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Apple Store-Mitarbeiter bewusstlos geschlagen: 7 Monate für Hamburger

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74 Kommentare 74

Der Angriff auf einen Apple Store-Mitarbeiter, in dessen Verlauf ein Angestellter der Apple Filiale am Hamburger Jungfernstieg im Mai 2014 bewusstlos geschlagen wurde, ist in Hamburg nun abschließend verhandelt worden.

apple-hamburg

Das Urteil gegen den 25jährigen Hausmeister, sieben Monate für eine zweifache Körperverletzung und Beleidigung, wurde zur Bewährung ausgesetzt und geht mit einer freiwilligen Schmerzensgeld-Zahlung von zwei mal 1000 Euro einher, die der Angeklagte seinen Opfern im Laufe der Verhandlung aus eigenen Stücken anbot.

Der mehrfach vorbestraft Hausmeister war im vergangenen Jahr im Hamburger Apple Store vorstellig geworden um ein defektes iPhone zu reklamieren. Im Laufe des Gespräches soll es dann zu einem Angriff auf einen Filial-Mitarbeiter gekommen sein, wie die Hamburger Morgenpost zusammenfassend berichtet:

Am Service-Schalter war jedoch großer Andrang, der Mitarbeiter bat den Kunden, sich einen Termin für den Nachmittag geben zu lassen. Björn von K. fing daraufhin an, den jungen Mann hinter dem Schalter obszön zu beschimpfen, schubste ihn, versetzte dem Verkäufer dann einen derart heftigen Schlag, dass dieser bewusstlos zu Boden ging. Der junge Apple-Mitarbeiter erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Kieferprellung, leidet seit der Attacke unter Angstzuständen.

Montag, 11. Mai 2015, 12:18 Uhr — Nicolas
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  • Krass zumal die Mitarbeiter da immer sehr nett sind

  • Diesen Hausmeister sollte man weg sperren :-(

  • Serviervorschlag

    Wieso auf Bewährung wenn der Täter bereits vorbestraft ist? Wir leben echt in einer Täterjustiz. Die Veghältnismäßigkeit zu anderen Strafen wie zum Beispiel für geringfügige Steuerhinterziehung ist absolut verschoben in Deutschland. Die Opfer von Gewalttaten sind hier immer die Dummen. Zum K…..!

      • Das Problem ist, dass man bei Gewaltätigkeiten einer Person schädigt. Bei Steuerhinterziehung schadet man dem Staat und somit auch dessen Einwohner. Also ein Paar Millionen Menschen.

    • Das sehe ich auch so. Auf Gewalt dürfte es für eine Zeit X auch wenn es nur ein paar Wochen sind (bei ner Backpfeife ohne folgen z.B.) keine Bewährung geben. Es sollte so kurz die Strafe auch ist, immer ein Teil davon abgesessen werden müssen. Bei grösseren Sachen natürlich dann länger.

    • Komisch. Und ich hatte immer eher das Gefühl, dass Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt gilt und oft nur mit einer Bewährungsstrafe bestraft wird. Aber gut zu wissen, dass Leute, die eine „geringfügige Steuerhinterziehung“ begehen, anscheinend keine Bewährungsstrafen bekommen, sondern sofort im Knast landen – anders als die, die große Summen hinterziehen. Danke für die Aufklärung!

      • Unwissenheit schützt vor Torheit nicht…
        Guck mal in die §§ 370 AO ff. ;-)

      • @ dave: Stimmt, ich bin echt unwissend, was das angeht. Ich lese halt nur immer von diesen Urteilen auf Bewährung bei Steuerhinterziehung, aber es scheint ja, nach §§ 370 AO ff, alles ganz einfach zu sein. Wenn sich da mal die Richter dran hielten ;-).

      • Serviervorschlag

        Wenn Prominente Steuerhinterziehung begehen, wird es auch als Kavaliersdelikt geahndet. Aber wehe, Malerlehrling Klaus arbeitet 2 Stunden „schwarz“ und wird erwischt. Der kann sich aber ganz warm anziehen. Wo ist da die vernünftige Veghältnismäßigkeit zu Gewaltdelikten, unter denen die Betroffenen noch Jahre später oder gar ihr ganzes Leben leiden?

      • @Serviervorschlag: Und Du kennst sicher diverse Malerlehrlinge Klaus und Co, die sich richtig warm anziehen mussten und in den Knast gewandert sind, nehme ich an?

      • Klar, er kennt auch die „Männer“ die von einem Schlag noch Jahre lang leiden oder gar ihr ganzes Leben. Mensch Leute, wir reden von Körperverletzung – das bekommt man im lächerlichsten Fall sogar bei einer Backpfeife, die zur Anklage gebracht wird. Hier geht es nicht um gefährliche Körperverletzung oder gar schlimmere Sachen („oder gar ihr ganzes Leben noch leiden“). Geldstrafe ist das einzige, was passt. Sonst müsste man für jeden „Schei*“ Jahrzehnte ins Gefängnis.

    • Leider muss ich dir auch Recht geben. Mich schockiert einerseits wie immer gewalttätiger Leute werden aber noch mehr schockiert mich wie Täter hierzulande geschützt.

      Einzig wenn du das Finanzamt bist kannst du dir als Opfer sicher sein, dass der Staat auf deiner Seite ist. Ansonsten werden Opfer nur noch verhöhnt.

  • Bei so einem Urteil kann man sich nur an den Kopf fassen. mehrfach vorbestraft und nach so einer Aktion dann nur 7 Monate auf Bewährung? Der Typ gehört mal eine Zeitlang weggesperrt.

    • Jemanden einzusperren ist keine Lösung. Vielleicht muss er ja an Anti Gewalt Sitzungen teilnehmen, sowas wäre wesentlich sinnvoller.

      • Das kann er im Knast auch!
        Natürlich muss der weggesperrt werden – allein, um andere Menschen vor solchen Gewalttätern zu schützen. Nächstes Mal schlägt er vielleicht deine Mutter nieder! Und dann ist es immer noch der arme Junge mit der schweren Kindheit?

      • Da er mehrfach vorbestraft ist, ist er dem Anschein nicht in der Lage an die Gesetze zu halten. Irgendwo hört es auch mal. Bald kannst du alles machen außer Steuern zu hinterziehen. Bei Gewalt bedarf es gar keiner Diskussion. Im Bau hat er genug Zeit sich abzureagieren.

      • Das ist nicht Dein Ernst, oder? Magst Du so einen vielleicht zum Nachbarn haben?

  • Was hätte es wohl dann für einen Cheeseburger gegeben? :D

  • Mehrfach vorbestraft und dann Bewährung, pffffffff

  • In Kalifornien wäre das Lebenslänglich gewesen…

  • Oha, die Bildzeitungsjuristen sind wieder unterwegs. Wann kommt das Kinderschänderbeispiel? Wartet noch kurz, ich hole mir Chips und Cola. (Nicht dass ich damit die Tat schmälern mag, nur die sinnfreie Kommentierung der Strafe)

    • Ich glaube die Leute sind erst zufrieden wenn wir eine Gesetzgebung wie in der Scharia haben. Hand ab und so. Oder vielleicht doch ne ordentliche öffentliche Steinigung. Die Christliche Tradition der Vergebung kommt hier nicht so gut an. Anscheinend ist die Islamisierung des Abendlandes schon sehr weit vorgeschritten. *rolleyes*

      • *Fortgeschritten

      • Sign! Danke für diesen wertvollen Beitrag, der insbesondere vor Augen führt, woher der Justizansatz rührt. Wir haben das Prinzip der „Sühne“. Die Amis bspw haben das Gegenteilige Prinzip. Lächerlich also die ewig gleichen Diskussionen zu führen.

    • Das Problem ist hier die Info „Mehrfach vorbestraft“. Und ich sehe es genauso. 1Monat absitzen statt 7Monate bewährung. Bei jeder wiederholung wird das Strafmass zudem erhöht.

    • Vielen Dank! Ich freue mich immer, wenn ich wenigstens einige, wenige Kommentare von Menschen mit einem weiteren Horizont lesen kann. Die Höhlenmenschen werden immer mehr! Kein einziger hier war dabei und kann sich ein Urteil erlauben, auch ich nicht! Also einfach mal die Klappe halten!

      • Oder man liest mal die Urteilsbegründung und versucht sich grundlegende Juristische Prinzipien anzueignen. Dann aber auch nur dann sollte man versuchen mitzureden. Alles andere ist Stammtisch Geschwafel.

  • Vielleicht hatte der Täter ja eine schwere Kindheit …

  • und der Richter gehört gleich mit eingesperrt:-(

  • Es gibt immer noch Menschen für die das Faustrecht zum Mittel der Wahl gehören. Solange die Barbarei, aus der sich letztlich unsere Zivilisation entwickelt hat, immer noch in unseren Genen vorhanden ist, wird es weiterhin solche (sinnlosen) Gewaltaktionen geben. Traurige Wahrheit.

  • Tja, wenn´s um ihre Smartphones geht, drehen die Leute durch…

  • ich bin auch Hobbyjurist und gebe meinen Senf dazu:
    wenn er einen (Polizei)beamten bewusstlos geschlagen hätte, käme er jetzt für ein paar Jahre hinter Gitter. Da versteht der Staat dann nämlich plötzlich keinen Spass, ebensowenig bei Strafmandaten, TV-Zwangsabgabe etc. Wenn sich die Bürger gegenseitig die Köpfe einschlagen kümmert ihn das nicht so sehr.

  • vergleiche sind immer schlecht, aber bei so einer offensichtlichen Tat mit derart schlimmen folgen für den Apple Mitarbeiter ist die Höhe der Strafe echt lächerlich. Er verprügelt jemand weil er seine Arbeit macht und bekommt dafür 7 Monate auf Bewährung und müsste theoretisch nicht mal Schmerzensgeld zahlen? Das bedeutet im Grunde das gar nichts passiert. Ich finds einfach nur traurig…

    • Zwischen verprügeln und schubsen ist dann wohl doch noch ein Unterschied. Und könnte es vielleicht sein das durch die Zahlung eines Schmerzensgeld im vorraus, und die damit verbundene Einsicht der Tat, das Strafmaß nicht so hoch ausgefallen ist?! Aber hey, ab mit ihm auf den elektrischen Stuhl!

  • Sorry aber wen interessiert das? Wird das hier bald zu BILD.de oder was soll so ein Artikel?
    Berichtet doch mal über die familiären Probleme von Familie xy, solange die ein Apple Device besitzen, hat das genauso viel mit Apple-News zu tun, wie dieser Artikel hier.

  • Wie hoch wäre die Strafe wohl ausgefallen wenn er einen Samsung Verkäufer niedergeschlagen hätte?

  • Was ich mich Frage, wieso jemand der schon vorbestraft ist eine Bewährungsstrafe bekommt. Das Wort „Bewährung“ muß man diesem Richter wohl erst noch erklären. Denn jemand dem man immer die Möglichkeit einer „Bewährung“ einräumt und sich dann doch nicht Bewährt, gehört auch mal eine Runde hinter Gitter. Ich verstehe unser Rechtssystem einfach nicht mehr!

    • ihr gönnt keinem Hartz4 Empfänger das Nutella Brot, aber heult rum wenn einer wegen nem Schlag nicht Monate in den Knast auf Steuerkosten Urlaub macht? Ja macht Sinn. Die zweimal 1000€ find ich sehr angemessen. Davon hat das Opfer mehr.

      Vorbestraft kannst du auch wegen anderen Sachen sein.

      • Von 2.000€ kann er seine Angszustände wohl kaum bezahlen. Mal etwas weiter denken…

      • Was für Angstzustände?
        Oft vergessen viele bei so einer BILD.de-haften Berichterstattung, dass die oftmals genannten Opfer, keine reinen Opfer sind. Hier hat ein Mann den anderen geschlagen, in 99,9% der Fälle geht da eine Aktion vom anderen hervor. Ohne dabei gewesen zu sein, bin ich mir ziemlich sicher, dass der Täter nicht in den Laden gegangen ist, und einfach zugeschlagen hat. Natürlich wird das Opfer jetzt nicht sagen, ich habe ihn beleidigt/frech mit ihm gesprochen. Und natürlich ist er fürs Leben geschädigt. Sorry, die Geldstrafe ist gerecht, er hätte nicht zuschlagen sollen. Aber man kann es auch übertreiben, ein Schlag und jetzt lebt er in Angstzuständen xD.
        Früher gab’s noch Männer.

    • Der Richter wird dir dan die Wörter „Verjährung“ und „Tilgung“ erklären.

  • Rechtlich betrachtet ist es Körperverletzung.
    Der Angeklagte war klug, weswegen er freiwillig Schmerzensgeld vorgeschlagen hat. Außerordentlich kluger Schachzug, gefällt den Richtern.
    Das mindert das Strafmaß.

    Objektiv.!
    Suvjektiv finde ich auch, dass 2-3 Monate Knast und danach noch Bewährung.

    Aber Leute, bedenkt auch bitte verhältnismäßig. Er hat ihn geschlagen und ist nicht mit dem Messer auf ihn los.

    MfG

  • … leidet seit der Attacke unter Angstzuständen“

    D.h. Jedes mal wenn er ein iPhone sieht zuckt er zusammen ;-)
    Sorry

  • Kaum ein Richter schickt einen 25-jährigen in die vollzogene Freiheitsstrafe. Damit ist das Leben eines jungen Menschen ruiniert. Ich gebe nur wieder, was ich als Zeuge und Opfer bei Gericht gehört habe, als es zur Urteilsverkündung kam. Der Täter war eine Nummer härter drauf, dennoch gab es lediglich 9 Monate Bewährung -bei ebenfalls bereits verhängten Freiheitsstrafen, die zur Bewährung freigesetzt waren.

    • Ganz genau. Er hat ihn geschlagen, sollte er nicht tun, daher ist eine Geldstrafe schon angemessen. Passiert das öfter, erhöht sich der Betrag und es kommt Bewährung dazu. Aber Gefängnisstrafe für sowas, geht’s noch? Was sollen dann für fahrlässige Tötung/Mord/Kinderschänder/Vergewaltiger geben? 70 Jahre ?

  • So Arrogant und Selbstherrlich mittlerweile viele „Genius“ im Apple Store geworden sind wundert mich das nur dass da nicht öfter so etwas passiert. Ich will damit nicht den Schläger in Schutz nehmen. Ich sehe die Strafe auch zu gering ein.

  • Ich wage mal eine Täter Prognose: zu 95% wird er wieder draufhauen, weil dies in seiner beschränkten Welt eine probate Lösung ist. Dass er rückfällig wird ist somit fast garantiert.

    Gerichte sind heutzutage hoffnungslos überlastet und überfordert. Käme er in den Vollzug, hätte die Justiz noch lange mit ihm zu tun. So sind sie ihn vorerst los und günstiger ist es auch.

    Ach ja, das Opfer ist zu 100% traumatisiert und wird es wohl auch bleiben.

    • Traumatisiert xD
      Er ist wohl ein Mann und auch wenn er die Prügel nicht verdient hat, und deswegen Schmerzensgeld erhalten wird, bleiben da nicht mehr als ein paar blaue Flecken oder ein Feilchen.

      • du hast wohl so etwas noch nicht erlebt. Anders lässt sich so viel psychologische Unkenntnis und Ignoranz kaum erklären.

      • Ich habe mich schon öfter geschlagen, selbst in der eigenen Jugend, als der Großteil hier. Das schließe ich aus Aussagen, wie deiner.

      • unfassbar, du bist auch noch stolz drauf… herrlich, du bist kein deut besser als der Typ der hier so glimpflich davon kam. Mit Geld alles regeln? Dein Rechtsverständis fußt wohl im Mittelalter. Aber es ist immer wieder schön zu sehen, wie Figuren wie du sich selber ihr eigene Bewertung ausstellen… ;-)

  • wow, hier sind wieder die Anwälte unter sich am diskutieren… Ihr haltet euch hier eine sinnfreie Diskussion nach der andern ab!

  • Macht es einen Unterschied ob ich einen Apple Store-Mitarbeiter, oder aber vielleicht ’nur‘ einen Saturn-/Media Markt-MA schlage oder warum ist das hier so besonders erwähnenswert?

  • Also Opfer einer Gewalttat im Straßenverkehr hab ich’s live erlebt : der Täter (ohne Schulabschluss, Ausbildung & Einkommen) bekam Rechtsbeihilfe, es wurden insgesamt 3(!) Verhandlungen geführt weil der Anwalt immer ein Haar in der Suppe fand (u.a. Musste ICH ein psychotisches Gutachten über meine geistige Verfassung über mich ergehen lassen) um Schluss kam 3 Monate auf Bewährung heraus, auf meinem Schaden, Arztkosten & Anwaltskosten etc ( > 15.000€) bin ich übrigens sitzen geblieben, der Täter hat ganz elegant Privatinsolvenz angemeldet, das Auto mit dem er zur Verhandlung gefahren ist war auf seinen Vater angemeldet.
    „Denk ich an Deutschland in der Nacht … “ (Heinrich Heine)

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