Akkulaufzeit beim MacBook verlängern: Dropbox & Co. saugen Saft ohne Ende

34 Kommentare

Der mit “Dropbox will kill your insane MacBook Air 2013 battery” vielleicht etwas reißerisch betitelte Blogeintrag von Nico Schuele macht auf eine gerne übersehene Tatsache aufmerksam. Viele der auf unseren Computern aktiven Hintergrundprozesse nehmen wir gar nicht mehr wahr.

apple-akku

Schuele wunderte sich über die geringe Akkuleistung seines neuen MacBook Air. Statt der von Apple versprochenen „bis zu 12 Stunden“ wurden ihm bei voller Ladung gerade mal 4 Stunden angezeigt. In der Tat konnte er schnell die im Hintergrund arbeitende Dropbox als Übeltäter ausmachen. Sobald die Anwendung komplett beendet wurde, zeigte das bei den Tests verwendete Monitoring-Tool iStat Menus eine drastische Verlängerung der Batterielaufzeit auf 14 Stunden.

In Schueles Fall fiel dies unter anderem dadurch so massiv aus, dass er sein Notebook neu installiert hatte und Dropbox gerade dabei war, seine rund 20.000 ausgelagerten Dateien auf den neuen Mac zu kopieren. Aber auch im alltäglichen Einsatz macht sich das Ausschalten von Dropbox durchaus bemerkbar. Schließlich muss die Erweiterung im Hintergrund ständig überprüfen, ob sich lokal oder auf dem Dropbox-Server irgendwelche Dateien geändert haben, und das frisst nun mal Batteriestrom. Allerdings sehen wir die bei unserem Test auf einem Retina-MacBook veranschlagten 50 Prozent zusätzliche Akkulaufzeit ohne Dropbox auch als einen Hinweis darauf, dass sich hier noch ein wenig optimieren lässt.

coconut

Am Ende muss aber wie so oft der Nutzer entscheiden, was ihm der mit einem Tool wie Dropbox einhergehende Komfort wert ist. Unendliche Akkulaufzeit ist schließlich nicht alles. Wichtig ist vor allem, diese Option zum Akkusparen im Hinterkopf zu behalten. Wenn ihr nächstes mal ohne Steckdose da sitzt und die Akkuanzeige sich in Richtung der roten Region bewegt wisst ihr, wie ihr noch ein wenig zusätzliche Zeit schinden könnt. Neben Dropbox gibt es ja noch weitere Kandidaten wie beispielsweise Amazon Cloud Drive, die zwar nicht ganz so leistungshungrig, aber auch gut für ein paar Minuten Not-Akku sind.

Ergänzend zu dem von Schuele angesprochen Monitoring-Werkzeugen iStat Menus und CoconutBattery wollen wir noch einmal auf die hier und hier vorgestellten Mac-Tools zur Akku-Überwachung hinweisen.

Diskussion 34 Kommentare.
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    • Den Bericht muss ich leider übersehen haben. Kann man Einstellungen an der App optimieren um den Akku zu schonen?

      — Sebastian
      • Nein, man kann leider NICHTS an der App umstellen, aber man sollte sie nach dem Nutzen aus der noch Pseudomultitaskingleiste herauswerfen, da die Facebook-App sonst Ausnahmefunktionen missbraucht um immer wieder aufzuwachen (um an der Phytagoraszahl π weiter zu rechnen ;) ).

        — Dirk
  1. Na danke für den Hinweis :D dann werf ich Dropbox wohl ganz vom Macbook (dafür das ich nur alle 1-2 Monate mal eine Datei dort hochlad kann ichs auch lassen^^)
    Mal sehen ob Evernote auch so lustig drauf ist…

    — 00010101
    • Was für ein toller Beitrag … Für Menschen die Dropbox täglich benutzten ist das nicht möglich … Einfach dropbox ausschalten und wenn mans brauch und neue daten abrufen will wieder anstellen ;-) wo is das problem ?

      — molekuel
      • Deshalb spreche ich hier auch immer nur für mich und nicht für andere ;) weil ich weiß das nicht jeder alles gleich benutzt.
        Dafür nutze ich täglich Evernote und da wäre es interessant wie dort der Akku leidet.
        Also was für ein toller Beitrag…

        — 00010101
  2. Weiß zufällig jemand wie die anderen kleinen “Helferchen” oben in der Menüleiste heißen?
    CPU, MEM, HDD und Co.

    PS: Das ist nur auf der ifun Page zu sehen und nicht wenn man den Artikel angeklickt hat.

    — flexo
  3. Ihr braucht glaub keine Prozesse zu killen oder alles zu deinstallieren. Rechtsklick in der Statusleiste und Sync anhalten, Fertig.

    — icke2
  4. Mit Abstand am schlimmsten ist aber im Moment die creativecloud von Adobe mit ihrem CEF-Helper-Bug, der sie permanent 40% “Mac-Prozent” (Linux zählt 100% maximale CPU-Last pro verbautem Kern, in meinem Fall mit 4 Kernen also 10% Gesamtlast) fressen lässt. Fix gibts nicht, da hilft nur beenden.

    — Andreas
  5. Bei mir auch so. rMBP, ist nach ca. 3 Stunden leer. Nach nem Neustart, wenn seitdem keine Internetverbindung mehr bestand, schafft mein Mac auf voller Helligkeit dann trotzdem min. 6 Stunden. Ich muss aber dazu sagen, dass ich schon sehr viele Prozesse im Hintergrund laufen habe, auch die ich aber auch nicht verzichten möchte. Daher kann ich es kaum erwarten, endlich Mavericks zu bekommen, bei dem ja im Akkubetrieb die Hintergrundprozesse drastisch gedrosselt werden. Vielleicht komme ich dann auch ohne Neustart (um die Hintergrundprozesse zu restetten) auf 6-7 h… ich hoffe es zumindest.

    — _p1_
  6. coconut Battery und Battery Health sehen ja genau gleich aus fällt mir gerade auf… Der Screenshot im Artikel sieht haargenau gleich aus wie mein “Battery Health” – Tool! Wer hat da von wem kopiert?

    — _p1_
  7. Dann hoffe ich, dass die jungs von Dropbox mal gebrauch von den neuen Funktionen, die mit Mavericks kommen gebrauch machen. Push Trigger einbauen. Das Dropbox erst aus dem Schlafzustand geholt wird, wenn sich auch wirklich was geändert hat.

    — MSP
  8. Wenn das wirklich so ist (kann es in Ermangelung eines MacBooks nicht verifizieren), dann scheint es aber in der Kombination Dropbox & Mac Probleme zu geben.
    Unter Windows mit Dropbox schafft mein Thinkpad bei mittlerer Helligkeit brav seine 6h…und tendenziell sind Windows-Akkulaufzeiten ja eher mieß.

    — SGAbi2007
  9. Also ich habe das jetzt bei meinem MacBook Pro Retina 2013 auch getestet und die Restlaufzeit meiner Anzeige hat sich überhaupt nicht geändert. DropBox braucht nur etwas, wenn ganz aktuell synchronisiert wird. Solange man da also keine Dateien verschiebt, ist es unerheblich, ob es läuft oder nicht. Ich denke, das wirkt sich nur dann aus, wenn einen DropBox-Ordner mehrere Leute nutzen und sich da dauernd was ändert. Da ich aber da alleine mit arbeite, hat es keine große Auswirkung

    — Dodo
  10. Achso, am meisten bringt bei mir immer noch, die Displayhelligkeit zu reduzieren :) Da sinkt der Stromverbrauch laut coconut schon mal von 12Watt bei 100% auf 8,5 Watt bei 50%. Das macht dann so richtig was aus.

    — Dodo
  11. BTW
    Mit der Dropbx unterwegs (via Handy) am MacBook
    Hab ich mir meine Datenflat schon mal gekillt.
    Seid dem läuft bei mir little snitch.
    Mit den Profile Zuhause darf die Dropbx ins Netz.
    Im Profiel unterwegs eben nicht.
    Ob sich dadurch die Akku Laufzeit ändert weiß ich nicht.

    Bey

    Ingo
  12. Jetzt mit Mac OS X Mavericks wird der Stromverbrauch jedes Prozesses einzeln erfasst und kann in der Aktivitätsanzeige verfolgt werden. Und tatsächlich. Dropbox ist Stromfresser Nummer 1 unter den Hintergrundprozessen!

    — Thom

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