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App Store für Raubkopien schummelt sich in den offiziellen App Store

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Ein als Übersetzungstools getarnter iOS-Download für iPhone und iPad verteilte in den vergangenen Woche schwarzkopierte iOS-Applikationen an chinesische Nutzer. Jetzt hat Apple die Anwendung auf dem Softwarekaufhaus entfernt.

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Happy Daily English: Auf den ersten Blick ein harmloser Übersetzer

Dies berichten die Sicherheitsforscher der Palo Alto Networks und erklären in ihrem Blogbeitrag „Pirated iOS App Store’s Client Successfully Evaded Apple iOS Code Review“ wie sich der Store für Raubkopien an Apples Einlasskontrolle vorbei schmuggeln konnte.

So habe die als Übersetzungshelfer getarnte Anwendung „Happy Daily English“ die IP-Adressen ihrer Nutzer geprüft. Anwender, die die iOS-Anwendung außerhalb Chinas starteten wurden mit der Startseite des Übersetzers begrüßt – innerhalb Chinas geöffnet, bot die Anwendung etliche Premium-Applikationen zum illegalen Download an und installierte die App mit Hilfe eines Firmen-Zertifikates auf Wunsch direkt auf den entsprechenden Mobilgeräten.

uebersetze

Erst im Februar berichtete ifun.de über die russische iOS-Anwendung NET, die nach wie vor zum kostenlosen Download im mobilen Software-Kaufhaus Apples angeboten wird und sich mit illegalen Streaming-Portalen wie kino.to vergleichen lässt.

Aktuelle Kinofilme lassen sich hier nicht nur streamen, sondern auch direkt auf das iPhone laden und so zum späteren Offline-Konsum speichern. Die teils mit wackeligen Handkameras aufgenommenen, teils von vorab veröffentlichten DVDs gerippten Kinofilme sind eigentlich nicht der Rede wert – was jedoch angesprochen werden muss ist die offenbar nachlässige Prüfung durch Apples Einlasskontrolle.

Immerhin: Im Fall des App Stores für Raubkopien benötigte Apple nur drei Tage zur Entfernung des Angebotes.

Montag, 22. Feb 2016, 14:29 Uhr — Nicolas
12 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • „Immerhin: Im Fall des App Stores für Raubkopien benötigte Apple nur drei Tage zur Entfernung des Angebotes.“

    Tolle Leistung, Hut ab! Nachdem die App zuvor rund eine Woche aufs Review gewartet hat und dann sicherlich einige Stunden oder sogar Tage in der „Qualitätskontrolle“ war, ist das natürlich eine sehr positive Entwicklung in Sachen Geschwindigkeit. OK, bei einem App Store für geklaute Apps geht es um Apples Einnahmen, aber das hat bestimmt nichts damit zu tun…

  • Wenn man bedenk, dass jede neue App und jedes Update zur Prüfung muss, dann ist das verständlich, dass Apple nicht alle Funktionen und den kompletten Umfang der eingereichten App kontrollieren kann.
    Da solche Informationen eh nicht lange geheim bleiben, würde ich auch nicht auf strengere Kontrollen pochen, sondern die Apps schneller aus dem Store entfernen lassen.

    • Wenn man bedenkt, wieviel Millionen künstliche Hüftgelenke implantiert werden, klar das die vorher nicht alle kontrolliert werden können…?

      Was das’n für eine Logik?

      • Meinst du etwa ein Apple-Mitarbeiter spielt alle spiele durch um zu schauen ob ein illegaler Store als Trophäe erscheint?

      • Deine Vergleiche erscheinen mir aber auch nicht logisch. Oder soll man jetzt bei allem genaueste Kontrollen einführen, wie bei Lebensabhängigen Operationen? Dann wirst du vielleicht in deinem Kallax Regal demnächst endlich die genaue Anzahl an Schrauben haben, aber der Preis steigt dann auch in die Höhe.
        Und die Art, wie diese App umgangen wurde war wirklich clever und ich finde es absolut nicht verwunderlich, dass sich da niemand hinsetzt und jeden Code Zeile für Zeile kontrolliert, um jeden Trick zu entlarven

      • Rudolf Gottfried

        „Wenn man bedenkt, wieviel Millionen künstliche Hüftgelenke implantiert werden, klar das die vorher nicht alle kontrolliert werden können…?
        Was das’n für eine Logik?“
        Keine Ahnung, du hast doch diesen Vergleich gebracht.
        Was die „Millionen implantierten künstlichen Hüftgelenke“ betrifft, da scheinen Kontrollen nämlich tatsächlich eher sporadisch zu sein. Zumindest, wenn man die entsprechenden Schadensersatzklagen der letzten 20 Jahre betrachtet.

      • So siehts aus. Aber wenn Apple was macht, egal was, dann ich es schlimmstenfalls ok. Ansonsten ist es amazing, anwesend u.s.w.

      • Was haben denn Hüftgelenke damit zu tun?

      • Damit hatte Apple letztendlich geworben, wie mit so vielem.
        Wenn das Argument des geschlossenen und sicheren Systems somit hinfällig ist, kann man auch auf andere Systeme ausweichen, die mehr Möglichkeiten lassen… Und bei Android bin ich nir der Situation zumindest bewusst!

      • App-Entwickler = Prothesenhersteller/-händler, Apple = Krankenhaus? Dämlicher Vergleich, aber okay: Erinnert sich noch jemand an die mangelhaften Brustimplantate?

  • Das erste was man beim Vergleich zum Hüftgelenk anmerken sollte , die Qualitätskontrolle macht ja nicht das Krankenhaus sondern der Hersteller. Eventuell noch ein unabhängiger dritter .

    Ihr habt immer vergleiche drauf ….

    Wenn ihr ein Ersatzteil für ein Auto kauft, dann geht bei einem Mangel auch alles an den Hersteller , der ist nämlich auch für die Garantie zuständig.

    Ich würde den Programmierer einer App mit dem Herstellers eines Ersatzteiles vergleichen.

    Wer sieht das anders?

  • Clevere Idee!
    Die Chinesen haben aber auch vor nichts und niemandem Respekt!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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