlich sind, ausser das sie natürlich alle RAW entwickeln können:

    Aperture – Bildverwaltung u. keine Objektivkorrektur

    Capture One – keine Bildverwaltung u. schwierige Objektivkorrektur, sehr gute Bildqualität

    Lightroom – Komplettpaket, Workflow ist ne Geschmacksfrage

    Dxo – keine Bildverwaltung, sehr gute Objektivkorrektur, Automation, sehr gute Rawverarbeitung

    • Zu Capture One gibt es ein Zusatzprogramm „Media Pro“ das macht dann die Bildverwaltung.
      Kostet allerdings auch was.

    • CaptureOne hat in der letzten Version (7.1) Teile von MediaPro eingebaut bekommen.
      Wobei – die Bildverwaltung von CaptureOne auch vorher schon gut war. Ich habe in den letzten Jahren jedenfalls nichts vermisst. Im Gegenteil: alle Daten liegen offen zugänglich im Mac OS X Finder, anders als z.B. bei Aperture mit seiner Datenbank.

  • Lightroom5 gibt es soviel ich weiß nur im Jahresabo, was für mich als Hobbyfotograf nicht in Frage kommt.

    • Genau das dachte ich mir auch. Ich mag keine Abomodelle, da sich mir der marginale Mehrwert für einen Hobbygotografen definitiv nicht lohnt.

    • Ich konnte auf der Adobe Seite jetzt nur das Abo Modell finden. Allerdings könnte ich normale Kaufversionen auf z.B. Amazon finden. Warum verkauft Adobe die nicht?

      Andererseits würde ich jetzt sowieso warten. Die Version 6 soll wohl bald rauskommen. Sollte es die als normale Kaufversion geben werde ich mir überlegen Sie zu kaufen.

    • Ich nutze Lightroom seit Jahren. Das gibt es nach wie vor als Standalone. Zu erhalten auch beim großen Fluss oder wo auch immer. Und kostet nur knapp 100 €.

      Darauf hätte man mit einem minimalen Aufwand aber auch selbst kommen können ;)

  • Ärgerlich finde ich, dass ich Kohle für Aperture ausgegeben habe…..und es nun eingestellt wird….

    • das passiert einem immer wieder. Das Programm hast du ja auch noch. Nur kannst du nicht verlangen, dass du ewig updates erhältst. Und selbst wenn Apple eine neue Version rausgebracht hätte, hättest du dafür wieder bezahlen müssen.

      Klar ärgerlich, wenn man sich an den workflow erstmal gewöhnt hat.

      • Für < Aperture habe ich bisher nur 2x gezahlt vs 1.0 und 3, umsonst gibts woanders…

  • Für Fotobücher gibt’s aber keinen würdigen Ersatz. Zumindest hab ich bisher noch nichts gesehen, was da auch nur ansatzweise an die Möglichkeiten, den Komfort und die einfache Bedienung von aperture rankommt…

  • Das Gute an der Aperture Stilllegung ist, das egal zu welchem Programm ihr wechselt ob Lightroom, capture One oder auch DxO…. Ihr werdet einen Qualitätschub eurer Fotos bemerken sofern ihr die RAW Entwicklung nutzt. Aperture ist hier im vergleich noch in der Steinzeit!

  • „alle Daten liegen offen zugänglich im Mac OS X Finder, anders als z.B. bei Aperture mit seiner Datenbank.“

    Aperture bietet neben der „Rundum-Sorglos-Verwaltung“ innerhalb der Bibliothek sehr wohl die Möglichkeit, die Bilder extern in Verzeichnissen zu speichern und zu referenzieren!
    Das kann man schon beim Import der Bilder wunderbar einstellen und dabei angeben, wohin die Bilder gespeichert werden sollen (interne/externe Festplatte etc.), wie das Verzeichnis und die Bilder selbst benannt werden sollen, uvm.

    Jedem Nutzer von Aperture kann ich jur empfehlen, mal auf die Seite apertureexpert.com zu schauen. Dort findet man jede Menge guter Tipps bis hin zu Videoanleitungen.
    Ich habe über die letzten 8 Jahren bereits Versionen von Capture One u. diverse andere RAW-Konverter genutzt (u.a. auch Bibble, jetzt AfterShot Pro von Corel). Die ausgereifteste Bildverwaltung hat für mich bis jetzt Aperture, und auch die Bildbearbeitungsfunktionen sind besser als ihr Ruf (s. o.g. Website).

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