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Apple soll Musik von iTunes-Konkurrenten von iPods gelöscht haben

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22 Kommentare 22

Über das derzeit laufende Kartellverfahren um die eingeschränkte Kompatibilität des iPod zur Musk von iTunes-Store-Konkurrenten haben wir bereits berichtet. Laut einem Bericht des Wall Street Journal erheben die Anwälte der Gegenseite nun schwere Vorwürfe gegen Apple. So soll Apple zwischen 2007 und 2009 gezielt Musik von iPods gelöscht haben, die bei iTunes-Konkurrenten gekauft wurde.

ipod-kaputt

Apple habe sich dazu eines Tricks bedient und den Vorgang gegenüber den betroffenen Nutzern verschleiert. Konkret sei man beim Versuch, nicht im iTunes Store erworbene Songs auf einen iPod zu synchronisieren, per Fehlermeldung darauf hingewiesen worden, dass der iPod auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden müsse. Apple habe den Grund für diese Wiederherstellung allerdings nicht genannt und im Anschluss seien alle Fremd-iTunes-Titel verschwunden gewesen.

Apple im Visier von DRM-Hackern

Apple begründet diese Vorgehensweise mit internen Sicherheitsrichtlinien. Man habe die Nutzer nicht mit unnötigen Informationen belasten und verwirren wollen. In der Tat hatte das Unternehmen damals massiv mit Hackern und Softwaretools zu tun, die es auf den Kopierschutz der im iTunes Store angebotenen Songs abgesehen hatte. Man muss nicht über Insiderwissen verfügen um sich vorzustellen, dass eben dieser Kopierschutz und dessen Einhaltung zu jener Zeit ein wesentlicher Bestandteil der für Apple so wichtigen Verträge mit der Musikindustrie war. Apple war demnach massiv daran interessiert, hier keine Schwachstellen aufkommen zu lassen.

Ein Beispiel ist das bereits 2005 vom „DVD-Hacker“ Jon Johansen veröffentlichte Softwaretool „PyMusique“. Eine Lücke im iTunes-System ermöglichte es für kurze Zeit, dass sich damit Songs ohne Kopierschutz im iTunes Store kaufen ließen.

Dennoch ist die Frage sicherlich berechtigt, ob die Vorgehensweise Apples in diesem Fall angemessen war. Beim Blick zurück auf diese Zeit wird deutlich, wie wichtig letztendlich die Abschaffung des Kopierschutzes und die damit gewonnenen Freiheiten für alle Beteiligten sind.

Donnerstag, 04. Dez 2014, 9:13 Uhr — Chris
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  • Das hätte es unter Steve nicht gegeben, warte… moment…

  • Ich hatte neulich Probleme mit Songs in iTunes Match, die ich bei Amazon gekauft und direkt in iTunes importierte. Auf dem Rechner funktionierten die MP3. Über iTunes Match hatten alle Songs Aussetzer; sowohl im Stream als auch im Download. Andere, direkt von CD importierte Songs machten keine Probleme.

    • Auch wenn Du daraus eine „neue mp3“ erstellst? iTunes mit Rechtsklick oder 2 Finger Tap eine neue mp3 codieren. Vielleicht ist Dein Rechner so ausgelastet. Amazon nuzt oft VBR (Variable mp3 Bitraten) und nicht CBR (Konstante…). Die sind anscheinend so schwierig zu Handeln das ältere mp3 Player (Auto, HiFi, Stick etc) sie nicht abspielen konnten oder probleme mit hatten.

      • Das iTunes sie in mp3 codiert und die Quali muss vorher in den Einstellungen nach wunsch eingestellt werden.

      • Ich dachte immer, iTunes Match stellt diese automatisch in der höchsten Bitrate zur Verfügung, egal, ob das „Original“ eine niedrigere Bitrate hat (sofern der Song bei Apple vorliegt).

  • Das man Sicherheitslücken schließt und Kopiertschutz einhält der den Musikfirmen zugesichert wurde (so unsinnig das auch ist), ist eine Sache. Das man den Nutzer „nicht belasten und verwirren“ wollte ist doch einfach nur lächerlich. Zumal es Apple ja nicht nur um die Vorteile der Musikfirmen ging sondern ganz massiv um die eigenen Interessen.

    Warum ist es Kartellrechtlich eigentlich kein Problem, dass die Smartphonehersteller heute nur Apps aus dem eigenen Store zulassen? Google mit Android ist da doch eigentlich die einzige Ausnahme, oder? Warum ist es ein Problem, dass auf dem iPod nur Musik aus dem iTunes Store läuft aber in Ordnung, dass auf die iPhone nur Apps aus dem App Store laufen?

    • Wo bitte ist den Google da die Ausnahme?
      Hast du da jemals Apps für Windows Phone oder iOS-Geräte gesehen?

      • Nein, aber auf den Androiden kannst du auch App Stores von Drittanbietern (z.B Amazon) installieren.

      • FAIL. Es geht um Apps. von außerhalb des App-Stores. Installiert wie zB GBA4iOS. Das ist Schwachsinn. Dafür gibt es nen Jailbreak und Tweaks. Das iPhone wurde schon genug in Richtung Google geschubst. Wenn ihr mehr wie Google sollt dann kauft euch eben ein Android.

    • iOS App sind im AppStore als nur auf iOS lauffähig deklariert. Wer nicht lesen oder nachdenken kann hat Pech. Eine CD die du im Laden vielleicht probehörst sollte erwartungsgemäß auch zu Hause in deinem cd Player funktionieren…

      Apple hätte einfach auf dem iPod nur Musik in einem eigenen Dateiformat abspielen lassen sollen was es nur im iTunes Store zu kaufen gibt. Dann wäre alles ok gewesen und die Käufer hätten dann eventuell keine iPods mehr gekauft. So wurde vorgespielt das alles läuft und heimlich doch unterbunden. Das ist ein himmelweiter Unterschied

  • Kann ich so nicht bestätigen. ich habe 2009 einen iPod Nano unter Linux betrieben, konnte also iTunes nicht verwenden. Trotzdem waren die Songs da. Man musste allerdings aufpassen: Die Titel wurden zwar auf das Gerät kopiert, waren aber unsichtbar.
    Trotzdem würde ich meine Erfahrung nicht verallgemeinern.

    • Kann ich so auch nicht bestätigen.
      Mein erster iPod war ein. mini der ersten Generation (2005?) danach kamen noch einige andere hinzu. Die Musik habe ich in der Zeit zwar mit iTunes verwaltet, aber nie bei iTunes gekauft. Ich musste tatsäch hin und wieder den iPod zurücksetzen, aber Musik hat danach nicht gefehlt.
      Mit dem Einkäufen bei iTunes habe ich erst angefangen, als ich ein iPhone in der Tasche hatte.

      • Habe damals nie im iTunes Store gekauft und MP3 auf meinem iPod (Wheel) gehabt. Vielleicht war es ja danach?

        M4B Hörbücher waren in jedem Fall danach…

  • Ich verstehe bis heute nicht, warum beim iPhone alle Daten gelöscht werden, wenn man es an ein neues iTunes hängt. Ich logg mich dort mit meiner Apple-ID ein, will nur Software-Updates installieren, vielleicht ein paar Musikstücke importieren und schon ist alles weg, was vorher drauf war. Bei reinem Sync würde ich das ja verstehen, aber bei manuell? Kack-Software!

    • Twittelatoruser

      Seit ca. iOS 4 und/oder einer älteren iTunes-Version ist dies nicht mehr so. Man muss dann lediglich darauf achten, dass man iTunes registriert, damit es wegen dem dämlichen Raubmordkopierschutz die Musik in Ruhe lässt.

      • Twittelatoruser

        Und Apps natürlich … Blende Seitenleiste ein und mit Rechtsklick auf iOS-Gerät kann man die Einkäufe übertragen lassen ohne synchronisieren zu müssen …

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