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Apple Music Connect: So kommt eure Band in den Katalog

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Taylor Swifts neues Album „1989“ wird zum Start von Apple Music nicht in Cupertinos Katalog aufzuspüren sein. Die Musikerin, dies berichtet das US-Klatschportal Buzzfeed, hat auch für Apple keine Ausnahme gemacht und stellt ihre Songs nach wie vor nicht für Streaming-Dienste zur Verfügung.

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Dies muss euch bzw. eure Band aber nicht an einer Teilnahme an Apple Music hindern. So könnt ihr eure letzt Platte inzwischen für die Verfügbarkeit in Apple Music vorbereiten. Für Indie-Musiker bietet sich hier unter anderem das Online-Portal Distrokid an. Distrokid verteilt eure Songs gegen eine jährliche Einmalzahlung von $20 in die Musik-Ablagen von iTunes, Apple Music, Spotify, Amazon, Google Play, Tidal, Beats, Deezer, Rdio, YouTube Music Key, Shazam und in 150 weitere Stores und Streaming-Services.

Habt ihr die Gebühr entrichtet, könnt ihr beliebig viele Alben und Songs bereitstellen und bekommt 100% der aufgelaufenen Einnahmen ausbezahlt.

Sind eure Songs bereits in den großen Stores vertreten, dann soltet ihr einen Blick auf Apple Music Connect werfen. Hier könnt ihr euch einen Künstler-Account für Apple Music anlegen und von der sozialen Plattform Gebrauch machen, die Apple den interessierten Künstlern zur Selbstdarstellung in Apple Music anbietet.

distro

Aufgepasst: Einmal veröffentlichte Blog-Einträge lassen sich in Apple Music Connect zwar löschen, können aber nicht mehr editiert werden. Neben kleinen Blog-Einträgen könnt ihr auf Apple Music Audio-Dateien (Laufzeit bis zu 90 Minuten), Videos (bis zu 8 Minuten) oder Fotos im JPEG- bzw. PNG-Format bereitstellen.

Freitag, 19. Jun 2015, 9:58 Uhr — Nicolas
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  • Was ist denn bitte eine „jährliche Einmalzahlung“?

  • Ich bin auch bei Distrokid und hab vor einiger Zeit eine Mail bekommen, wie man sich dort einen Account anlegt. Der Service selbst ist wirklich schlicht gehalten, aber tut was er soll. Empfehlenswert!

  • Eine einmalige Zahlung, die jedes Jahr zu tätigen ist ;-)

  • Zitat: „Die Musikerin, dies berichtet das US-Klatschportal Buzzfeed, hat auch für Apple keine Ausnahme gemacht und stellt ihre Songs nach wie vor nicht für Streaming-Dienste zur Verfügung.“

    Chapeau! Chapeau! Frau Swift – das macht sie wirklich sympathisch :-)

    (Nein, dieses Mal definintiv keine Ironie!)

    • wieso eigentlich?
      Was ist so schlecht am Streaming?

      Ich finde zu sagen das Streaming pauschal schlecht ist, ist wie zu sagen das die Apple Watch / Smartwatch sinnlos ist.
      Das mag aktuell alles noch nicht so super sein, so wie das erste Handy was kaum einer sinnvoll fand. Aber heut nutzt es doch jeder Mensch.

      Ob nun das Gerät oder eine andere Art Übertragungsweg von Medien. Das ist die Zukunft.

      Das mag alles nicht sofort eintreffen aber in fernerer Zukunft wird das aus „unserem“ (vielleicht nicht mehr du und ich) alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken zu sein.

      • Frag‘ doch Frau Swift, was für Beweggründe sie dazu veranlassen, ihre Werke nicht bei Streamingdienstanbietern (ja, sogar der vom großen Apfel) zu verheizen…

        Kann ich als (wenn auch nur Hobby)Musiker sehr gut verstehen!

      • Zitat: „Ob nun das Gerät oder eine andere Art Übertragungsweg von Medien.“

        Das ist aber gerade der himmelweite Unterschied:
        Auf meinem iPhone höre oder streame ich Musik, die ich legal erworben und archiviert habe!
        Ich kann sie hören, wann, wie und unabhängig von irgendwelchen Streaminganbietern wie ich möchte.

        Eine monatliche Servicepauschale (oder -miete?) für einen Dienst, von denen zig Abhänigkeiten gleich unfreiwillig mit gemietet werden:

        – Songs immer in der Datenbank verfügbar?
        – Keine Nachhaltigkeit!
        – Kunde fungiert als weiteres Datensammelobjekt
        – Qualität mehr oder minder für die Tonne
        – Argument FÜR die Musikindustrie in Zukunft keine Qualität mehr liefern zu müssen (CDs oder Lossless Download) – die steigende MASSE der Kunden gibt sich ja zufrieden damit…

        Zitat: „…aber in fernerer Zukunft wird das aus “unserem” (vielleicht nicht mehr du und ich) alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken zu sein.“

        Und davor graut es mir!!

    • Für kleinere und Indie Bands ist die Möglichkeit aber nicht schlecht, um wenigstens im großen Teich mitschwimmen zu können.

      • Ganz im Gegenteil (du Namensdieb ;) ), gerade für kleinere Bands und Labels sind Streamingdienste wie der von Apple echte Grütze…
        wer seine Musik Online Gratis verteilen möchte, hat mit Soundcloud usw. genug möglichkeiten…
        Aber wer wenigstens ein paar Euro sehen möchte (sei es nur um die Produktionskosten reinzuholen), für den sind solche Angebote echt der letzte Mist.
        Diese ganzen Streamingdienste sind für grössere Labels ganz okay… Aber am Ende schaden sie der Musikszene.
        Leider wird Plastik-Pop so nur noch attraktiver für’s Geschäfft…

        Als Jazzer, Punker, Ska-Stomper… bleiben einem nur die Livegigs um nen bissel Kohle einzufahren…
        Und da kommt schon ein weiteres Problem: damit sich Liveauftritte überhaupt lohnen, müssen die Preise wieder angepasst werden, so dass man inzwischen auch als „unbekannter Musiker oder Band“ mal lustig 20 Euro aufrufen muss…
        Früher waren da 10 DM okay… später bis zu 10 Euro… Aber das geht heute kaum noch, da auch die Clubbesitzer ja ihren Anteil abgreifen…

        Und so gerne auch hier über die GEMA geschimpft wird… von Leuten die keine Ahnung haben… als Musiker der Live spielt und /oder komponiert, ist die Gema gold wert…

        Ohne die Gema gäb es nicht mal Einnahmen für’s Airplay…

        Gerade die Apple Fans raffen aber oft nicht, worum es geht…
        Die gehen morgens zu ihrem 08/15 Job und wollen dann am Abend die Arbeit eines anderen für „umsonst“.
        Wie wäre es, wenn sie ihre Arbeit auch für Lau machen???

        wenn also Musiker (gerade auch Millionenseller wie Swift) streamingangebote boykottieren, dann ist das voll zu begrüssen…
        Insgesamt machen online Dienste die Musik kaputt….

        Man kauft nur, was sofort gefällt… statt sich mit einem Album zu beschäftigen, werden einzelnen Titel gekauft… für 99 Cent.
        Das ist krank.

        Das jemand auch diesen Titel aufgenommen hat… und davon lebt, dass scheint völlig egal.
        Sony usw. ist das wurst… die produzieren für die Masse.

        Aber was ist mit den Leuten, die nicht auf Viva und MTV laufen?

        Da kaufen dann nur ein paar tausend Leute einen Titel, von dem evtl dann noch 20 Cent für den Künstler übrig bleiben…

        es war schon immer schwer als Musiker zu leben, ausser für die paar, die Glück im „Lotto“ hatten/haben und von den Majors gefeatured werden (leider meist die schlechtere Konsumentenfutter-musik ohne Tiefgang), aber inzwischen ist es tödlich…
        Auf kurz oder lang wird so auch der nachwuchs wegbrechen und es bleiben nur diese reagenzglas-züchtungen, die entsprechend die „one hits“ abliefern…
        leider auch die ohne Nachhaltigkeit.

        Ich rege mich echt auf, wenn Leute wie Sting und Co für Konzerte inzwischen Preise über 100 Euro aufrufen, aber selbst grosse Künstler werden dazu gezwungen, weil ihre Plattenverkäufe eben keine Welttournee mehr refinanzieren… Das ist bitter.

        Und euer geliebter Apfel macht sich nun mitschuldig am Untergang einer ganzen Industrie, eines künstlerischen Zweiges, der bitter nötig ist.

        Bald gibts nur noch Beyonce und Castingshowopfer… toll

  • Sie stellt nur ihr neues Album 1989 nicht für Streaming zur Verfügung. Ihre Älteren sind aber schon verfügbar.

  • Sehe ich genauso wie Fabian…
    Die Zukunft ist Streaming… Egal ob Musik, Filme oder Spiele. Selbst beim TV Empfang spürt man den Wandel.

  • Da vermutlich Frau Swift nicht erreichbar ist ;)
    Wie wäre es wenn du deine Meinung sagst warum du es gut findest.

    Bin auch der Meinung das Streaming nichts schlechtes ist aber vielleicht übersehe ich ja etwas

  • Egal wo ich bin, egal was ich mache, man hat überall Zugriff auf die gesamte Datenbank (vorausgesetzt Internet). Man kann nach Lust und Laune hören was man will, ohne sich den Handy Speicher voll zu stopfen. Besonders begrüße ich Newcomer, und durch diese Platform können Sie ein Riesen Publikum erreichen. Die cd hat für mich seit der MP3 sowieso immer mehr an Bedeutung verloren. Genutzt wurden CDs auf Geburtstagen von Bekannten oder im Auto wenn es keine USB Schnittstelle gab. Alte cds liegen heute auf dem Dachboden und sind nur noch Staubfänger… Besonders schön finde ich es heute auch nicht mehr irgendwelche cd/dvd regle im Wohnzimmer stehen zu haben, die vollgestopft mit cds oder DVDs sind. Da Hat man immer den Eindruck man ist in ner Videothek…

  • Die letzte CD meiner Band hatte Produktionskosten von €20.000. Als ich im Bandraum neulich mal erzählte, wie häufig wir gestreamt wurden, war die Freude groß. Als ich dann erzählte, dass es durch Jahresgebühren (tunecore) gewissermaßen ein Minusgeschäft darstellt, fielen allen die Augen raus. Und wenn man als GEMA-gemeldeter Komponist oder Textdichter dann auch keine Abrechnung für sich verbuchen kann, wird die Wut groß: Die Band geht leer aus, die Urheber gehen leer aus. Aber wenn wir die eigene Musik auf der eigenen Webseite streamen, müssen wir Geld an die GEMA abtreten. Warum müssen das andere nicht? Eigene Songs sind nicht nur Werbeträger, da steckt viel Lebens- und Arbeitszeit drin. Gott sei Dank sind wir noch eine Band, die live funktioniert und wie Einnahmen dadurch haben. Aber nicht jeder Musiker ist ein Live-Musiker. Kranke Entwicklung. Und es macht mich sprachlos, dass die allgemeine Mentalität die damit verbundenen Probleme nicht versteht.

  • — Sven
    19.06.2015 – 12:19

    Ein Kommentar der einem aus der Seele spricht.
    Gott sei Dank bin ich auf den technisch minderwertigen Streamingdienst nicht angewiesen. Meine über die Jahre erworbene und rechtmäßig gekaufte CD, SACD oder Plattensammlung sei Dank. Da kaufe ich mir lieber gebrauchte CD´s und rippe sie in ein gewünschtes Format um. Wenn ich mir dann überlege ich miete nur technisch minderwertige Ware wird mir ganz übel und dabei habe ich noch gar nicht an die Kreativen mit gedacht. Irgendwann produziert die Musikindustrie etwas für 5 Cent und vermietet es für 10 €. Na ja, wem es gefällt und sich nicht dabei verarscht fühlt kann es ja Spaß machen, das Leben im Kapitalismus der Konzerne.

  • Sind es denn IHRE Werke? Die Dame ist doch bestimmt durch und durch Produziert.

  • Was an Streaming-Diensten schlecht ist, erschließt sich vielen Otto-Normalverbrauchern nicht. Ich erkläre es mal kurz:
    Für einen unbekannten Musiker, der sich noch über vereinzelte (vermutlich versehentliche) Plays bei einem Streamingdienst freut, fällt jedes Mal, wenn sein Lied abgespielt wurde, der Bruchteil eines Cents ab (etwa 0,17 Cents vor Steuern!). Ist ein Label involviert, sieht man davon vielleicht noch die Hälfte. Um bekannt zu werden, muss man hart arbeiten und/oder viel Geld in PR investieren, und das lässt sich durch Streaming einfach nicht wieder reinholen, denn auch bei einigen Tausend Plays sind die Einnahmen noch sehr überschaubar und reichen vielleicht mal für ein Essen.

    Wenn man jetzt noch dagegen rechnet, wie teuer eine anständige Tontechnik- und Instrumentenausrüstung sowie Studiozeit sind, verdient man daran nichts.

    Zum Vergleich: Etwa 1/3 – 1/2 der Verkaufserlöse gehen bei normalem mp3-Verkauf an den Künstler, wenn er seine Musik ohne Label über die digitalen Stores VÖt. Da kann man sich als unbekannter Künstler eher mit dem Gedanken anfreunden, dass die meisten die Musik illegal runterladen und einige wenige sie ehrlich kaufen. Da sind die Einnahmen doch etwas höher und fairer.

    Vom Streaming profitieren allenfalls die Major Labels und deren gepushte Plastikbarbies und Biber-Justins.

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