„Affäre Mollath – kompakt”: E-Book für iBooks und Kindle kostenlos

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Zwischendruch ein E-Book-Tipp: Die „Affäre Mollath“ dürfte den meisten von euch ein Begriff sein. Namensgeber Gustl Mollath saß aufgrund umstrittener medizinischer Gutachten insgesamt sieben Jahre in der Psychiatrie und der Verdacht liegt zumindest nahe, dass diese Unterbringung aufgrund der Tatsache veranlasst wurde, dass Mollath über Hintergrundwissen zu umfangreichen Schwarzgeldgeschäften verfügte, in die Banken und Politik verwickelt waren.

mollathcover

Für kurze Zeit lässt sich nun das E-Book Die „Affäre Mollath – kompakt: Der Mann, der zu viel wusste“ sowohl im iBookstore als auch im Amazon Kindle-Store kostenlos laden.

Autoren der Dokumentation sind Olaf Przybilla und Uwe Ritzer, beides Journalisten der “Süddeutschen Zeitung“. Ritzer wurde in der Vergangenheit bereits mit dem Henri-Nannen-Preis in der Sparte investigativ, sowie dem Medienpreis der Sparda-Stiftung ausgezeichnet. Für ihre Recherchen und ihre Berichterstattung im Fall Mollath wurden beide Autoren mit dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse ausgezeichnet

Bei dem E-Book handelt es sich um einen 240 Seiten starken aktualisierten Auszug aus dem bereits im Juni erschienenen Buch „Die Affäre Mollath“.

Gustl Mollath beschuldigt seine Frau und andere Banker, illegaler Geldgeschäfte. Niemand schenkt ihm Gehör. Stattdessen wird er in die Psychiatrie eingewiesen,wo er seit sieben Jahren sitzt. Mollath wird von Psychiatern weggesperrt, die ihn nie untersucht haben. Das interne Dokument der Hypovereinsbank beweist, dass Mollaths Anschuldigungen zutreffen. Man verheimlicht die Akte und lässt ihn in der Anstalt schmoren. Und wer den Fall kennt, glaubt nicht an ein zufälliges Versagen von Justiz und Psychiatrie. Dieses Buch erzählt die ganze Affäre Mollath und prangert das skandalöse Versagen des Rechtsstaats an. Für ihre Recherchen und ihre Berichterstattung im Fall Mollath wurden Uwe Ritzer und Olaf Przybilla mit dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse ausgezeichnet.

Diskussion 15 Kommentare.
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  1. Die so genannte Affäre Mollath ist tatsächlich keine Justiz-, sondern eine Medienaffäre. Ihre Erfinder haben nun im Wege der Vollvermarktung nach einer SZ-Serie zum Thema ein Buch nachgeschoben, um das Maximum herauszuholen. Weil Mollath nun durch die Talkshows gereicht wird, droht dieses “Werk” ( eine Mischung aus Halbwahrheiten, Unterstellungen, Auslassungen und Mutmaßungen) in Vergessenheit zu geraten. Daher muss auf seine Existenz nun durch eine readers-digest-Gratisaktion aufmerksam gemäht werden. Schließlich soll es ja noch verfilmt werden!

    — Marius Bergmann
    • Herr “Marius Bergmann”?…. so einfach können sie sich nun auch nicht aus der affäre stehlen. ihre behauptungen, unterstellungen, halbwahrheiten, mutmaßungen und unterlassungen, leben insbesondere von leeren worthülsen. sie haben sie vergessen zu untermauern. wo bleiben die – nachweisbaren – fakten zu ihren verrenkungen??

      — Susanne Brinkmann
    • wenn man keine ahnung hat – einmal mal fresse halten…
      oder würden Sie solchenen schwachsinn auch den aufdeckern des watergate-skandals carl bernstein und rob woodward entgegenhalten??? damals rollte nixon’s kopf. heute sind wir schon mit dem von beate merk zufrieden. ICH denke schon, dass es filmreif ist, wie geld, macht udn justiz-filz einem menschen 8 jahre seines lebens stehlen, damit die wahren schuldigen und ihre geschäfte unbehelligt bleiben…

      — klaus salay
      • Nachdem nun alle mal erwartungsgemäß ihre medieninduzierte gleichgeschaltete Meinung zum Besten gegeben haben (besonders beeindruckend Leser Salay mit feiner Wortwahl, die zeigt, das der zerebrale Vollwaschgang erfolgreich war), hier nur eines: Wenn man den Fall nur aus der Presse kennt, sollte man den Mund nicht gar so voll nehmen. Klar gesehen hat das nur Leser raboe: hier geht’s um Bimbes, um Kohle und um eine gut verkäufliche Story. Und um Medienmacht. Und sonst um nix.

        — Marius Bergmann
  2. Heute aktuell in der neuen “Die Zeit” (Ausgabe Br. 35, S. 11 ff.) ein Interview zum Thema mit dem Verteidiger Strate zu lesen.

    — Zingiber
  3. Was fällt den beiden Journalisten Ritzer und Przybilla ein, ein Buch über den Fall Mollath zu schreiben, ohne sich vorher im bayerischen Justizministerium dafür eine Freigabe zu holen? Jetzt soll dieses journalistische Machwerk auch noch kostenlos unter das Volk gebracht werden und dadurch weitere Verbreitung finden? Unmöglich!

    Das wird man sich von Seiten der Justiz in Bayern doch nicht gefallen lassen. Immerhin steht das Vertrauen in die bayerische Justiz auf dem Spiel. Kritik an Richtern und Staatsanwaltschaften, das kann es in einer Demokratie auf deutschen Boden doch nicht geben. Fehlurteile gibt es im Freistaat Bayern überhaupt nicht!

    Nach dem Muster der britischen Behörden im Fall “The Guardian – Edward Snowden” sollten gleich heute noch Verfassungsschutz, Kripo und Staatsanwälte auf Weisung der Justizministerin Dr. Beate Merk und des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann in die Redaktionsräume der Süddeutschen Zeitung losgeschickt werden, um dort sämtliche Unterlagen zum Fall Mollath unter staatlicher Aufsicht zu vernichten.

    Wir wollen in Bayern wie im Bund keine aktuellen Zahlen, Daten und Fakten zu Fehlurteilen. Der Münchener Rechtsanwalt Dr. Andreas Geipel hat den Status sehr treffend auf seiner Homepage unter http://www.rechtsanwalt-fehlur.....teile.de zusammengefasst. Es gibt ein 100 Jahre altes Werk von Max Alsberg unter dem Titel “Justizirrtum und Wiederaufnahme” aus dem Langenscheidt-Verlag, darauf macht der Artikel von Martin Rath in der Zeitschrift “Legal Tribune Online” unter dem Titel “Rechtsgeschichten 1913 bis heute – Geisteskrankheit führt nicht zu Wiederaufnahme” aufmerksam, siehe http://www.lto.de/recht/feuill.....y-mollath/.

    Daneben gibt es noch ein dreibändiges Werk von dem Strafrechtswissenschaftler Professor Karl Peters unter dem Titel “Fehlerquellen im Strafprozess: Eine Untersuchung der Wiederaufnahmeverfahren in der Bundesrepublik Deutschland” aus dem Karlsruher Müller-Verlag, erschienen in den Jahren 1970–1974. Mehr gibt es nicht, “weil sonst eine Beunruhigung der Bevölkerung und Richterschaft drohen könnte”, meinte das Bundesministerium der Justiz auf Anfrage im Deutschen Bundestag (Deutscher Bundestag, 4. Wahlperiode, 14. Sitzung vom 14.2.1962, Seite 408).

    Der Bochumer Rechtssoziologe Prof. Dr. Klaus F. Röhl hat in seinem Aufsatz “Fehler in Gerichtsentscheidungen”, Zeitschrift “Die Verwaltung”, 2006, Beiheft 5, S. 67 – 97, eine Typologie möglicher Fehler aufgezeigt, siehe http://www.ruhr-uni-bochum.de/.....teilen.pdf. Mit modernen Datenbanken ließen sich heutzutage rasch sämtliche Urteile nach verschiedensten Kriterien auswerten, z. B. nach Rechtsgebieten, Gerichten, einzelnen Richtern, Verfahrensdauern, Streitwerten oder Strafmaßen, Fehlertypen oder Schlagworten. Mit Verfahren der künstlichen Intelligenz wären sogar semantische Analysen möglich, die von Juristen in Kooperation mit Informatikern erstellt werden könnten. Professor Röhl empfiehlt, folgende Rechtsbehelfe und Verfahren besonders intensive zu prüfen:

    • Strafverfahren wegen Rechtsbeugung und Richterbestechung
    • Wiederaufnahmeverfahren
    • Zurückverweisung der Berufung nach § 538 Abs. 2 Nr. 1 ZPO wegen eines wesentlichen Mangels des erstinstanzlichen Verfahrens
    • Urteilsberichtigungen und Urteilsergänzungen nach §§ 319 – 321 ZPO
    • Urteilsverfassungsbeschwerden
    • Richterablehnung
    • Ausnahmerechtsmittel
    • Dienstaufsichtsbeschwerden und Disziplinarverfahren nach § 26 DRiG
    • Niederschlagung von Kosten wegen falscher Sachbehandlung nach § 8 GKG
    • nach § 839 Abs. 2 BGB immerhin mögliche Amtshaftungsklagen
    • Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen Menschenrechtsverletzungen durch die Justiz.

    Mit derartigem Material könnte geklärt werden, ob es sich beim Fall Mollath um einen Einzelfall handelt oder nicht. Durch die Analyse würden sich Ansatzpunkte finden lassen, wie die Gerechtigkeit in der Justiz wesentlich verbessert werden könnte.

    Aber so etwas wollen wir doch in Bayern nicht! Deshalb muss der Fall Mollath möglichst bald unter den Teppich gekehrt werden. Und Journalisten wie Olaf Przybilla und Uwe Ritzer sollten sich bei der Vernichtung des Materials zum Fall Mollath möglichst kooperativ verhalten! Sonst könnten Sie wie der brasilianischen Lebenspartner des Guradian-Joornalisten Glenn Greenwald Probleme mit der Ausreise aus dem Freistaat Bayern bekommen.

    — Lothar Gutsche
  4. Habs kurz durchgelesen. Ist nur ein Teaser. enthält nix, was nicht schon bekannt wäre. Man soll wohl zum Kauf des “richtigen” Buches animiert werden. Werbung halt.

    — raboe
    • “…nur ein Teaser”, “…animiert werden”, “Werbung”. Was soll so ein Gemecker?
      Es ist immerhin deutlich mehr als “die Katze im Sack (respektive Buch)” zu kaufen und bietet die begrüßenswerte Möglichkeit, in ein Buch hineinlesen zu können und (erst) dann zu entscheiden, ob man es kaufen möchte.

      Vielen Dank also für den Teaser, die Werbung oder den Kaufanreiz!

      — Tristan
  5. Warum funktionieren eure Links zu iBooks eigentlich nie??? Immer soll ich iBooks laden, obwohl ich es in der neuesten Version auf dem iPhone habe …. zu dem Download des vorgestellten Buches bin ich bis dato noch nie! :-(

    — ummel

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